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Palace – Divine Intervention

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Band: Palace
Titel: Divine Intervention
Label: STF Records
VÖ: 2008
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wem typischer Power Metal ohne Kitsch und Bombast gefällt und vor Bands wie Accept, U.DO., Chinchilla und Konsorten niederkniet, der sollte mal ein Auge bzw. ein Ohr auf Palace werfen. Die Speyrer Herrschaften sind seit nunmehr 10 Jahren im Geschäft, gelten aber eher als Geheimtipp. Bis dato konnte man Toy of Rage (1996), Unsolved Mysteries (1999), Machine Evolution (2003), Live in Herxheim (2004) und Black Sun (2006) veröffentlichen. Seit 2006 war es eher ruhig geworden und nun sind Harald ‚HP‘ Piller (voc & guit), Jason Mathias (voc & guit), Joachim Jacobitz (bass) und Harry Reiter (drums) mit dem neuesten Streich „Divine Intervention“ zurück. Bleibt mir nur zu sagen Kutte auspacken, anlegen und in Bangerposition begeben.

Recht düster beginnt „Generation Psi Forces“ mit einem schaurigen Psychointro. Gleich im Anschluss erschallt ein geiles Gitarrenduett. Feinster Power Metal Stahl im Stile der 80er und so was lässt mich laut aufhorchen. Erinnert sich noch jemand an die ehemaligen Running Wild Miglieder die X-Wild gegründet haben. Sehr ähnlich ist auch hier der Rhythmus, wenn auch hier mit zwei Gitarren gearbeitet wird. Recht rau ist die Stimme des Fronters. Mit dieser Reibeisenstimme ist er dennoch sehr variabel und absolviert auch höhere Tonlagen gekonnt. Ture Metallischer kann man einen Titel nicht wählen wie „Metal Angels“. Mit einem Balalaikaintro wird hier aufgewartet. Danach wird aber wieder gleich das Pedal ordentlich gedrückt, wenn auch die Geschwindigkeit ein wenig gedrosselt wurde und man sich hier im schnelleren Midtempobereich aufhält. Gute Kopfschüttelnummer die nicht unbegründet ein wenig an Bands im Stile der 80er erinnert wie z.B. Accept oder Risk. Ohne das sie dabei vergessen neue Ideen zu verarbeiten und umzusetzen. Vor allem die groovigen Basslastigen Unterbrechungen sind eine gute Abwechslung und man strotzt nur so vor Energie, wie man es leider oft bei vielen anderen Bands aus diesem Genre vermisst. Weiter geht es mit Sprechchören und einem Düsterintro bei „Divine Intervention“. Im Anschluss wird eindeutig mehr gerockt und höhere Vocals kommen zum Einsatz. Die hohen Vocals sind aber nur von kurzer Dauer, denn Shouter Harald rotzt wieder unvermindert weiter, dass es eine Freude ist. Die fetten Chorgesänge im Mittelteil sind eine nette Idee und kommen sehr gut rüber. „Injection of Affection“ wartet mit einem orchestralen Anfang auf, was sich sehr gut und heroisch anhört. Da hat man sich aber ordentlich ins Zeug gelegt. Etwas rockiger wird hier weiter gemacht. Moderne Ideen wurden hier mehr eingesetzt, was man vor allem bei den Gitarren hört. Sehr gute Midtemponummer zum lockeren Mitbangen. Man wechselt immer wieder von kurzen Stopps bis hin zu schnelleren Midtemposphären, was das Ganze recht bunt erscheinen lässt. Vor allem die sauberen Riffs die an und ab erschallen sind ein wahrer Hörgenuss und unterstreichen das Können der Seitenhexer. Noch um Ecken schneller wird nun bei „The last Waltz“ weiter gemacht. Eine recht groovige Nummer mit viel Charme. Vor allem die Mitsingrefrains sind ein Hammer und passen wie die Faust aufs Auge. Ruhig und beschaulich startet nun „Bloodsuckers“. Die Damenvocals die am Anfang erschallen sind superb. Der Tieftöner beweist gleich im Anschluss sein Können, bevor Sekunden später die Formation ordentlich abgeht. Etwas schneller wie die beiden Vorgängertracks kann man hier dem Zuhörer weit mehr als nur ein lockeres Kopfnicken entlocken. Sehr flott rockt nun die Nummer „The Honest and the Brave“. Eine fröhliche Rocknummer mit genialen Refrains die für alle jene bestimmt sind, die gerne lauthals Mitkrakelen. An vorletzter Stelle wurde nun „The Healer“ platziert. Eine Nackenbrecher wie sie im Buche steht. Flotte Arrangements werden mit feinen groovigen Basslinien untermalt. Da kann man nur sagen, lasset euer wallendes Haar durch die Luft wirbeln. Düster beginnt die letzte Nummer des Albums „When I die“ die sehr ähnlich wie die Vorgängernummer startet. Die Vocals wurden etwas moderner verzerrt, was das Ganze recht modern und ausgewogen erscheinen lässt. Recht hymnenhaft klingt der Song unterm Strich. So beschließen die Jungs von Palace das Album noch mal mit einer netten Midtemponummer.

Fazit: Feinster Power Metal Stahl mit doch einigen modernen Einfällen, dennoch bleibt man den Traditionen treu und liefert so feinste Kost für all jene die Accept, U.D.O., Chinchilla, Risk und Co lieben.

Tracklist:

01. Generation Psi Forces 05:17
02. Metal Angels 04:59
03. Divine Intervention 04:25
04. Injection of Affection 05:39
05. The last Waltz 05:07
06. Bloodsuckers 05:15
07. The Honest and the Brave 04:22
08. The Healer 04:30
09. When I die 04:21

Besetzung:

Harald ‚HP‘ Piller (voc & guit)
Jason Mathias (voc & guit)
Joachim Jacobitz (bass)
Harry Reiter (drums)

Internet:

Palace Website

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Brother Firetribe – Heart full of Fire

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Band: Brother Firetribe
Titel: Heart full of Fire
Label: Spinefarm Records
VÖ: 2008
Genre: Hard Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die finnischen Melodic Rock/Metaller Brother Firetribe haben nach ihrem 2006 veröffentlichten Album „False Metal“ für viel Furore gesorgt und nun kehren sie mit „Heart Full of Fire“ zurück. Vielen dürfte die Band bis dato nichts gesagt haben. Auch ich wusste nur soviel das Nightwish Winzling Emppu Vuorinen (guit) hier mitwirkt. Dennoch die Herrschaften haben sich gehörig ins Zeug gelegt um nicht als Sideprojekt zu gelten. Das Line Up ließt sich wie folgt: Jason Flinck (bass) Pekka Ansio Heino (voc), Emppu Vuorinen (guit), Tomppa Nikulainen (keys) und Kalle Tornialinen (drums). Na dann werden wir ihr Machwerk mal genauer unter die Lupe nehmen.

