AKEM MANAH – Threnodies

AKEM MANAH - Threnodies - album cover

Band: AKEM MANAH 🇧🇪
Titel: Threnodies
Label: Black Lion Records
VÖ: 03/04/26
Genre: Doom/Death/Gothic Metal

Tracklist

01. The Inevitable Fate of Francis Cobb (Intro)
02. The End of Earnest Hollow
03. The Mystery of Mosef Mehul
04. The Burning of John Briggs
05. The Journey of Nathaniel Johnson
06. The Undoing of an Unknown (Interlude)
07. The Fall of Maximillian Montagne
08. The Sleep of Eve Saldana
09. The Demise of John Dunn
10. The Hanging of Edward Hope (Outro)

 

Besetzung

Ruben Delanghe – Bass guitar
Guy Van Campenhout – Rhythm guitar
Joris Thoen – Lead guitar
Xavier De Schuyter – Guitars, keyboards, vocals

 

Bewertung:

4/5

Die Belgische Doom-Metal-Experten AKEM MANAH melden sich mit ihrem neuesten Werk zurück. Die Band, bestehend aus Ruben Delanghe am Bass, Guy Van Campenhout an der Rhythmusgitarre, Joris Thoen an der Leadgitarre sowie Xavier De Schuyter, der Gitarre, Keyboards und Gesang übernimmt, haben mit »Threnodies« ein Album geschaffen, das die Grenzen von Doom-, Death- und Gothic-Metal auslotet. Das Album erscheint am 3. April über das schwedische Label Black Lion Records und wurde von Brett Caldas-Lima in den Tower Studios editiert, gemischt und gemastert.

Dunkle Geschichten, metallisch verdichtet

Schon der Auftakt, »The Inevitable Fate of Francis Cobb«, setzt die düstere Tonalität. Das längere Intro baut eine unheilvolle Atmosphäre auf, die den Hörer auf die kommenden neun Tracks vorbereitet. Es ist ein ruhiger Einstieg, der die Spannung gezielt aufbaut, bevor »The End of Earnest Hollow« und »The Mystery of Mosef Mehul« die volle metallische Härte entfalten. Hier zeigt sich die Stärke der Band, sie verbindet schwere Riffs mit Melodien, die tief ins Gothic-Repertoire greifen. Ohne dabei die drückende Doom-Schwere zu verlieren.

Komplexe Strukturen und erzählerischer Anspruch

AKEM MANAH scheuen sich nicht vor epischer Länge. »The Burning of John Briggs« und »The Journey of Nathaniel Johnson« sind mehr als nur Songs, sie sind kleine Erzählungen, die von Schicksal, Verlust und Vergänglichkeit handeln. Die Gitarrenarbeit von Guy Van Campenhout und Joris Thoen ist dabei so präzise wie atmosphärisch, während Xavier De Schuyters Gesangslinien zwischen Melancholie und aggressiver Intensität pendeln. Die »Interlude The Undoing of an Unknown« bringt eine willkommene Atempause und unterstreicht die dramaturgische Struktur des Albums.

Tiefe und Abwechslung

Tracks wie »The Fall of Maximillian Montagne« oder »The Sleep of Eve Saldana« zeigen die Vielschichtigkeit von »Threnodies«. Die Band arbeitet mit Dynamik und Kontrasten, ruhige Passagen brechen die schweren Riffs auf, während melodische Leadlines die düstere Stimmung noch verstärken. »The Demise of John Dunn« ist ein Paradebeispiel für Doom-Metal, der sowohl wuchtig als auch emotional packend ist. Der Abschluss, »The Hanging of Edward Hope«, rundet das Album in klassischer Manier mit einem Outro ab, das nachhallt und die musikalische Reise abrundet.

Produktion und Sound

Brett Caldas-Lima sorgt dafür, dass die Schwere des Sounds nie verloren geht. Jede Gitarrenspur, jeder Basslauf und jeder Schlagzeugakzent sitzen perfekt im Mix. Die Vocals treten klar hervor, ohne die dichte Instrumentierung zu dominieren. »Threnodies« klingt roh, aber kontrolliert, es ist die Art von Produktion, die die Intensität und Dunkelheit der Musik unterstützt, ohne übermäßig glatt zu wirken.

Mit »Threnodies« liefern AKEM MANAH ein Album ab, das Fans von Doom-, Death- und Gothic-Metal gleichermaßen anspricht. Es ist kein einfaches Hörerlebnis, sondern verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf die düstere Atmosphäre einzulassen. Die Band zeigt technisches Können, erzählerisches Gespür und ein Händchen für Spannungsbögen. Vier von fünf Punkten sind hier mehr als verdient, ein Album, das sich tief in die Erinnerung einprägt und die belgische Metalszene erneut unterstreicht.

Fazit: »Threnodies« ist ein weiteres starkes Kapitel in der Diskografie von AKEM MANAH. Mit ihrer Mischung aus Doom-, Death- und Gothic-Metal liefern sie ein Album, das sowohl Fans dunkler Klänge als auch Neueinsteiger begeistern wird.

Internet

AKEM MANAH - Threnodies - CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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