ÖTTE veröffentlicht „Seelenfresser“-Video – „Rockin’ Clown“ kommt 2026 und Heimspiel auf der Landesgartenschau steht bevor

Bei ÖTTE bleibt der Fuß auch 2026 auf dem Gaspedal. Der erfahrene Rocker aus dem Rheinland schickt mit „Seelenfresser“ einen seiner härteren Songs ins Rennen und rückt damit zugleich das kommende Studioalbum „Rockin’ Clown“ weiter ins Blickfeld. Musikalisch bewegt sich ÖTTE dabei längst nicht ausschließlich im klassischen Deutschrock: Heavy Rock, kerniger Hard Rock und Rock’n’Roll treffen auf deutlich hörbare Metal-Einflüsse. Gerade die melodisch geführten Leadgitarren und der stellenweise kräftig zupackende Gitarrensound geben dem aktuellen Material eine metallische Schlagseite, ohne dass ÖTTE seine deutschsprachige Rockidentität dafür über Bord werfen müsste.
„Seelenfresser“ gehört bereits seit der ersten Entstehungsphase des neuen Materials zu den kompromissloseren Stücken im ÖTTE-Katalog. Inhaltlich geht es um Menschen, die andere manipulieren, Konflikte produzieren und ihrem Umfeld permanent Energie entziehen. ÖTTE richtet den Blick dabei auch auf jene Zeitgenossen, die sich besonders in den sozialen Netzwerken von Streit, Hetze und Intrigen ernähren. Aus anfänglicher emotionaler Zerrissenheit entwickelt sich der Song deshalb zunehmend zu einer klaren Abrechnung: erkennen, Grenzen ziehen und den zerstörerischen Einfluss aus dem eigenen Leben entfernen.
Passend zu diesem Thema fährt die Musik die Krallen aus. Die Gitarren stehen weit vorne, das Tempo zieht an und zwischen massivem Heavy Rock und klassischem Hard Rock blitzen immer wieder Metal-Elemente auf. Besonders die melodischen Leadgitarren sorgen dafür, dass „Seelenfresser“ stellenweise näher an traditionellen Heavy-Metal-Strukturen liegt, als man es von vielen deutschsprachigen Rockproduktionen erwarten würde. Dabei bleibt der Song allerdings klar auf Melodie und einen unmittelbar greifbaren Refrain ausgerichtet.
Zu hören ist die Nummer auch auf der am 29. Mai 2026 über NRT-Records veröffentlichten EP „Prolog“. Gemeinsam mit „Rockin’ Clown“, „Theater In Berlin“ und „Kalter Morgen“ bildet „Seelenfresser“ dort den ersten offiziellen Vorgeschmack auf das kommende Album. Gitarrist und Produzent Frank Bothur hat gemeinsam mit ÖTTE die neuen Stücke arrangiert und sämtliche Gitarrenparts des Materials eingespielt. René Radke übernimmt den Bass, Michael Hahn sitzt am Schlagzeug; für die Live-Umsetzung ergänzt zudem Jan Ackermann die Mannschaft an der zweiten Gitarre.
Der Clown ist zurück – und diesmal wird es laut
Die programmatische Rolle innerhalb des neuen Kapitels übernimmt der Titelsong „Rockin’ Clown“. Der Track erzählt von einer Bühnenfigur, die zwar Narben davongetragen hat, sich davon aber nicht aus dem Rampenlicht drängen lässt. Hinter dem Grinsen des Clowns liegen Enttäuschungen, Rückschläge und dunklere Phasen, doch statt sich zurückzuziehen, verwandelt er genau diese Erfahrungen wieder in Rock’n’Roll. Der Clown will keinen Trost – er will zurück auf die Bühne.
Das aktuelle Video zu „Rockin’ Clown“ gibt es hier:
Das dazugehörige Album „Rockin’ Clown“ soll noch 2026 offiziell über NRT-Records erscheinen und wird ÖTTE sowohl digital als auch physisch in sein nächstes Solokapitel führen. Ursprünglich lief das Projekt noch unter dem Arbeitstitel „Tanzen im Regen“, nach dem Einstieg bei NRT-Records wurde das Konzept jedoch neu geordnet und schließlich nach einem der zentralen Songs in „Rockin’ Clown“ umbenannt.
Damit setzt Christian „ÖTTE“ Otte eine Karriere fort, die wesentlich weiter zurückreicht als die aktuelle Bandbesetzung. Bereits Ende der Neunziger wurde die ÖTTEBAND zu einem festen Bestandteil der regionalen Rockszene. Über die Jahre führten ihn seine verschiedenen Projekte auf große Bühnen, während er sich parallel immer wieder zwischen geradlinigem Rock, Singer-Songwriter-Momenten, progressiveren Einflüssen und härteren Gitarren bewegte.