Recht modern und Düster ist der Beginn von „Who Will You Run To Now“. Binnen Sekunden erschallen aber gleich fröhliche Keyboardklänge. Am Anfang steuert man Richtung Midtempobereich, aber binnen Sekunden wird der Gashahn aufgedreht und die Herrschaften rocken recht schnell daher. Nette Melodiestrukturen gepaart mit tollen, gefühlvollen Vocals. Mit einem superben Klavierintro wartet nun „Wildest Dreams“ auf. Irgendwie erinnert das Stück an eine schnelle Version von Whitesnake. Netter Midtemporocker mit vielen guten, warmen Melodien und tollen satten Keyboardeinlagen. Bretternd schnell beginnt „Runaways“, aber binnen Sekunden wird die Geschwindigkeit gedrosselt und man steuert in ruhigere Gefilde. Nein Ballade ist es keine geworden, lediglich eine ruhigere, gefühlvollere Rocknummer. Deutlich erdiger und rauer erschallt nun „Game They Call Love“ aus den Boxen. Dass man aber die Schiene nicht durchgehend fährt, dafür sorgen die Gesänge von Pekka der, so meine ich viel Potential besitzt und dies auch verwirklicht. Ein weiteres ruhigeres Stück ist nun „Play It From The Heart“. Zu Beginn packen es die Finnen etwas balladesker an, aber im Gesamten haben die Burschen auch hier ein ruhiger, rockendes Stück geschrieben und mit vielen Melodien angereichert. Mit einem deutlich modernen Anstrich wartet man nun beim Beginn von „Heart Full Of Fire“ auf. Binnen Sekunden wird wieder mehr Gas gegeben.

Die Duettgesänge mit der Dame sind wundervoll in Szene gesetzt und passen bestens. Schöne Melodien gepaart mit schnellen Gitarrenbreaks und guten Symphonic Arrangement stehen hier am Speiseplan. So kristallisiert sich dieses Stück als mein Favorit heraus. Noch um einen Kanten fröhlicher und schneller erschallt nun „Heard It On The Radio“. Irgendwie erinnert mich der Song an „Just like Paradise“ von David Lee Roth. Keine Kopie lediglich versprüht auch dieser Song soviel Fröhlichkeit und gewisse Parallelen sind sehr ähnlich. Ebenfalls eine beachtliche Melodic Rocknummer ist nun „Going Out With A Bang“. Schnelle Rhythmen geben sich hier mit klaren, warmen Gesängen die Hand. Rauer und moderner ist nun der Anfang von „Out Of My Head“. Die fröhlichen Klänge wurden durch erdigere Rockelemente ersetzt, was eine gute Abwechslung ist. So ist den Jungs hier eine superbe Midtempo Rocknummer gelungen bei der die Symphonic Elemente weitgehend in den Hintergrund gegeben wurden.

„Chasing The Angels“ weist nun wieder gewohntes fröhliches Spiel auf, bei dem man es zu Beginn etwas langsamer angeht. Im Anschluss wird aber wieder ordentlich gerockt und mehr Stoff gegeben. Rau und doomig startet nun das letzte Stück des Albums, das sich „I Am Rock“ nennt. Einmal mehr werden hier die fröhlich klingenden, als auch die Symphonic Element in den Hintergrund geschoben. Fette Mitsingparts wurden anstatt dessen eingebaut. Alles in allem macht diese Rocknummer viel Spaß und beschließt eine wunderbare Scheibe aus dem Hause Brother Firetribe.

Fazit: Melodic Metal/Rock Fans hier heißt es sich das Teil zu krallen und es mehrmals abzuspielen. Das Teil bekommt in meiner Sammlung jedenfalls einen Ehrenplatz.

Tracklist:

01. Dreamers Unite
02. We Are Immortal
03. End Of The World
04. Open Your Eyes
05. The Searcher
06. One More Night
07. Light Up My Way
08. You Are My Star
09. War In Heaven
10. Win The Throne
11. Haunted
12. Heat Of Passion

Besetzung:

Jason Flinck (bass)
Pekka Ansio Heino (voc)
Emppu Vuorinen (guit)
Tomppa Nikulainen (keys)
Kalle Tornialinen (drums)

Internet:

Brother Firetribe @ MySpace

Sabaton – The Art of War

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Band: Sabaton
Titel: The Art of War
Label: Blacklodge Records
VÖ: 2008
Genre: Power Metal

Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Sabaton sind wieder da und haben eine nette Scheiblette aus dem Boden gestampft der sich
„The Art of War“ nennt. Wer die Schweden Jungs kennt weis, dass auch auf diesem Teil sie wieder ihrem Fable an kriegerischen und geschichtlichen Themen frönen. Beim Line Up hat sich nichts verändert und Joakim Brodén (voc), Oskar Montelius (guit), Rickard Sundén (guit), Pär Sundström (bass), Daniel Mullback (drums) und Daniel Mÿhr (keys) bilden zusammen eine gute Einheit, davon konnte ich mich auch schon live überzeugen. So legen wir mal den Rundling in den Player und nehmen die Cd genauer unter die Lupe.

Das mit Kriegsgeräusch versehene Intro „Sun Tzu says“ macht den Anfang, unvermindert geht man gleich über zu „Ghost Division“. Die Schwedenburschen wissen wie man es macht, das auch Power Metal nicht altbacken klingt und trotzdem traditionell bleibt. Herrliche Arrangements ziehen sich wie ein roter Faden durch dieses Stück. Joakim Brodén versucht erst gar nicht hoch zu kreischen, sondern bleibt am Boden und das war schon in der Vergangenheit sein Erfolgsrezept. Das gleichnamige „Art of War“ beginnt mit einem gesprochenen Intro. Danach geht man wieder voll auf die zwölf, herrliche Powermetalnummer die es in sich hat. Gute schöne Keyboardklänge werten das Stück auf. Zwar hat man die Geschwindigkeit etwas gedrosselt und bewegt sich eher im Midtempobereich, aber dadurch hat man ein sehr heroisches Stück geschaffen das trotzdem ordentlich rockt. Das Ende macht wieder die erzählende Dame und man geht nahtlos über zu „40:1″. Deutlich schneller und mit weniger Bombast kracht dieses Stück aus den Boxen. Schwere Gitarrenläufe stehen immer wieder im Vordergrund. Sabaton wissen wie man Mitsingnummern schreibt und auch dieses Lied macht da keine Ausnahme. Ruhig und düster geht es weiter mit „Unbreakable“. Ein weiterer Midtempostampfer wurde hier geschrieben, der fast schon als Marschlied durchgehen könnte. „The Nature of Warfare“ steht an sechster Stelle und beginnt ebenfalls bedrohlich und ruhig gleichzeitig. Was vor allem den Keyboardklängen zuzuschreiben ist. So ist wohl dieses Stück als Zwischenintro zu sehen. Im Anschluss kracht nun „Cliffs of Gallipoli“ amtlich satt aus den Boxen. Ein richtig heroisches Stück ist hier den Jungs gelungen. Vor allem die Wechsel zwischen Balladesken Strukturen hinüber zum heroischen Midtempobereich ist eine superbe Abwechslung. Nach der Beschaulichkeit ist es nun an der Zeit wieder mehr Druck zu geben oder? Richtig, bei „Talvisota“ brettert man wieder ordentlich daher. Schnelle Riffs und Breaks stehen im Vordergrund und lassen einen kaum ruhig sitzen. So ist den Herren hier einmal mehr eine weitere glänzende Headbangernummer gelungen. An neunter Stelle steht nun „Panzerkampf“ soll dies hier eine Fortsetzung des „Panzer Battalion“ sein? Wer weis, eines ist aber so fix wie das Amen im Gebet, dass den Jungs eine weitere heroische Midtemponummer gelungen ist, bei der man nicht genug bekommen kann und das Stück immer und immer wieder abspielen muss. So bleibt einem nur die Motoren der Panzer zu starten und mit Sabaton in die Panzerschlacht zu ziehen. „Union (Slopes of St.Benedict)“ beginnt einfach unglaublich, die Arrangements verleihen mir eine Gänsehaut und die Gitarrenarbeit die eher zu Beginn im Hintergrund gehalten wurde ist ein absoluter Leckerbissen. Danach rockt man wieder ordentlich, auch wenn man mit weniger Geschwindigkeit auskommt. Vor allem die Chöre sind eine Wonne und lassen einen frohlocken. Düster beginnt nun „The Price of a Mile“. Deutlich moderne Gitarrenläufe und Arrangements wurden hier eingesetzt. Hier geht man es wieder heroischer an und man kann sagen was man will, die Jungs wissen wie man Hymnen schreibt. Die gibt es auf „The Art of War“ zur genüge. „Firestorm“ steht an vorletzter Stelle und kracht sehr schnell und bretternd zum Ende hin aus den Boxen. Wunderbare Headbangernummer die am Schluss steht, bevor man mit dem Outro „A Secret“ das neueste Machwerk aus dem Hause Sabaton beendet.

