Tracklist
01. Serpentine Echoes
02. Veil Of Desolation
03. Burning Shadows
04. Wilderness
05. Decay
06. Radiance
Besetzung
Penelope Matamoros – Vocals, Bass
Juan Mondragon – Guitars
Eddel Jared – Drums
Das mexikanische Black Metal Trio MUERTO kehrte mit ihrem dritten Full-Length „Eclipsed Realms“ zurück. Sie definieren sich als Post-Metal und bringen einige typische Akkorde für beide Genres, resultieren in Black Metal mit Doom-, Post-Metal- und Avant-garde-Einflüssen – vielleicht keine klare stilistische Richtung, dennoch klingen sie wie eine Band mit klarer Vision und Ansatz.
Melancholie und finstere Atmosphäre von Anfang an
Von den ersten Noten auf „Serpentine Echoes“ machen MUERTO klar, dass sie viel Melancholie in ihre Musik bringen, neben dunkler und finsterer Atmosphäre. Melodische Akkorde, distanzierte Tremolo-gepickte Lead-Gitarre, simple Akkorde und trostlose Vocals – ein Sound, der Verzweiflung evoziert, auch Aggressivität bringt. Langsames Tempo, ein Song, der für den größten Teil den Vocal-Beitrag ins Rampenlicht bringt, ein interessanter Ansatz, guter Sound und überzeugender Eröffnungstrack.
MUERTO kommen aus San Juan del Río, Querétaro, wurden 2017 von Juan Mondragon (aka Juan Mondra) (Darkside Ritual, Necronos, Vulture, ex-Castleumbra) an Gitarren und Penelope Matamoros (aka Penny Smitten) (ex-Mandragorah, ex-Darkside Ritual (live)), die Vocals und zuletzt auch Bass spielt, gegründet. 2023 trat Eddel Jared (Metal Invaders, Stoom, Darkside Ritual (live), Noctivaria) der Band an Drums bei.
Der nächste Song „Veil Of Desolation“ startet noch langsamer und mit nur einer traurigen Melodie, gespielt auf Akustikgitarre, mit dem Rest der Band, der langsam beitritt. Dieselbe weinende Lead-Gitarre und angepisste Vocals, dieselbe dunkle Atmosphäre. Der Song geht im Crescendo, und am Punkt maximalen Dramas ist der Sound voll und aggressiv, nur um zu minimalistischem Ansatz zurückzukehren – und die Wechsel setzen sich fort. Es gibt klare Amenra-Einflüsse, besonders auf den ruhigeren und langsameren Passagen. Atmosphärisch, losgelöst, kalt und schafft dennoch viel Druck.
Minimale Produktion mit Vocal-Dominanz
Die Produktion respektiert den minimalen Ansatz, den man im Songwriting hören kann – die Vocals haben viel Gewicht im Gesamtsound, überschatten den Rest der Instrumente. Es ist fast keine Rhythmussektion präsent, ein Sound gemacht, um der Atmosphäre zu folgen, die die Band schafft.
Viel schneller und mit vollerem Sound kommt „Burning Shadows“ – ein guter Rhythmus, aktives Drumming, eine viel komplexere Komposition. Immer noch sind die Vocals dominant im Sound, besser integriert – sie klingen überzeugend, wenn sie voll involviert sind und weniger minimalistisch. „Wilderness“ bringt die beste Balance zwischen allen Instrumenten – einer der überzeugendsten Songs im Album, kombiniert Aggressivität und Melancholie, gute Gitarren-Beiträge, immer noch ein Song zwischen Black Metal und modernen Doom- und Post-Metal-Einflüssen.
Langsamer und simpler Sound kehrt in „Decay“ zurück, auch mit Clean Singing, bellende Vocals schaffen danach ein bisschen Spannung. Fast keine anderen Instrumente können in einem Song gehört werden, der total die Stimme von Penelope Matamoros betont – leider funktionieren die Clean Vocals nicht wirklich, drehen den Sound mehr in einige andere Genres, und wieder können Einflüsse oder sogar Imitationen von Amenra auf bestimmten Passagen gehört werden.
Und das finale Stück „Radiance“ bleibt ruhig und entkleidet von Instrumenten, wieder mit cleanen, verhallenden Vocals und Akustikgitarren – ein finaler Trip in Post-Metal-Territorien, kombiniert mit kurzen Ausbrüchen rasender Interferenzen von simplen und melodischen Black Metal Passagen. Viel Kontrast zwischen diesen zwei so unterschiedlichen Sounds.
Wechsel statt kohärente Stilmischung
Vocals dominieren absolut den ganzen Sound, mit rohem, gequltem Ansatz, schaffen es gleichzeitig, Emotionen auszudrücken. Nichts Schlechtes oder Ungewöhnliches hier, aber MUERTO bieten viel mehr, wenn sie als Ganzes als Band involviert sind. Die Post-Metal-Seite der Band ist nicht so gut integriert in die Melodien, und die zwei so unterschiedlichen Ansätze sind mehr wie Wechsel zwischen den Stilen als eine kohärente Mischung von ihnen.
Die rohen Emotionen, ausgedrückt in ihrer puren Form, sind das, was dieses Release ansprechend macht. Das Album kommt mit Wendungen und manchmal überraschenden Ansätzen, hält den Hörer involviert. MUERTO drücken Emotionen aus in erstickender Dunkelheit, eine obsessive, gequälte Stimme. Eine Band, die Aufmerksamkeit wert ist, und ein Album, das einige gute musikalische Momente hat.
Fazit: Das letzte Album von MUERTO, „Eclipsed Realms“, zeichnete sich durch melancholische Melodien, düstere Stimmungen und raue, gequälte Vocals aus.