ÖTTE und Udo Lindenberg: Seit Jahren Teil des Panik-Kosmos
Eng mit ÖTTEs musikalischer Vita verbunden ist außerdem Udo Lindenberg. Dabei geht es nicht lediglich um einen stilistischen Einfluss. ÖTTE bezeichnet Lindenberg seit vielen Jahren als eines seiner wichtigsten musikalischen Vorbilder und erklärte bereits früher, dass der Panikrocker ihn maßgeblich zur deutschsprachigen Musik gebracht habe.
Aus der Fan-Begeisterung entwickelte sich schließlich eine dauerhafte Verbindung zum sogenannten Rockliner-Kosmos. Nach den ersten Lindenberg-Rockliner-Fahrten gehörte ÖTTE zu den Initiatoren des Rockliner-Veteranen-Treffens, das seit 2010 ehemalige Mitfahrer und Fans der Touren zusammenbringt. 2015 kam es dann zu einem besonderen Moment: Bei einer Veranstaltung auf der Elbe stand ÖTTE gemeinsam mit Udo Lindenberg auf dem Schiff und sang mit ihm seinen eigenen Rockliner-Piratensong. Die regelmäßigen Rockliner-Treffen führt ÖTTE bis heute weiter. Lindenbergs Mischung aus deutschsprachigem Rock, Persönlichkeit und großer Bühnenfigur ist damit ein Teil jener musikalischen DNA, aus der auch ÖTTE seinen eigenen Weg entwickelt hat.
„Der Phönix aus der Asche“ kehrt digital zurück
Parallel zum neuen Material arbeitet ÖTTE gemeinsam mit NRT-Records an der Neuordnung seines umfangreichen Backkatalogs. Ganz vorne auf der Liste steht dabei „Der Phönix aus der Asche“, das fünfte und endgültig letzte Studioalbum der ÖTTEBAND. Das Werk erschien ursprünglich 2024, kurz bevor das Kapitel der Band nach internen Differenzen endgültig beendet wurde.
Mit Songs wie „Phönix“, „Neuland“, „Helden“, „Liebe bleibt“, „Dieses eine Leben“, „Aus Freund wird Feind“, „Warum ist das so“, „Regenbogen“ und „Vorbei“ markiert die Platte damit zugleich Schlusspunkt und Ausgangspunkt: Das Ende der ÖTTEBAND führte letztlich zurück zu ÖTTE als Solokünstler und damit indirekt auch zu jenem neuen Kapitel, das heute unter dem Namen „Rockin’ Clown“ läuft.
Den kompletten Albumstream von „Der Phönix aus der Asche“ gibt es hier:
Heimspiel auf der Landesgartenschau Neuss
Bevor das neue Albumkapitel vollständig aufgeschlagen wird, steht für ÖTTE allerdings zunächst ein echtes Heimspiel auf dem Programm. Am 13. September 2026 tritt der Musiker im Rahmen der Landesgartenschau Neuss auf. Unter dem Motto „Das neue Solo Kapitel“ kehrt er damit nach Jahren wieder mit kompletter Band auf eine große Bühne seiner Heimatstadt zurück.
Los geht es um 18:00 Uhr auf der Sparkassen-Bühne, angesetzt ist der Auftritt bis 19:30 Uhr. Mit dabei sind Frank Bothur und Jan Ackermann an den Gitarren, René Radke am Bass sowie Michael Hahn am Schlagzeug. Ein zusätzliches familiäres Kapitel schlägt an diesem Abend ÖTTEs Sohn Kevin Otte auf, der sein Projekt Project K.O. vorstellt.
Für ÖTTE dürfte der Auftritt damit weit über einen weiteren Termin im Konzertkalender hinausgehen. Die ÖTTEBAND war zwischen Ende der Neunziger und 2010 fest mit der Neusser Musiklandschaft verbunden. Nun führt ihn ausgerechnet das Solo-Comeback mit neuem Material, neuer Mannschaft und einem deutlich härteren Heavy-Rock-Sound zurück in die Heimat.
ÖTTE live bei der Landesgartenschau Neuss:
13. September 2026
18:00 – 19:30 Uhr
Sparkassen-Bühne
Landesgartenschau Neuss
Zwischen „Seelenfresser“, der Rückkehr des „Rockin’ Clown“, der digitalen Wiederbelebung von „Der Phönix aus der Asche“ und dem Neusser Heimspiel laufen bei ÖTTE damit derzeit mehrere Kapitel seiner Laufbahn gleichzeitig zusammen. Und wer beim Begriff Deutschrock vorschnell an musikalische Scheuklappen denkt, sollte bei den neuen Songs etwas genauer hinhören: Die Gitarren sprechen mittlerweile stellenweise eine ziemlich deutliche Heavy-Metal-Sprache.