Fazit: Power Metal Fans hier heißt es zugreifen und sich das Teil sichern. Eines sei schon verraten, die Jungs wollen im Herbst wieder auf Tour gehen und da muss man alle Texte auswendig können um wieder lauthals mitzusingen.

Tracklist:

01 Sun Tzu says
02 Ghost Division
03 The Art Of War
04 40:1
05 Unbreakable
06 The nature of Warfare
07 Cliffs of Gallipoli
08 Talvisota
09 Panzerkampf
10 Union (Slopes of St.Benedict)
11 The Price of a Mile
12 Firestorm
13 A Secret

Besetzung:

Joakim Broden (voc)
Rikard Sunden (guit)
Oskar Montelius (guit)
Daniel Mÿhr (keys)
Par Sundstrom (bass)
Daniel Mullback (drums)

Internet:

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Sabaton @ Youtube

Seventh Avenue – Terium

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Band: Seventh Avenue
Titel: Terium
Label: Massacre Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic Speed/Power Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Es gibt ja viele Metal Bands aus Deutschland, die es im eigenen Land bzw. in Europa nie zu Ruhm geschafft haben. Dennoch waren genau diese Bands der Exportschlager schlechthin in Südamerika oder in Japan. Da gibt es eine ganze Handvoll Bands. Eine Band die in unseren Breitengraden eher unbekannt war und nur wenigen Metal Fans geläufig ist, sind die deutschen Melodic Metaller Seventh Avenue. Warum ist mir eigentlich immer schleierhaft geblieben. Denn ihr Sound war nie auf Japan ausgerichtet wie es etwa bei den aus der gleichen Gegend (Wolfsburg) stammenden Heavens Gate immer der Fall war. Typischen Europäischer soliden Melodic Metal mit sehr guten Songideen haben sich die Herrschaften auf ihr Banner geschrieben. Nenne ich ja die ersten drei Alben mein eigen. Die laufen an und ab immer wieder mal in meinem Player. Gegründet wurde diese Formation 1989 durch den Gitarristen Herbie Langhans der auch mittlerweile die Vocals beisteuert. Nach etlichen Besetzungswechseln und Problemen mit Plattenfirmen ist man nun bei Massacre Records gelandet um den Europäischen Markt auf sich aufmerksam zu machen. Das neue derzeitige Line Up liest sich Herbie Langhans (guit & voc), Florian Gottsleben (guit), Markus Beck (bass) und Mike Pflüger (drums). Zusammen haben sie sich im Studio eingeschlossen und sage und schreibe 15 Songs eingespielt. Den Hauptteil der Produktion hat man im Hauseigenen Studio Ave-Studio eingespielt. Lediglich die Vocals wurden von niemand geringerem als Victor Smolsky (guit Rage) und dass Mastering von Sasha Peth (Luca Turilli und Heavens Gate) vollendet. Mit einer beachtlichen Spielzeit von 71:31 Minuten hat man gewohnte Fantasy Texte mit bekannten Parallelen in detailgenauer Arbeit zusammengefügt. So liegt dieses Machwerk vor mir und rotiert schon mal heiß in meinem Player.

Das Intro „Under the Surface“ klingt recht orientalisch und läutet den Beginn des neuen Outputs ein. Im Anschluss dröhnt dann auch schon „Crowd in the Dark“ aus den Boxen. Wie wurde es im Beipackzettel der Plattenfirma angekündigt eine deutliche Weiterentwicklung sollen die Jungs durchgemacht haben. Stimmt, denn ich hatte die Vocals etwas höher in Erinnerung. Die Melodiestrukturen sind geblieben, jedoch wurden die Songs etwas erdiger produziert. Die Vocals haben eine leichte parallele zu den Landsmännern Chinchilla. Track Nummer 3 ist „Terium“. Nette Melodic Metal Nummer mit sehr guten eingängigen Rhythmen, wie man es sich von einer Melodic Metal Band nur wünschen kann. Die Vocals variieren von höheren Sphären bis hin zu erdigen, rockigeren Passagen. Es muss nicht immer kompliziert sein und erst beim zweiten oder dritten Anlauf ins Gehör gehen. Ich nehme an, auf genau das haben die Jungs geachtet. Denn die Nummer macht Lust auf mehr, auch beim ersten Durchlauf und wird auch bei den nächsten Durchläufen zu keinem Zeitpunkt langweilig. „Authorities“ steht bereits in den Startlöchern. Zuerst dachte ich schon an eine Midtempo Nummer. Da war ich total am Holzweg netter Power Metal Kracher mit melodischem Gesang. Eines merkt man den Jungs an, das sie schon sehr lange im Geschäft sind. Somit erklärt sich auch die Routine und Erfahrung, die sich in den Songs wieder spiegelt. Mit etwas mehr Geschwindigkeit wurde „Futures Dawn“ versehen. Guter Power Stahl allererster Güte. Auch ergibt der Wechsel zwischen bretternden Gitarrenläufen und netten klaren Vocals eine ausgewogene Abwechslung. Eine Melodic Power Metal Hymne hat man mit „Brighter than the Sun“ geschaffen. Vor allem die Wechsel zwischen melodischen und rauen, erdigen Gesang machen das Stück nicht eintönig. Speedig geht es auch schon mit „Needs“ weiter. Ein weiterer Kracher aus dem Hause Seventh Avenue. Ruhig und beschaulich beginnt „Two Masters“. Melodische und sehr stark gespielte Gitarrenlinien ziehen sich wie ein roter Faden durch diesen Song. Eine etwas mehr im Midtempo angesiedelte Nummer. Mit „Hands of the King“ wurde eine wunderschöne Ballade geschrieben. Vom Kitschfaktor ist aber hier keine Spur, denn immer wieder gibt es etwas schnellere Ausreißer. So ist dieses Stück eine Wonne für den Hörer und lassen einen erstmal richtig relaxen. Zwar beginnt „Priests and Servants“ etwas ruhiger, so in etwa wie der Vorgänger. Nach ca. 1 Minute ist es aber auch schon aus mit der Ruhe. Die Jungs brettern wieder gehörig aus den Boxen. Nette Bangernummer kann ich da nur sagen. „Trail of Blood“ schließt nahtlos dort an wo man mit der Vorgängernummer aufgehört hat. Maidenrhythmen an allen Ecken und Enden. Für mich alten Iron Maiden Fan ist es einfach eine Wonne dem Stück zu lauschen. Etwas erdiger, rockender geht man bei „Betrayal“ zu Werke. Der rauere Gesang hat hier die Oberhand und kommt recht gut zur Geltung. Titel Nummer 13 ist „Way of the Stars“. Dieses Stück ist wieder etwas mehr im Midtempo angesiedelt. Mit einem klassischen Klavier Intro beginnt man bei „Innocence“. Ballade? Vollkommen richtig, ein recht ruhiges Stück mit sehr schönen klaren Vocals, welches an ältere Stratovarius Balladen erinnert. Mit einem schnelleren Stück das auf den Namen „New Era“ hört, beenden Seventh Avenue ihr 15 Track Monumentalwerk. Der Titel ist richtig passend gewählt, was hoffentlich die Zukunft der deutschen Melodic Metaller betrifft. So beendet man eine sehr gute Scheibe die es in sich hat. Kann man nur hoffen, dass die Jungs sich nicht wieder 4 Jahre Zeit lassen, um ein Lebenszeichen von sich zu geben. Bleibt mir nur zu sagen „Welcome Back Guys“.

