Band: Varulv
Titel: Wolfszorn
Label: Talheim Records
VÖ: 23.05.15
Genre: Black Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Varulv die Black Metal Bestie aus der grünen Mark. Bereits mit ihrem sehr tollen Rundling „Hellish Presence“ konnten die Blackies aus der Steiermark ordentlich bei der Fachpresse, als auch bei uns punkten. Mit etwas Verspätung traf nun der neueste Silberling, mit dem Titel „Wolfszorn“ bei uns ein. Keine Frage, dass man seit dem letzten Output gehörig zulegen konnte. Viele Black Metal Bands aus Österreich versuchen immer auf den alten Sound zu bauen. Diese brauchen aber immer ein Image, welches einfach versucht von der musikalischen Minderheit abzulenken. Dies haben Varulv einfach nicht nötig, denn ihre sehr treu, norwegisch geprägte Ausrichtung war und ist nach wie vor ein absolutes Aushängeschild was den Black Metal Made in Austria betrifft. Astreines Stahlgewitter, mächtige Produktion und ein infernales Black Metal Geschretter hagelt hier hernieder wie ein gewaltiger Hagelsturm. Durch die Bank wird hier auf Schönheiten gepfiffen und man konzentriert sich auf ein eisernes Spiel. Aggressive Ansätze und Attacken werden lediglich von ganz kurzen Groove Parts gestoppt, bevor es wieder gekonnt an das Eingemachte geht. Keine Frage, eine Konkurrenz in Sachen Black Metal brauchen die Jungs aus der Alpenrepublik nicht fürchten, denn wie gesagt, gegenüber vielen Nachwuchskapellen, setzten sich die Burschen locker ab. Tendiere sogar soweit sie als die Speerspitze in diesem Genre in Österreich zu attestieren. Hält dies aber auch internationalen Maßstäben? Was mich persönlich betrifft, kann ich nur sagen, locker und definitiv ja. Die Urgewalt mit der man uns hier die Trommelfelle verprügelt zeugt von einem Spiel und einer Technik, welche einfach super anzuhören ist. Eiskalt peitschen die Stücke aus den Boxen, sind aber von einer nicht zu schlichten Rhythmik gestrickt. Man versteht es eben nicht zu komplex zu klingen, aber auch nicht den langweiligen Pandabären Pathos anzustimmen. Eher im Gegenteil man ist einfach eine sehr gut abstimmte Technikformation, welche einfach mit einem Tritt sehr viel Staub aufwirbelt. Man pfeift auf moderne, oder gar melodische Ansätze und Erweiterungen. Vielmehr konzentriert man sich auf das amtliche Zulangen und da haben Varulv ein Potential dass sicherlich seinesgleichen sucht. Immer mehr Truppen wie schon erwähnt wollen den alten Sound aufleben lassen, stehen aber total stümperhaft da. Zu wenig Ahnung, zu wenig Talent und da sollten sich gewisse Kapellen mal ein Scheibchen von den Steirern abschneiden, denn diese offerieren einen weiteren Rundling welcher gut in Szene gesetzt wurde. Ob nun versierte Black Metal Blast Beats, gekonntes Stahlriffing, oder eine breite Kelle aus dem Groove Bereich, die Fusion daraus könnte nicht besser klingen. Eine durch und durch bemerkenswerte Black Metal Scheibe der reinrassigen Art, welche in keiner Sammlung fehlen sollte. Was mich persönlich betrifft hat man es locker drauf auch über die Grenzen hinaus für viel Furore zu sorgen.

Fazit: Wirklich tolle Black Metal Scheibe die man hier vorlegt. Gekonnt, verbissene Angriffe soweit das Auge reicht hinterlassen schlussendlich nur Schutt und Asche.

Tracklist:

01. Wolfszorn 05:53
02. Witchhunter 04:43
03. Die elende Knechtschaft 05:05
04. Bastards of Black Metal 03:43
05. Galgenblüten 05:11
06. Pesthauch 05:55
07. Eternal Darkness 06:29

Besetzung:

Irrah Den Fryktelige (voc & guit)
Grimnyr (bass)
Heimdall´s Auge (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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