Tracklist
01. Intro
02. Undead Rebirth
03. The Face Of Death
04. Master Of Hell
05. Remorse
06. Storm Of Steel
07. Death And Decay
08. Fasttrack
09. Demonic Assault
Besetzung
Oliver Rytkönen – Rhythm Guitar & Vocals
Jesper Jönsson – Lead Guitar
Viktor Lundberg – Bass
Viktor Suominen – Drums
Steigen wir kurz in die Vergangenheit, genauer gesagt in die 1980er Jahre. Eine Ära, in der sich in Deutschland eine rohe, ungezähmte Thrash-Metal-Bewegung formierte, die bis heute nachhallt. Bands wie KREATOR, DESTRUCTION und SODOM setzten damals Maßstäbe und lieferten Veröffentlichungen, die nicht nur eine Szene definierten, sondern ein ganzes Genre prägten. Dieser Geist wirkt bis heute nach, auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
In genau diesem Spannungsfeld bewegen sich SAVAGE MANIA, eine 2019 gegründete Band aus Schweden. Das Quartett besteht aus Oliver Rytkönen (Rhythm Guitar, Vocals), Jesper Jönsson (Lead Guitar), Viktor Lundberg (Bass) und Viktor Suominen (Drums). Schon mit ihrem Debütalbum »Demonic Assault« zeigt die Band, dass sie diese klassische Thrash-DNA nicht nur versteht, sondern mit eigener Energie auflädt.
Sound zwischen Tradition und Frontalangriff
»Demonic Assault« wirkt wie ein bewusst gesetzter Rückgriff auf die frühen Tage des Thrash-Metal, ohne dabei wie ein bloßes Retro-Projekt zu klingen. Die Produktion ist roh genug, um die Kante zu behalten, aber klar genug, um die einzelnen Instrumente nicht im Chaos untergehen zu lassen.
Schon der Einstieg mit dem Intro setzt eine düstere Atmosphäre, die direkt in »Undead Rebirth« übergeht. Hier wird schnell klar, worauf SAVAGE MANIA abzielen! Tempo, Aggression und ein ungebremster Spielfluss, der sich selten Zeit zum Durchatmen nimmt. Rytkönens Vocals bleiben dabei rau und direkt, ohne unnötige Experimente, eher im klassischen Thrash-Spirit verwurzelt.
»The Face Of Death« und »Master Of Hell« treiben diese Linie konsequent weiter. Besonders auffällig ist das Zusammenspiel zwischen Jesper Jönssons Leadgitarren und dem rhythmischen Fundament der anderen Instrumente. Die Soli sind nicht überladen, sondern setzen gezielte Akzente, die den Songs zusätzliche Dynamik geben.
Zwischen Raserei und Struktur
Ein interessanter Aspekt des Albums ist die Balance zwischen Geschwindigkeit und kontrollierter Struktur. Tracks wie »Storm Of Steel« und »Fasttrack« setzen klar auf Tempo und erinnern an die ungebremste Energie früher Genreklassiker. Gleichzeitig gelingt es der Band, die Songs nicht in reine Raserei kippen zu lassen.
»Remorse« bietet einen kurzen Moment der Abwechslung, ohne die Grundstimmung zu verlassen. Hier zeigt sich, dass SAVAGE MANIA nicht nur auf Geschwindigkeit setzt, sondern auch ein Gespür für Spannungsaufbau entwickelt hat.
Der Bass von Viktor Lundberg bleibt dabei oft im Hintergrund, erfüllt aber eine stabile, tragende Rolle, während Drummer Viktor Suominen mit präzisem, druckvollem Spiel die Richtung vorgibt. Besonders in »Death And Decay« wird deutlich, wie eng Rhythmusarbeit und Gitarrenarbeit miteinander verzahnt sind.
Der Titeltrack als Kernstück
Mit »Demonic Assault« liefert die Band den längsten und vielleicht auch ambitioniertesten Song des Albums. Hier bündeln sich die bisherigen Elemente noch einmal stärker. Wechselnde Tempi, markante Riffs und ein dunkler Grundton machen den Track zu einem zentralen Punkt der Platte.
Es ist kein überproduzierter Höhepunkt, sondern eher ein konsequenter Abschluss einer durchgehend aggressiven Reise. Die Band zeigt hier, dass sie auch längere Spannungsbögen tragen kann, ohne an Intensität zu verlieren.
SAVAGE MANIA liefern mit »Demonic Assault« ein Debütalbum ab, das sich klar in der Tradition des klassischen Thrash-Metal verortet, dabei aber nicht wie ein bloßes Zitat wirkt. Die Band versteht es, den Geist der 80er Jahre aufzunehmen und in eine moderne, rohe und dennoch strukturierte Form zu bringen.
Natürlich bewegt sich das Album stilistisch auf bekannten Pfaden. Überraschungen im großen Stil bleiben aus. Genau das ist aber auch Teil des Konzepts. Statt Innovation um jeden Preis gibt es hier ehrliche, direkte und energiegeladene Musik, die ihre Wirkung vor allem über Intensität entfaltet.
Mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten ist »Demonic Assault« ein starkes Debüt, das vor allem Fans klassischer Thrash-Schulen ansprechen dürfte. Wer die alten Tage von KREATOR, DESTRUCTION oder SODOM schätzt, wird hier viele vertraute Momente finden, ohne dass es sich nach bloßer Kopie anfühlt.
Fazit: Mit »Demonic Assault« setzen SAVAGE MANIA ein starkes Zeichen im Thrash-Metal-Bereich.