Fazit: Sehr gut ausgefallene Melodic Metal Scheibe. Gute Vocals die nicht die Schmerzgrenze erreichen. Die Scheibe ist aber nur wirklich für Metal Fans aus diesem Genre. Was wohl auch das Schmerzverzogene Gesicht unserer Rosi beweist, die mit dem Material gar nichts anfangen konnte. Mir gefällt diese Scheibe und die rotiert mittlerweile mehrmals in meinem Player. Bleibt nur zu wünschen übrig, dass sich die Jungs auch mal live in unsere Breitengrade verirren.

Tracklist:

01 Under Surface
02 Crowd in the Dark
03 Terium
04 Authorities
05 Futures Dawn
06 Brighter than the Sun
07 Needs
08 Two Masters
09 Hands of the King
10 Priests and Servants
11 Trail of Blood
12 Betrayal
13 Way of the Stars
14 Innocence
15 New Era

Besetzung:

Herbie Langhans (voc & guit)
Florian Gottsleben (guit)
Markus Beck (bass)
Mike Pflüger (drums)

Tracklist:

Seventh Avenue Website

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Seventh Avenue @ YouTube

Faithful Darkness – In Shadows Lies Utopia

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Band: Faithful Darkness
Titel: In Shadows Lies Utopia
Label: Roasting House
VÖ: 2008
Genre: Melodic Death/Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Während die ehemaligen Kollegen von Jimmy Persson, Soilwork immer mehr in die alternative Richtung wechseln und sich von ihren alten Elementen verabschiedet haben, hat sich der Schwede mit Erik Nilsson (voc) Martin Langen (drums), Johan Aldgård (guit), Andrea Green (keys) und Johan Svensson Renström (bass) 2004 verstärkt und frönt dem Melodic Death/Thrash Metal wie wir es von eben seinen alten Kameraden kannten. Wer also mit den neueren Outputs von Soilwork nichts anfangen kann und auch einem guten, symphonischen Gebräu nicht abgeneigt ist sollte sich Faithful Darkness mal genauer anhören und wird sich das Album schnellstens zulegen.

Sehr ausdrucksvoll ist die Eröffnung von „Stay Awake“ ausgefallen. Doch lange bleibt man nicht hier und so macht man sich gleich auf um aus den Vollen zu schöpfen. Die Wasa Metaller galoppieren ordentlich dahin und wenn man gleich meinen mag diese Burschen kopieren nur den Göteborg Sound dann liegt man hier sehr weit daneben. Sicher ist es schwierig sich von typisch skandinavischen Metal Elementen zu verabschieden und so wird man auch gleich aufmerksam, doch die Burschen wissen wie man nicht tausendmal durchgekaut klingt. Der Wechsel zwischen harten und klaren Momenten ist gut gelungen und weis zu bezaubern. Weiter geht’s ans Eingemachte mit „Pure Silence“ welches durch die Synthyklänge äußerst düster klingt. Dennoch man klopft gleich weiter und die Härtestufe wurde noch etwas gesteigert, obwohl man immer wieder durch die klaren, besänftigenden Pausen ablöst. Anyway im Großen und Ganzen donnert das Sextett ordentlich dahin und wütet infernal um. Ein ordentlicher Wechsel in Richtung shakige Ausführung ist nun mit „Dispeled Dreams“ gelungen. Weiterhin galoppiert die Formation recht gut und viel Melodie steht auch hier am Speiseplan. Alte Soilwork Fans dürften vor allem bei dieser Nummer hellhörig werden. Dieser Track klingt eben wie eine Nummer der ersten Alben der Landsmänner von Faithful Darkness. Viel Wut und Hass wird an allen Ecken und Enden versprüht und es werden auch mit vielen Melodielinien keine Gefangenen gemacht. So kann man hier bestens die Rübe beuteln und zusätzlich seinen Körper zu den Klängen mitshaken lassen. Sehr stählern findet die Fortsetzung in Form von „Fast I Fall“ statt. Sehr hartherzig wird gezockt was das Zeug hergibt, wobei man sich immer wieder in die sanften Ecken zurück begibt. Doch dies nutzt man nur kurzzeitig aus und lässt wieder ordentlich eine Lawine über den Hörer einstürzen. Zum Ende hin tritt man noch mehr das Gaspedal, bevor man die Nummer sehr sanft ausklingen lässt. Der Trip im Bereich des Death geht sehr schnell und atemberaubend mit „Human Torch“ weiter. Immer mehr erhöhen die Jungs das Tempo und blasen vor allem hier ein sehr bitterkaltes Programm, welches bei vielen Death Metal Fans für Furore sorgen dürfte. Zwar walzt man durchwegs alles nieder, wobei man sich aber immer wieder zu vielen Melodieschüben verleiten lässt. Viel Synthysound dient nun bei „Bound To Illusion“ als Einleitung. Sehr stampfender Song der mit etlichen Bombasteinlagen verdickt wurde. Man schwankt immer wieder vom Harten in den symphonischen Bereich hin und her und das wühlt ordentlich auf. Durch diese Melange kristallisiert sich vor allem dieser Song als ganz klarer Favorit bei mir persönlich heraus. „Alive“ steht nun am Speiseplan und man mag es kaum glauben aber durch die Keyboardarrangements klingt der Song zu Beginn wie eine Humpa Nummer. Dies ändert man aber binnen etlichen Sekunden und frönt von nun ab wieder den gebräuchlichen Soundfragmenten die man mit einem Speedmörser abfeuert. Es geht auch herber und mit weniger Einsatz von Synthyklängen, wie man anhand von „Afterlife“ hören kann. Dadurch wirkt das Stück etwas herber und ungeschliffener. Vor allem der Düsterfaktor schnellt durch das Gebrüll des Fronters ordentlich nach oben. Verbissen folgt nun „In Shadows Lies Utiopa“ welches nach der entstellten Soundeinleitung gradlinig in die bretternde Ecke schlittert. Doch wird auch eine Vielzahl an Melodien vom Stapel gelassen, wenn man diese auch weniger einsetzt als man es bis dato gemacht hat. Wie ein Gewitter schlägt nun „Believer“ ein. Dennoch justiert man die Geschwindigkeit ständig nach und wechselt immer wieder von flotten bis hinüber in schleppende Ausrichtungen. Guter Groovetrack, welcher noch mit einigen klaren Passagen vollendet wird. Das Ende findet das erstaunliche Machwerk mit „Fields Of Yesterday“. Rapide wird in der Einleitung umgewütet, bevor man die Notbremse zieht und sich erst einmal sehr sanft zeigt. Lange sollte man sich hier nicht von den Klängen verwöhnen lassen. Denn im Hinterhalt lauern die Burschen wieder und ballern wieder in bester Manier daher.

