Vor nicht allzu langer Zeit brachten Down Among The Dead Men ihr neues Album Exterminate! Annihilate! Destroy! raus. Das sah ich als Grund genug, um den Sänger Dave Ingram (ex-Benediction, ex-Bolt Thrower) zu einem kurzen Frage-Antwort-Spiel zu nötigen.

„Unser Stil, ist ja keine Quantenphysik,…“

Dave, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein kleines Interview nimmst. Wie geht es dir? Und wie stehts um den Rest der Band(e)?
Mein Dank gilt DIR. Der Band geht es – meines Wissens – ganz gut, danke. Ich habe halt ein paar kleine Wehwehchen, aber so ist das eben, wenn man alt wird. Ich bräuchte ein wenig mehr Bewegung – raus auf die Bühne zu gehen würde hier schon erheblich Abhilfe schaffen.

Gratulation zum neuen Album. Ihr seid wohl selber ziemlich zufrieden damit, nehme ich an?!
Ja, wir sind total zufrieden damit, sonst hätten wir es nicht released 🙂

Meiner Meinung nach ist es ein wahrliches Masterpiece des Crust/Grind/Death’s. War es schwer, dieses Album so zu machen wie es ist? Wie war die Arbeit dafür?
Der Prozess dahinter ist, dass wir einfach nur Musik schreiben und machen. Es gibt keinen Anlass dazu, dass wir uns am Ende des Projekts selber finden wollen oder sowas. Wir machen einfach das, was wir in diesem Moment für richtig halten und gut finden. Unser Stil, ist ja keine Quantenphysik, somit ist es für uns ein relativ Einfaches, etwas fesselndes und konstruktives zu machen. Ausserdem finde ich es ausgesprochen angenehm mit Rogga und Dennis zusammenzuarbeiten.

Wer von euch ist für das Songwriting zuständig? Schreibst du alles selber, oder teilt ihr euch das auf?
Die Lyrics schreibe alle ich selber. Aber das Songwriting teilen wir uns auf. Ich habe drei Songs geschrieben (wobei 2 davon für eine zukünftige 7″ verwendet werden), also mein einziger Song auf dem Album den ich komplett alleine gemacht habe ist „The Oncoming Storm“. Wenn man sich das aufteilt, bringt es einen gekonnten und gewissen Mix auf das Album.

Woher nehmt ihr die Inspiration und den Input für eure Songs?
Es ist kein Geheimnis, dass ich Zeit meines Lebens – und immer noch – ein riesen Fan der Serie „Doctor Who“ bin. Ich wollte diese Serie immer in meine Texte einbauen, hatte aber in vorigen Projekten nie wirklich ein gutes Gefühl damit, hat einfach nicht wirklich gepasst. Mit Down Among The Dead Men habe ich nun das richtige Medium dafür gefunden, um dies richtig transportieren zu können.

Ihr habt auch mit Forged In Fire (Anvil Cover feat. Kim Lee) und Protest And Survive (Discharge Cover feat. Bob Thunder & Donovan Spenceley) zwei Coversongs auf eurem neuen Album verbaut. Ist es schwer, sich an zwei solch coole Songs ranzutrauen?
Im Endeffekt war es nicht wirklich schwer für uns. Im Gegenteil – es war echt sehr lustig, die Co-Moderatoren meines Metal-Radios die Backing Vocals singen zu hören auf dem Discharge Song, und es war wirklich eine Ehre, dass Kam Lee das Anvil-Cover singen zu lassen.

Stichwort Metal-Radio. Kannst du uns da etwas mehr erzählen darüber?
Ich habe damit gleich 2007, nach dem Ende meines Projekts „Downlord“ begonnen. Es war irgendwie schon eine Weile in meinem (und meines Kumpels Donovan’s) Hinterkopf, so etwas in der Art zu machen. Wir dachten, es wäre echt witzig, so etwas zu tun. Immerhin haben wir Jahre lang schon gemeinsam Metal gehört, dabei getrunken und die Musik rezensiert.
Wir starteten als Podcast mit natürlich Null Zuhörern. Mittlerweile sind wir auf verschiedenste Stationen vertreten und haben etwa 3000 Downloads die Woche. Wenn wir damit Geld machen könnten, würden wir das natürlich tun, aber zur Zeit bin ich einfach nur glücklich, wenn wir dabei helfen können, Bands zu promoten. Letztes Jahr nahmen wir Bob Thunder auf in die Show, mussten aber ein paar Monate später Donovan verabschieden, weil er das Land verlassen hatte. Aber wir haben auch mit Kent Damgaard eine neue Stimme in unserer Show.

Du hast aber auch noch eine zweite Radio-Show names „Lambert’s Basement“ – in der man Swing, Jazz und Big Band bewundern kann. Das ist sehr interessant. Bist du ein großer Fan dieser Sparten? Welche Künstler gefallen dir am Besten?
Ich liebe Big Band Jazz, und da gäbe es so viele gute Künstler aufzuzählen. Aber ich habe eine Vorliebe für Benny Goodman, Duke Ellington und Artie Shaw. Die Show Lambert’s Basement ist momentan aber ausgesetzt, weil ich versuche einige Sachen in meinem Leben auszusortieren. (als aller Erstes Sachen wie zum Beispiel DATDM-Interviews) Auch weil ich an einigen Musikprojekten beteiligt bin. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ein Comeback.

Vielen Dank für die offenen Worte. Die letzten Zeilen gehören natürlich dir!
R.I.P. Martin „Kiddie“ Kearns.

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