Bands: Krankheit, Teufelskreis Date: 02.05.14 Venue: Roter Gugl, Leitersdorf

Ankunft, 18.30 Uhr, die Bahnhofsuhr zeigt zwei… deren beste Zeit ist offensichtlich schon vorbei, genauso, wie bei den zahlreichen Objekten, die rings um mich stehen.
Ich befinde mich auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände, hier sollte irgendwo der „Rote Gugl“ sein, die Gegend erinnert mich aber eher an den Schauplatz eines Gruselschockers. In mitten von „viel Gegend“ – soll heißen, Felder in allen möglichen Grüntönen – neben, hinter, vor mir, Sitzgelegenheiten in deren ganzer Artenvielfalt, deren Abgenutztheit wohl so manche Geschichte zu Grunde liegt.
Ich warte auf „Teufelskreis“ mit denen ich in Kürze ein Interview führen werde. Inzwischen werde ich mich irgendwo platzieren. Die Jungs von „Teufelskreis“ werden sicher bald kommen…

Nach dem Gespräch mit Friedl und Ronny – die zwei anderen Teufel haben sich erst später eingefunden – machte ich mich daran den „Roten Gugl“ etwas genauer zu inspizieren. Genauso kurios, wie die Außenanlage, präsentiert sich die Räumlichkeit: In der Mitte die große, in die Länge gezogene Bar, wo vorne noch der Platz für den Tontechniker bzw. den DJ vorgesehen ist. Seitlich abermals – ja, genau – Sofa, Couch und Co. Ganz vorne die Bühne.

tk12Jetzt hieß es warten auf die beiden Bands. „Teufelskreis“ sollte um 21.00 Uhr beginnen, „Krankheit“ ca. um 22.00 Uhr, aber es wäre als Rock oder Metal Band ja schon fast unhöflich pünktlich zu beginnen und das wusste wohl auch das Publikum, weshalb es nach und nach, gemütlich zwischen Neun und Zehn eintrudelte. Die meisten Gäste sicherten sich die begehrten Plätze rings um die Bar, ist zwar nicht der optimale Zustand für die Bands, welche die Fans natürlich gerne unmittelbar vor der Bühne hätten, aber man sieht eben auch von der Bar aus alles bestens, der Sound ist von dort aus genial und man kann bequem sein Bier abstellen… Im Übrigen war im „Roten Gugl“ auch nicht das übliche „Metal Publikum“ vertreten. Kein Headbangen, keine Jubelrufe – vielmehr eine bunt gewürfelte Gesellschaft; eine Truppe von Teenagern, die wohl nicht unbedingt wegen der Live Musik gekommen ist, da man die zeitweise draußen beim Quatschen, Herumblödeln usw. antraf. Ebenso Mitglieder der Blasmusikkapelle, sowie Musiker des Oldschool Rock´s, aber natürlich auch eine Hand voll wirklich Metal Begeisterter.
Aber wie so oft, bei so gemischtem Publikum, war die Stimmung und die Atmosphäre an diesem Abend sehr gut. k9Kurz vor 22.00 Uhr betraten nun „Teufelskreis“ die Bühne und lieferten eine beeindruckende Liveperformance. Als ziemlich zu Beginn der Veranstaltung das Sängerpodest kippte und in Folge die Monitorbox umfiel, bewiesen die Musiker ihre Professionalität, indem sie einfach weiter spielten. Ronny, der Sänger, sowie Sigi (Techniker von „Krankheit“) richten in der Zwischenzeit alles wieder her. Das Ganze dauerte keine 2 Minuten. Dies war aber wirklich die einzige Panne an diesem Abend, der Sound war bei beiden Bands nahezu perfekt. „Teufelskreis“ rockten ca. eine Stunde die Bühne und ich kenne jetzt wieder eine weitere tolle Liveband. 😉
„Krankheit“ sind mir ja auch keine Unbekannten mehr 😉 , deshalb wusste ich ja schon was mich erwartet, aber meine Erwartungen wurden wieder einmal übertroffen, wahrscheinlich trug auch der fette Sound dazu bei.

Am Ende waren die Musiker beider Bands überrascht über die Reaktionen der „Gugl“ Gäste. War das Publikum während der Auftritte wohl etwas zu „gelassen“, liegts am „steirischen Temperament“, oder hatte die Zurückhaltung einen anderen Grund, umso zugänglicher waren sie danach, indem sie die Nähe der Musiker suchten. Es wurden Autogramme gesammelt, Merch und Cd´s gekauft und „lobpreisende“ Worte verteilt.

Der „Rote Gugl“: Skurril, gemütlich, legendär. – Ich hoffe ich kann ihn wieder einmal besuchen.

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