Fazit: Hammerwerk welches hier die Gehörgänge bedient. Faithful Darkness setzen hier sehr gute Maßstäbe und dürfte für alle skandinavischen Metal Verehrer perfekt zu recht geschnitzt sein.

Tracklist:

01. Stay Awake 03:52
02. Pure Silence 04:43
03. Dispeled Dreams 03:40
04. Fast I Fall 03:54
05. Human Torch 03:04
06. Bound To Illusions 03:54
07. Alive 02:56
08. Afterlife 03:47
09. In Shadows Lies Utiopa 04:14
10. Believer 04:26
11. Fields Of Yesterday 02:56

Besetzung:

Erik Nilsson (voc)
Jimmy „Judas“ Persson (guit)
Martin Langen (drums)
Johan Aldgård (guit)
Andrea Green (keys)
Johan Svensson Renström (bass)

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Whitesnake – Good to be bad

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Band: Whitesnake
Titel: Good to be bad
Label: Frontiers Records
VÖ: 2013
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wer kennt sie nicht, „Here I go Again“ oder „Is this Love“, bei diesen Songs wurden und werden immer noch einige Herzen schwach….

Whitesnake Alben im kompletten Erscheinungsbild gibt es bei mir weniger, jedoch sind einige Hits oder sagen wir es so gute alte Gassenhauer immer wieder in meiner Jukebox gelandet, um es an und ab doch etwas gefühlvoller anzugehen.

Verwundert war meine Person dann, als es hieß da gibt es was neues aus dem Lager der weißen Schlange. „Good to be Bad“ heißt das neueste Langeisen und dass will ich etwas genauer auf dem Seziertisch unter die Lupe nehmen

Mit „Best years“ als Startnummer, bin ich ein wenig überrascht, druckvoll klingen die Gitarren, die Keyboards kommen kräftig hinten her, rhythmisch angepasst unterstützt der Schlagwerker und somit kann man durchaus von einer guten Kombination sprechen, wo jeder gleichberechtigt zum Einsatz kommt. Muss der Gesang erwähnt werden? Nur insofern dass Mister Coverdale, nach all den Jahren nichts verlernt hat und nach wie vor klingt wie in alten Zeiten und zu keinem Zeitpunkt schwächelt. Hervorragend so eine Scheibe zu beginnen, dass macht Lust auf mehr.

Mit „Can you hear the Wind blow“ folgt eine Gitarrenopener, gefolgt von einer Keyboarduntermalung. Recht rockig gehts dann kurzweilig in den leichten Pop/Rock Bereich über und dieser starke, verlängerte Arm ist gut gewählt. Durchaus denkbar, diesen Track für massentaugliche Radiostationen als Single auszukoppeln.

„All I want all I need“ steht an dritter Stelle. Nach dem etwas POP lastigen Vorreiter nun der erste, wirkliche Kuschelsong, wenn man Vergleiche mit „Here I go again“ ziehen will, wird man feststellen, dass es ein sehr ähnliches Produkt geworden ist. Ob nun Selbstkopie oder guter Aufguss muss der Fan selbst entscheiden.

„Call On Me“ ist wieder mehr in meine Richtung, es rockt von Anfang an, gerade richtig, denn mit Kuschelsongs auf Dauer und am Laufenden Band kann ich mich nicht anfreunden. Die Gitarrenparts sind überragend, nicht verspielt aber man merkt hier die Frickelkunst der Axtschwinger. Beachtliche, gewaltige Rocknummer die zum Mitrocken animiert.

Der Titelsong ist die sogenannte Verlängerun im Rockspiel, des Whitesnake Cups. Das Gefühl beschleicht mich einfach den Jungs zu attestieren, dass das eindeutige rockige Mileau mehr zu den Jungs passt. Ein Partykracher der seinesgleichen sucht und deshalb wird er von mir als grenzenlos-grandios bezeichnet.

Mit „All for Love“ ist ein sehr Keyboard dominierendes Stück, welches für meinen Geschmack etwas zu weich gespült klingt. Hierbei darf man sich abermals auf die Aussage „GESCHMACKSACHE“ berufen, denn wer ein reiner Whitesnake Fan ist wird es lieben und die andere Riege der Rockfans wird es deutlich verschmähen bzw. sofort auf den forward Button drücken.

Es folgen „Summer Rain“ und „Lay down your Love“ sind abermals keine schlechten Songs, aber einfach zu brav, eine kernigere Seite wäre hier wirklich angebracht und würde auch den Sound auf dem neuen Album deutlich erweitern. Jedoch glaube ich das die weiblichen Herzen der etwas betuchteren Rockladys hier schmelzen werden.

Mit „A Fool in Love“ kann man mich nicht beeindrucken, da kommt der nächste Song, auch hier kommt mir das Ganze zu lasch aus den Boxen.

Besser geht mir da schon „Got what you Need“ in den Gehörgang bei dem man nichts anbrennen lässt und eben wieder eine breitere, rockigere Schiene fährt und auch rauere Ecken und Kanten dabei sind. Vom Grundprinzip eine Rocknummer der guten alten Schule und so etwas lässt das alte Rockerherz wieder höher schlagen.

„Till the End of Time“ steht an letzter Stelle. Das will man wohl einem gewissen Jon Bon Jovi Konkurrenz machen. Erinnert sehr stark an das dazugehörige Soloalbum „Blaze of Glory“. Gut ob man dies mag oder nicht entscheidet jeder für sich. Der Song an sich ist nicht schlecht, gehört aber für meinen Geschmack weniger ins Whitesnake Lager.

Fazit: Whitesnake vermögen es sicherlich nach all den Jahren ihre Fanschaar zu begeistern. Was mich betrifft, hat das Album seine Up’s wie auch Downs. Nicht schlecht, aber auch nicht das Mega Album. Rocken können die Schlangen immer noch, wenngleich man etwas abgefahren klingt.

