Band: BLIND EGO
Titel: Liquid
Label: Gentle Art Of Music
VÖ: 21.10.16
Genre: Progressive Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Kalle Wallner der Gitarrist von RPWL lässt das nunmehr dritte Album unter der Solo Flagge Blind Ego wieder mächtig schallen. Bis dato in unserer Redaktion ein unbeschriebenes Blatt. Zumindest, wenn was die Sologänge des Axtschwingers betrifft. Sei es wie es sei, hier liegt es nun und man hört sogleich, dass der Junge mit seiner Blind Ego Mannschaft sehr kernig und durchwegs hart in die Saiten greift. Die Melange aus Alternative Rock/Metal Elementen und einer enormen Schöpfkelle aus dem Progressive Bereich wurde in letzter Vergangenheit von vielen Acts in Angriff genommen. Nicht minder schlechter, trotzdem auch nicht nachhinkend hört sich dieser Solostreich an.

Die Bandbreite zwischen zahnigen Fragmenten und Temposchwüngen, angereichert mit einer Vielzahl von superb ausgeklügelten Progressive Elementen donnern mächtig durch die Boxen. Die durchwegs glühend eingängigen Soundvibes versprühen viel mitreißende Atmosphäre. Dieses Flair wird allerdings weiterhin ausgebaut, denn die ebenfalls etwas massentaugliche Passagen bzw. dominanter für diesen Bereich eingespielte Songs sind dabei. Kein Ausverkauf, sondern eine leidenschaftlich gut ausgeklügelte Sache. Eben durch dieses Wechselspiel, als desgleichen die Aneinanderreihung der Songs bieten vorneweg eine gute Wechselthematik. Eingängig durch die Bank, nichtsdestoweniger daneben nicht zu schlicht. Abgöttisch reichhaltig und stets mit dem guten, ausnehmend reichhaltigen Grundgedanken des Progressive Sounds.

Was bei vielen Fans des Genres eher in zusehendes komplexen verehrten Tönen mündet, muss hier leider entkräftet werden. Die Jungs rund um Kalle verstehen es die Mixtur so reichhaltig wie möglich zu halten. Dazu ferner noch den Grad des Progressive Sounds nach oben zu hieven, aber niemals zu innig in diese Ecke zu driften. Was nichts anderes heißt, keine Komplexität, sondern gut durchdachte Soundbögen. Die vielen Einflüsse und Soundtaktiken wurden gut auf einen Nenner gebracht, was eben für eine langanhaltende, frische Unterhaltung sorgt. Maßgeblich für diese spannenden Stücke sind diese ausgeklügelten Wechselspiele, welche einen leidenschaftlich fesselnd vor dem Player verharren lassen. Das steht für den Einfallsreichtum und die Innovation dieser Truppe, welche mit ihrem dritten Longplayer eine wirklich tolle Sache geschaffen haben, welche bündig eine Vielzahl von Musikliebhabern unterhalten wird. Ob Progressive oder Alternative alle Elemente des Metal/Rock Bereichs wurden gut unter einen Deckmantel gebracht.

Fazit: Wirklich ausgezeichnet unterhaltsam und die Gehörgänge werden mit einem Facettenreichtum der anderen Art animiert, hier lange den groovigen Klängen von Blind Ego zu lauschen.

Tracklist:

01. A Place In The Sun
02. Blackend
03. What If
04. Not Going Away
05. Never Escape The Storm
06. Tears And Laughter
07. Hear My Voice Out There
08. Quiet Anger
09. Speak The Truth
10. Blackened (Single Version)

Besetzung:

Kalle Wallner (guit, bass & keys)
Arno Menses (voc)
Erik Ez Blomkvist (voc)
Aaron Brooks (voc)
Sebastian Harnack (bass)
Ralf Schwager (bass)
Heiko Jung (bass)
Michael Schwager (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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