XTASY - Phoenix - album cover

Band: XTASY 🇪🇸
Titel: Phoenix
Label: Art of Melody Music / Burning Minds Music Groups
VÖ: 10/04/26
Genre: Melodic Hard Rock

Tracklist

01. Too Late
02. Can’t Get Enough
03. If I Fall
04. Good Enough
05. We Live and Die for Rock ‘n Roll
06. No One Like You
07. Time We Won’t Forget
08. Carry On
09. Save Me
10. One Heart, One Fire

 

Besetzung

Silvia Idoate – Vocals
Jorge Olloqui – Guitars
Carles Salse – Guitars
David Zarzosa – Bass
Javi Herrero – Drums

 

Bewertung:

4/5

Mit ihrem neuesten Album »Phoenix« zeigen XTASY, dass sie mehr als nur ein weiterer melodischer Hard-Rock-Act sind. Silvia Idoate übernimmt weiterhin die kraftvollen Vocals, unterstützt von den Gitarristen Jorge Olloqui und Carles Salse. Neu im Line-up sind Javi Herrero am Schlagzeug, bekannt von ZENOBIA, und David Zarzosa am Bass. Zusammen formen sie eine Formation, die auf diesem Album ihre musikalische Reife eindrucksvoll unter Beweis stellt. Gegründet in Spanien, haben sich XTASY mit ihrer Mischung aus melodischem Hard-Rock und eingängigen Hooks einen Namen gemacht.

Von Schweden inspiriert

Die Entstehung von »Phoenix« ist eng verbunden mit kreativen Sessions in Schweden, bei denen neben der Band auch Erik Mårtensson in den Schreibprozess involviert war. Mårtensson, der bereits durch seine Arbeit bei ECLIPSE und W.E.T. bekannt ist, steuerte maßgeblich zum Songwriting bei und zeichnete sich außerdem für das Mixing und Mastering im Mass Destruction Studios in Sölleron verantwortlich. Das Ergebnis ist ein Album, das trotz moderner Produktion nie steril wirkt, sondern seine Energie und Dynamik behält.

Hymnen für den Alltag

Schon der Opener »Too Late« setzt die Richtung, treibender Rhythmus, prägnante Gitarrenriffs und Idoates markante Stimme, die den Hörer sofort packt. »Can’t Get Enough« und »If I Fall« verbinden klassische Hard-Rock-Strukturen mit melodischen Hooks, die hängenbleiben, ohne kitschig zu wirken. Die Songs wirken durchdacht arrangiert, jeder Instrumentalpart trägt zum Ganzen bei, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Besonders hervorzuheben ist »We Live and Die for Rock ‘n Roll«, das den Spirit von Bands der Achtziger aufgreift, ohne altmodisch zu wirken. Hier zeigen XTASY ihr Gespür für ansteckende Refrains und ein kraftvolles Zusammenspiel. »No One Like You«, eine Hommage an persönliche Bindungen und Loyalität, fällt durch emotionale Gitarrenlinien auf, während »Time We Won’t Forget« eine nachdenklichere Seite der Band zeigt. Balladenmomente triffen auf leicht groovende Melodic-Hard-Rock Fragmente.

Energie und Emotion

»Carry On« und »Save Me« demonstrieren die Stärke von Silvias Stimme in Kombination mit Olloqui und Salses Gitarrenarbeit. Gerade bei »Carry On« merkt man, wie die neuen Mitglieder den Bandklang bereichern. Herreros Schlagzeugspiel bringt Drive und Präzision, Zarzosa sorgt für eine druckvolle Tiefe im Bassbereich, die den Songs den nötigen Punch verleiht.

Der Abschluss mit »One Heart, One Fire« rundet das Album episch ab. Hymnisch, mit Mitsing-Refrain und melodischem Finale, hinterlässt der Track einen bleibenden Eindruck. Wie eine Einladung, die Platte direkt noch einmal von vorne zu hören.

Produktion mit Handschrift

Mårtenssons Arbeit im Mass Destruction Studios zahlte sich aus. Der Sound von »Phoenix« ist klar, die Instrumente fügen sich harmonisch zusammen, ohne Kompromisse bei der Härte einzugehen. Jeder Song wirkt sorgfältig produziert, ohne steril zu sein. Die Mischung aus kraftvollen Riffs, treibendem Rhythmus und melodischem Gesang gelingt XTASY hervorragend.

Mit »Phoenix« liefern XTASY ein Album ab, das sowohl Fans von klassischem Hard-Rock als auch Hörer, die es melodisch mögen, anspricht. Neue Bandmitglieder, frisches Songwriting und eine prägnante Produktion machen den Release zu einem starken Statement. Einige Songs hätten vielleicht etwas kürzer ausfallen können, aber insgesamt zeigt die Band eine beeindruckende Weiterentwicklung.

Fazit: »Phoenix« ist ein starkes, vielseitiges Album, das XTASY auf dem Weg nach oben begleitet.

Internet

XTASY - Phoenix - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.