Tracklist:

01. Best Years
02. Can You Hear The Wind Blow
03. All For Love
04. All I Want All I Need
05. Call On Me
06. Lay Down Your Love
07. Summer Rain
08. Good To Be Bad
09. A Fool In Love
10. Got What You Need
11. ‚Til The End Of Time

Besetzung:

David Coverdale (voc)
Doug Aldrich (guit)
Reb Beach (guit)
Timothy Drury (keys)
Uriah Duffy (bass)
Chris Frazier (drums)

Internet:

Whitesnake Website

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Dezperadoz – Eye for an Eye

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Band: Dezperadoz 
Titel: Eye for an Eye
Label: AFM Records
VÖ: 2008
Genre: Heavy/Southern/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Dezperadoz - Eye for an Eye album artwork, Dezperadoz - Eye for an Eye album cover, Dezperadoz - Eye for an Eye cover artwork, Dezperadoz - Eye for an Eye cd coverHeidi O‘ Partner, sattle die Pferde und dann gebt den Gäulen die Sporen. Nein ich habe nicht an der Klebertube meiner Tochter geschnüffelt. Sie sind wieder da die Dezperadoz. Die Deutschen Cowboy Rocker reiten wieder. 2000 gegründet blickt man schon auf zwei beachtliche Outputs („The Dawn of Dying (2000)“ und „The Legend and the Truth (2006)“) zurück. Der neueste Streich der Kuhhüter Alex „The Marshall“ Kraft (voc & guit), Markus Kullmann (drums) und Alex Weigand (bass) nennt sich „An Eye for an Eye“. Also Stiefel angezogen aufgesessen und den Jungs hinterher galoppiert.

Am Anfang steht ein nettes Intro das schon eines versprüht, viel Wild West Scharm. Eine blusige Rockstimme läutet die Scheibe in bester Manier ein. Nein keine Angst die Jungs machen keine Country Musik. Lediglich verstehen es die Jungs bestens härteren erdigen Rock mit Country Einflüssen zu verbinden. Wow nach dem Intro „Eye for an Eye“ rotzt man ordentlich bei „Hate“ aus den Boxen. Ein wenig erinnern mich die Herrschaften bei diesem Song an gewisse Stücke von Rage. Eine schöne Symbiose aus erdigem Rock und Power Metal haben die Jungs geschaffen. Der Marshall hat ein richtig erdiges Organ und das passt zu den Songs wie die Faust aufs Auge. Mit Pferdegewieher und heroischem Westernsound geht es bei „Days Of Thunder“ weiter. Ein Mittelding zu finden und nicht überladen zu klingen genau für das haben Dezperadoz ein Händchen. Guter erdiger Rock gepaart mit tiefer gestimmten Gitarren und eine nette Brise Western Musik, genau das erwartet einen bei diesem Stück. Der Track versprüht richtig viel Scharm und Laune. High Noon in Germany? Genau das passt zum Anfang des nächsten Songs der sich „Wild Bunch“ nennt. Die Geschwindigkeit wurde ein wenig gedrosselt und eine Übermacht eines tiefen Gitarrengewitters ergießt sich zu Beginn des Stücks auf den Hörer. Rotzig und erdig singt sich Alex durch diesen Song. „Wild Times“ beginnt etwas heroisch- und bombastischer. Gleich im Anschluss wird auch schon wieder ordentlich gerockt was das Zeug hält. Guter Midtemporocker mit schnelleren Ausreißern. Gewittergeräusche und ruhige melodische Klänge läuten auch schon das nächste Stück „Riders On The Storm“ ein. Ein ruhiges rockendes Stück mit viel akustischem Gitarrenspiel. „Here Comes The Pain“ lässt schon wieder zum Revolver greifen und zum Duell aufbrechen. Deutlich rockender wird hier zu Werke gegangen. Ruhig und beschaulich löst „Don’t Give Up“ den Vorgänger ab. Ein typischer Westernsound gepaart mit ruhigem Gesang steht hier am Speiseplan. Eine nette Halbballade haben hier die Burschen geschaffen. „May Heaven Strike Me Down“ steht an zehnter Stelle und beginnt wieder etwas bombastischer. Nette Frauenstimme gepaart mit einer gehörigen Brise Westernromantik. Auch dieses Stück kommt mit weniger Geschwindigkeit aus und doch geht man etwas schneller zu Werke. Patronengurt umgeschnallt und nachgeladen, es geht weiter mit „When The Circus Comes To Town“. Hier wird mehr Gas gegeben und man rockt und rotzt wieder ordentlich aus den Boxen. Doch immer wieder wird wieder in ruhigere Gefilde zurück geritten. „Tooth for a Tooth“ ist wieder etwas ruhiger und hat eine deutliche Country Musik Spritze bekommen. Dennoch ist es zwar ein kurzes, aber recht gutes Stück.
„25 Minutes to Go“ ist ein typisches Country Western Lied wie es im Buche steht. Ein Stück das wohl eine Coverversion ist, also ein Tribut an eine Country Legende, nämlich Johnny Cash. So beschließen die Cowboys ihren neuesten Streich der ihnen bestens gelungen ist.

Fazit: Freunde des erdigen Rock gepaart mit viel Power Metal der etwas anderen Art hier heißt es in den nächsten Plattenladen geritten und sich das Teil gekrallt. Vorher aber nicht vergessen die Colts einzustecken, die Boots anzuziehen und den Cowboyhut aufzusetzen. Der Realease von Dezperadoz macht richtig Laune und wird sicher einige Fans ansprechen.

Tracklist:

01. An Eye for an Eye 01:51
02. Hate 03:22
03. Days of Thunder 04:44
04. Wild Bunch 06:18
05. Wild Times 04:26
06. Riders on the Storm (The Doors cover) 05:26
07. Here Comes the Pain 04:49
08. Give Up 05:41
09. May Heaven Strike Me Down 04:55
10. When the Circus Comes to Town 05:56
11. Tooth for a Tooth 02:33
12. 25 Minutes to Go (Mr. Johnny Cash) 03:05

Besetzung:

Alex „The Marshall“ Kraft (voc & guit)
Markus Kullmann (drums)
Alex Weigand (bass)

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Children of Bodom – Blooddrunk

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Band: Children of Bodom
Titel: Blooddrunk
Label: Spinefarm Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Es ist soweit nach einer etwas längeren Wartezeit sind die Finnen wieder da. Children of Bodom haben vor allem die Melodic Death Metal Szene mit ihren Alben und das können Neider und Nörgler sehen wie sie wollen revolutioniert. Bei den letzten beiden Alben ist man die etwas härtere, rauere Schiene gefahren und den Songs wurde eine Brise Hardcore beigemischt. Auf dem neuesten Output „Blooddrunk“ besinnt man sich allerdings wieder und kehrt zurück zu den alten Wurzeln. Alexi „Wildchild“ Laiho (guit & voc), Roope Latvala (guit), Jaska Raatikainen (drums), Janne Viljami „Warman“ Wirman (keys) und Henkka „T. Blacksmith“ Seppälä (bass) haben sich Anno 2008 gehörig ins Zeug gelegt um einmal mehr zu überzeugen.

Recht schnell und thrashig beginnt man den Output mit „Hellhounds on my Trail“. Nette Melodien und Breaks ziehen sich wie ein Roter Faden durchs gesamte Album. Recht rotzig geht es Mr. Laiho auch auf diesem Langeisen an. Mit mehr Melodie wartet man nun bei „Blooddrunk“ auf. Zwar wird die Geschwindigkeit etwas mehr gedrosselt, aber zwischendurch gibt es immer wieder schnellere Durchreißer. Gewisse Breaks klingen oft verdächtig an Gewisse Gitarrenlinien von Megadeth. An dritter Stelle rattert nun „LoBodomy“ aus den Boxen. Etwas erdiger und rauer kracht dieser Song aus den Lautsprechern. Man drückt zwar das Gaspedal nicht bis zum Anschlag, aber von einem Midtempo Death n‘ Roller kann man auch nicht wirklich sprechen. Der Wechsel zwischen doomigen und rotzig krachenden Parts ist gut gewählt und macht das Stück abwechslungsreich. Mit einem netten Synthyanfang startet man bei „One Day you will Cry“.

