Band: BRACHMOND 🇩🇪
Titel: Tanz Der Elemente
Label: Hicktown Records
VÖ: 11/09/26
Genre: Folk Rock/Metal

Tracklist

01. Asgard
02. Schatten Und Licht
03. Der Henker
04. Tanz Der Elemente
05. Die Schlacht
06. Spiegelbild
07. Der Fährmann
08. Verlorene Tränen
09. Wimpernschlag
10. Labyrinth
11. Der Jäger
12. Teufelstanz
13. Geister Der Nacht

 

Besetzung

Stefanie – Vocals
Severin Schmid – Vocals, guitar, acoustic guitar, bouzouki, flute
Max Schmid – Bass, Vocals
Valentin Seipt – Bagpipes, Flute
Marianne Lasota – Violin
Christian Maier – Guitar
Stefan – Guitar
Michael Paintner – Drums

 

Bewertung:

4/5

BRACHMOND gehören zu jenen Bands, bei denen man nicht lange überlegen muss, in welche musikalische Ecke sie gehören. Dudelsack, Geige und Flöte treffen auf fette Gitarren, treibende Drums und jede Menge Folk-Flair. Dazu kommen Irish Bouzouki und mehrere Stimmen, die dem Ganzen zusätzliche Farbe verleihen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Folk Rock und Metal, die mal düster und schwer, dann wieder verspielt und ausgesprochen tanzbar aus den Boxen kommt.

Seit über zehn Jahren ist die Band aus dem Münchner Umland unterwegs. In dieser Zeit haben sich BRACHMOND vor allem live einen Namen gemacht. Das legendäre TANZT!-Festival in München gehört ebenso zu ihren Stationen wie zahlreiche kleinere und größere Bühnen in Deutschland. Nach ersten Singles im Jahr 2025 folgt nun mit „Tanz Der Elemente“ das zweite Studioalbum. Produziert wurde die Platte von Reinhard von Wegen.

Ein ziemlich voller Klang

Schon mit „Asgard“ zeigen BRACHMOND, was auf den kommenden 13 Songs zu erwarten ist. Die Gitarren drücken ordentlich nach vorne, während Dudelsack und folkloristische Melodien sofort für die passende Atmosphäre sorgen. Das klingt groß, ohne gleich in übertriebene Pathos-Gefilde abzudriften. Der Song funktioniert als Einstieg ziemlich gut und macht neugierig auf den Rest.

„Schatten Und Licht“ geht etwas melodischer zu Werke. Hier kommt besonders gut zur Geltung, wie BRACHMOND ihre unterschiedlichen Einflüsse miteinander verbinden. Die Folk-Instrumente sind nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern gehören fest zum Sound. Genau das macht einen Teil des Reizes der Band aus.

Mit „Der Henker“ wird es anschließend wieder etwas dunkler. Der Song passt hervorragend in die mittelalterlich angehauchte Welt, die BRACHMOND auf dem Album immer wieder aufbauen. Geschichten von Schlachten, Fährmännern, Jägern, Geistern und anderen düsteren Gestalten ziehen sich durch die Titel und geben der Platte eine klare Richtung.

Folk trifft auf ordentlich Druck

Der Titelsong „Tanz Der Elemente“ ist einer der Tracks, bei denen die Band ihre Mischung besonders überzeugend auf den Punkt bringt. Hier darf gerockt werden, ohne dass der Folk-Anteil in den Hintergrund rückt. Gerade solche Songs dürften ihre eigentliche Stärke auf der Bühne entwickeln. Man kann sich ziemlich gut vorstellen, wie bei den ersten Takten im Publikum die ersten Köpfe und Beine in Bewegung kommen.

BRACHMOND haben dabei ein gutes Gespür für Dynamik. Das Album besteht nicht nur aus Vollgasnummern. „Spiegelbild“ nimmt beispielsweise etwas Tempo heraus und setzt stärker auf Atmosphäre und Melodie. Auch „Verlorene Tränen“ schlägt eine emotionalere Richtung ein. Diese ruhigeren Momente sind wichtig, denn sie geben den härteren Songs anschließend wieder mehr Wirkung.

Danach geht es mit „Wimpernschlag“ und „Labyrinth“ wieder kräftiger zur Sache. Die Gitarren bekommen mehr Raum, während Dudelsack, Flöte und Geige weiterhin für den unverwechselbaren Folk-Touch sorgen. Gerade die Instrumentierung ist eine der interessanteren Seiten des Albums. BRACHMOND verlassen sich nicht nur auf bekannte Mittelalterrock-Klischees, sondern haben genügend musikalische Zutaten, um ihren Songs unterschiedliche Gesichter zu geben.

Für die Bühne gemacht

Spätestens bei „Der Jäger“ und „Teufelstanz“ wird klar, dass BRACHMOND ihre Musik nicht ausschließlich für den heimischen Kopfhörer schreiben. Die Stücke besitzen diese gewisse Live-Energie, die gerade bei Folk Rock und Metal entscheidend ist. Mitsingen, Tanzen, Mitklatschen oder einfach nur die Haare fliegen lassen, vieles davon dürfte bei einem BRACHMOND-Konzert problemlos funktionieren.

„Geister Der Nacht“ bildet schließlich einen passenden Abschluss. Der Song greift noch einmal die dunklere Seite des Albums auf und lässt die Platte atmosphärisch ausklingen.

Was „Tanz Der Elemente“ besonders zugutekommt, ist die Abwechslung. Nicht jeder Song setzt sich sofort im Kopf fest, und an einigen Stellen hätte man sich vielleicht noch etwas mehr Mut zu überraschenden Wendungen gewünscht. Dafür bleibt das Album über die gesamte Spielzeit interessant und wirkt nie wie eine Aneinanderreihung von Songs, die nach demselben Muster funktionieren.

BRACHMOND machen auf „Tanz Der Elemente“ ziemlich genau das, was man sich von einer guten Folk-Rock/Metal-Band erwartet. Es gibt ordentlich Gitarrendruck, eingängige Melodien, folkloristische Instrumente und eine Atmosphäre, die zwischen düster, mystisch und ausgelassen pendelt.

Besonders gelungen ist die Verbindung von Dudelsack, Geige, Flöte und Bouzouki mit dem rockigen Fundament. Dadurch entsteht ein Sound, der seine Wurzeln im Mittelalterrock nicht verleugnet, gleichzeitig aber genügend eigene Farbe besitzt.

„Tanz Der Elemente“ ist keine Platte, die sich in jeder Sekunde neu erfindet. Das muss sie aber auch nicht. BRACHMOND liefern ein stimmiges und abwechslungsreiches Album ab, das vor allem dann seine volle Wirkung entfalten dürfte, wenn diese Songs vor einem tanzenden und feiernden Publikum erklingen. Für Fans von Folk Rock und Metal mit einer ordentlichen Portion Mittelalter-Flair ist „Tanz Der Elemente“ daher definitiv einen Durchlauf wert.

Fazit: „Tanz Der Elemente“ von BRACHMOND bietet eine abwechslungsreiche Mischung, die sowohl alte Fans als auch Neueinsteiger überzeugen dürfte.

Internet

BRACHMOND - Tanz Der Elemente - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.