Hier geben die Herrschaften wieder mehr Gas und vor allem wurden mehr Melodien eingebaut. Trotz der Melodien ist dieses Liedchen ein richtiger Death Granate geworden. Bretterhart wird bei „Smile Pretty for the Devil“ weitergemacht. Mit deutlich viel Geschwindigkeit und richtig rotzig bohrt sich dieser Song ein meinen Gehörgang. Die Äxtefraktion schüttelt sich auch hier ein Hammerriff nach dem anderen aus den Ärmeln. Der Melodische Part in der Mitte lässt ein wenig verschnaufen, aber nur ein wenig bevor die Finnen wieder ordentlich losfetzen. Mit einem netten Keyboardsolo geht es gleich weiter bei „Tie my Rope“. Hier wird ordentlich gefetzt an allen Ecken und Enden. Untermalt wird das Stück mit netten Melodien und ich bin mir jetzt schon sicher, dies wird auch live eine richtige Bangernummer. Der ruhige Part zur Mitte hin ist eine willkommene Abwechslung und passt gut dazu. Rotzfrech geht es ohne Pause mit „Done with Everything“ weiter. Mit vielen rauen Breaks und Riffs kann man den Zuhörer wachrütteln und holt jeden aus dem Träumeland. Richtig Heroisch beginnt „Banned from Heaven“, eine wahre Death Metal Hymne. Alex kreischt und röhrt sich ordentlich rotzend durch den ganzen Track. Zwar befindet man sich eher im Midtempobereich, wobei das aber zu einer richtigen Death Hymne passt wie die Faust aufs Auge. Den Abschluss der Scheibe macht „Roadkill Morning“. Zum Ende hin wird noch mal alles gegeben und ordentlich gerockt. Superbe Melodiepassagen vollenden ein wundervolles Album aus dem Hause Children of Bodom.

Fazit: Die Finnen können an allen Ecken und Enden überzeugen. Leute hier heißt es zugreifen, also macht euch bereit und holt euch das Teil. Children of Bodom haben mit „Blooddrunk“ eine richtige Melodic Death Metal Hammerscheibe geschaffen.

Tracklist:

01. Hellhounds on my Trail
02. Blooddrunk
03. LoBodomy
04. One Day you will Cry
05. Smile Pretty for the Devil
06. Tie my Rope
07. Done with Everything
08. Banned from Heaven
09. Roadkill Morning

Besetzung:

Alexi „Wildchild“ Laiho (guit & voc)
Roope Latvala (guit)
Jaska Raatikainen (drums)
Janne Viljami „Warman“ Wirman (keys)
Henkka „T. Blacksmith“ Seppälä (bass)

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Edenbridge – My Earth Dream

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Band: Edenbridge
Titel: My Earth Dream
Label: Napalm Records
VÖ: 2008
Genre: Symphonic Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die Linzer Edenbridge gehören für mich zu den Aushängeschildern des österreichischen Metal schlechthin. Wurde mir das neue, kommende Langeisen von Arne „Lanvall“ Stockhammer (guit & keys) persönlich übergeben und so saß ich wohl etwas länger mit zittrigen Händen da bevor ich das Album in den Player geschoben habe. Gesagt getan und mehrmals durchgehört und nun will meinen Einblick in das Machwerk kundtun.

Zwar obliegt der Großteil des Songwritings dem guten Lanvall, aber zusammen mit der hübschen Nachtigall Sabine Edelsbacher (voc), Frank Bindig (bass) und Max Pointner (drums) wurde das Album eingezimmert. Viele Gäste und musikalischen Größen haben den Oberösterreichern unter die Arme gegriffen. Was unterm Strich dabei heraus schaut ist einfach Hitverdächtig und da sind wir uns vom Metal Underground Mag als auch beim Metallic Underground Radio einig, mit diesem Machwerk wird den Herrschaften der Durchbruch gelingen.

Das vom Tschechischen Symphonieorchester eingespielte „The Force Within“ ist einfach unbeschreiblich. Herrliche Klänge versprühen viel Flair zu Beginn des Albums. Absolut Filmmusikreif ist dieses Intro und wäre guter Stoff für einige Fantasy Filme. „Shadowplay“ brettert im Anschluss ordentlich rau aus den Boxen, was auch den tiefer getrimmten Gitarren zuzuordnen ist. Sabine verwöhnt uns wie schon auf den letzten Alben mit ihrer göttlichen Stimme, dass es einen laut aufjauchzen lässt. Die gute Ausgewogenheit zwischen symphonischen Bombastelementen, als auch bretternden, härteren Strukturen machen es aus und dafür haben Edenbridge ein gutes Händchen. Mit netten Keyboardklängen und sehr schönen, verträumten Melodiestrukturen wartet man bei „Remember Me“ auf. Die tiefer getrimmten Gitarren machen es aus, dadurch klingt das ganze unterm Strich deutlich heavier als bei den Vorgängeralben. Etwas fröhlicher und dennoch härter erschallt nun „Paramount“. Herrliche romantische Klänge gepaart mit härteren Strukturen machen dieses Stück zu meinen persönlichen Favoriten. Lanvall unterbreitet das er zu einem der größten Songwritern in der Metalszene gehört, obwohl er eigentlich mit Klassik angefangen hat. Wahrscheinlich macht es genau das aus. Mit superben E-Gitarren startet nun „Adamantine“, eine richtige düstere Headbangernummer ist den Herrschaften hier gelungen. Das Stück hat einen deutlich moderneren Anstrich bekommen, was dem Lied gut zu Gesicht steht. Mit schönen Flötenklängen und klassischen Klavierklängen beginnt nun „Whale Rider“. Die Symphonischen Klänge am Anfang lassen viel Spielraum zum Träumen und auch die Stimme von Mrs. Edelsbacher macht das übrige. Eine bombastische Ballade ist den Herrschaften gelungen und vor allem die Orchesterparts blasen einem die Lauscherchen weg. Nach der Ruhepause wird nun bei „Undying Devotion“ wieder ordentlich gerockt was das Zeug hält. Schnelle Gitarrenläufe, gepaart mit vielen symphonischen Klängen stehen hier im Vordergrund. Die Arrangements die auch hier Verwendung gefunden haben sind Ambrosia für meine Ohren. Mit mehr Geschwindigkeit angereichert und deutlich speediger geht es bei „Fallen From Grace“ weiter. Eine richtige Nackenbrechernummer ist Edenbridge hier gelungen.

Die ganz kurzen ruhigeren Ausbrecher werten das Stück einmal mehr auf und machen es richtig farbenfroh. Hymnenhaft steht nun an vorletzter Stelle „Place of Higher Power“. Eine Symphonic Metal Hymne Par Excellence wurde hier geschaffen. Man wechselt immer wieder vom Midtempobereich in druckvollere, schnellere Gefilde und dadurch kommt unterm Strich eine tolle Metal Hmyne raus die laut aufhorchen lässt. Den Abschluss des Albums macht „My Earth Dream“ selbst. Ein 12:37 Minuten Bombaststück das einmal mehr Filmmusikcharakter aufkommen lässt. Zum Ende hin werden noch mal alle Geschütze aufgefahren. So ist von Melodie, Bombast bis hin zu Härte alles vorhanden. Ein glänzender Abschluss für ein glänzendes Album kann ich da nur sagen. Noch mal von vorne bitte.

Fazit: Pflichtkauf für alle Fans die mit Symphonic Metal allererster Güte etwas anfangen können. Der Durchbruch von Edenbridge ist mit diesem Album gewiss.

Tracklist:

01. The Force Within 01:05
02. Shadowplay 05:24
03. Remember Me 03:38
04. Paramount 04:21
05. Adamantine 06:10
06. Whale Rider 04:13
07. Undying Devotion 04:36
08. Fallen From Grace 04:43
09. Place of Higher Power 05:05
10. My Earth Dream 12:37

Besetzung:

Sabine Edelsbacher (voc)
Arne „Lanvall“ Stockhammer (guit & keys)
Frank Bindig (bass)
Max Pointner (drums)

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Firewind – The Premonition

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Band: Firewind
Titel: The Premonition
Label: Century Media Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic/Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Firewind sind wohl der Exportschlager aus Griechenland. Keine andere Melodic Metal Band machte soviel aufsehen wie sie. Ich erinnere mich noch genau, sogar bei der Tour 2006 stahlen sie dem Headliner jeden Tag die Show. Nicht nur live sondern auch auf Platte konnten die Jungs jedes Mal vollends überzeugen. So legten sie nach dem Vorgänger „Allegiance“ mit „The Premonition“ einen nach. Ich glaube dass dieses Album wie eine Bombe in der Szene einschlagen wird, denn Gus G. alias Kostas Karamitroudis (guit), Apollo Papathanasio (voc), Petros Christodoylidis (bass), Mark Cross (drums) und Babis „Bob“ Katsionis (keys) haben sich dieses Mal selbst übertroffen.

Die weitgehend moderne Produktion des Vorgängers wurde weitgehend über Bord geworfen. Man kann das jetzt einen Schritt zurücksehen und viele werden gleich wieder meckern, dennoch sei diesen Personen gesagt: Hört euch „The Premonition“ in Ruhe an und ihr werdet von Beginn an überzeugt werden.

Nach dem Akustik Gitarren Intro legen die Helenen gleich mit „Into the Fire“ los. Schöne Melodien und doch eine kleine Brise härte hat man hier verarbeitet. Gute Strukturen ziehen sich wie ein roter Faden durchs gesamte Album. Gus G. ist ja niemanden mehr unbekannt konnte er doch mit Dream Evil, Mystic Prophecy und Nightrage in der Vergangenheit viel Aufsehen erregen. So auch mit seiner eigenen Band Firewind wird er und sein Mitstreiter sich an die Spitze spielen. Wenn sie nicht schon am Zenit angekommen sind. Ohne Pause geht es gleich unermüdlich weiter mit „Head up High“. Eine weitere schöne Melodic Metal Nummer die es in sich hat. Apollo Papathanasio ist einfach ein unglaublicher Sänger. Was diese Goldkehle von sich gibt ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Ein richtiger Gesangsvirtuose. Die Nummer erinnert ein wenig an einige Dio, Rainbow oder Savatage Nummern. Die Keyboard Passagen sind gut gewählt und nicht übertrieben eingesetzt, wie es bei manchen Bands in diesem Genre doch immer der Fall ist und der Zuhörer oft an seine Grenzen geführt wird. „Mercenary Man“ zählt ja seit einiger Zeit als wir diesen Song in unserer Sendung gespielt haben zu einer meiner Lieblingsnummern. Schöne Melodien mit tiefen Gitarrenklängen und dazu noch diese unglaubliche Stimme. Ein Hit den die Griechen hier geschaffen haben. So ist zwar dieses Lied etwas langsamer als die Vorgänger, aber diese kommt auch mit weniger Geschwindigkeit locker aus. Sie ist und bleibt einfach eine unglaubliche Melodic Metal Hymne. Mit einem Keyboard Intro geht es auch schon munter weiter. So ist „Angels Forgive me“ wieder deutlich schneller. Der ruhige Mittelteil ist eine sehr schöne Idee und das Solo des Gitarrenhexers ist sehr stark gespielt. Hier sind Profis am Werk die ihr Handwerk mehr als nur gut verstehen. Firewind haben einfach ein Händchen für gute Melodien die nicht gleich den Kitschfaktor hochschnellen lassen. Song Nummer Fünf ist „Remembered“. Trotz der bretternden, galoppierenden Gitarren hat man auch hier nicht auf eine gehörige Portion Melodie vergessen. Auch die immer wieder eingesetzten etwas verzerrten Stimmen lassen diesen Song zu keinem Zeitpunkt überladen klingen. Eher im Gegenteil sie verleihen diesem Stück einen sehr schönen Anstrich. „My Lonliness“ ist sehr ruhig und beschaulich und macht es schon zu einer Ballade. Doch die immer wieder doch etwas schnelleren Ausreißer machen es eher zu einer Halbballade. Zu keinem Zeitpunkt kommt man in die Verlegenheit das man sagen könnte: „Zu kitschig“. Was wohl auch der Verdienst des Fronters ist, der einfach Gottgleich singt. Ein Midtempo Rocker ist dann „Circle of Life“. Bei „The Silent Code“ könnte man wenn man den Titel ließt schon fasst auf eine Ballade schließen oder? Nein, mit etwas mehr Geschwindigkeit ist dieses Stück wieder eine Melodic Hymne Par Excellence. Der vorletzte Song beschert mir ein breites Grinsen.

Dieses Cover (vom Film Flashdance) wurde ja schon vielen Pop Bands bis zur Unerkenntlichkeit zerfetzt. Wie „Maniac“ auf Metal klingt? Man kann sich beruhigt zurücklehnen und sich von den Herrschaften in eine Zeitreise entführen lassen. Man hat alles so gelassen wie es war und dem Lied ein härteres Soundkleid verpasst. Nettes Cover das mich immer wieder an die ersten Gehversuche mit dem weiblichen Geschlecht erinnert. Recht ruhig und düster ist der Abschluss des Langeisens.
„Life Foreclosed“ ist eine sehr dunkel ausgefallene Midtemponummer, bei der sich immer wieder melodische und ruhige Zwischenparts abwechseln.

Fazit: Firewind haben mit „The Premonition“ mit Sicherheit ein Meisterwerk veröffentlicht. Die Herrschaften gehen ja auf großer Europatournee, so kann ich Fans des Melodic Metal nur raten sind sie in der Nähe geht dort hin und legt euch dieses Machwerk zu, es ist einfach ein Pflichtkauf.

Tracklist:

01. Into The Fire
02. Head Up High
03. Mercenary Man
04. Angels Forgive Me
05. Remembered
06. My Loneliness
07. Circle Of Life
08. The Silent Code
09. Maniac
10. Life Foreclosed

Besetzung:

Apollo Papathanasio (voc)
Gus G. (guit)
Petros Christodoylidis (bass)
Bob Katsionis (keys)
Mark Cross (drums)

Internet:

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