Band: 220 Volts
Titel: Walking In Starlight
Label: AOR Heaven
VÖ: 2014
Genre: Melodic Rock/AOR
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

220 Volts? Da sollte es eigentlich klingen, da ich ja zu Beginn meiner Mittelschulzeit mit solchen Bands in Berührung gekommen bin. Ob aufgrund etlicher Action Movies, wo es noch wirklich ein Hit war einen Track zur Filmmusik beizusteuern, oder einfach die Tatsache, dass solche Bands auf und ab im Jugendzimmer zum Betrüben meiner Eltern gelaufen sind. Nun 220 Volt, obwohl sehr lange im Geschehen gehören weniger dazu. Bis dato habe ich von der Formation noch nicht einmal was gehört und dies obwohl man mit 220 Volt (1983) und Power Games (1984) laut einigen Befragungen älterer Kollegen wahre Perlen eingestanzt hat. Nun man kann halt nicht alles kennen und so erfreue ich mich mit diesem Album und lasse dadurch gerne meine Jugend Revue passieren. Musikalisch wird das Melodic Rock/AOR Milieu gut bedient, auch wenn man hier nicht die Schmalzlocke auspackt und das machen eben für mich immer die Bands aus, welche sich binnen Sekunden im vorderen Drittel platzieren. Wie auch ihre Labelkollegen Grand Design, haben diese Vertreter ebenfalls ein zeitloses Werk geschaffen, welches nicht nur den 80er Spirit ins Zimmer zaubert, nein man vermag es auch gegenüber anderen Kollegen sich abzusetzen und selbige lässt man Maximum am Auspuff schnüffeln. Einfach grandios, mit welcher Qualität man sich hier vorstellt und einfach locker vom Hocker ein Megaalbum abliefert. Was hier noch ein weiteres Detail ist, ist die Tatsache, dass man sehr gut den Synthy und Keyboardeinsatz hinterlegt, ohne dabei etwa zu arg überladen zu wirken. Der Fokus liegt einfach auf einer kernigen Seite und dadurch rocken die Stücke deutlich besser und allesamt sind einfach zum niederknien. Ob nun die breiten Choirpassagen, oder die straight forward treibenden Fragmente, alle Rädchen greifen ineinander und lassen nichts anderes übrig, als sich hier vollends zu verausgaben und jeden Ton dieser superben Kapelle zu genießen. Exzellenz unter einer hyper eingängigen Songwriting-Methode wird hier ein Hit nach dem anderen aus dem Zauberhut geklaubt und da fragt man sich wirklich was Anders Engberg und seine Kollegen hier trinken oder sonst was zu sich nehmen. Anders kann ich mir das nicht vorstellen, denn der Rundling ist einfach überirdisch gut und lässt das Melodic Rock Herz komplett höher schlagen.

Fazit: Ein weiteres Highlight für den Herbst aus dem Hause AOR Heaven. Einfach unglaublich was auch 220 Volt hier auf einen Silberling gebannt haben. Potential? Keine Frage, wie auch Grand Design hochgefährlich. Hier noch ranzukommen wird eher schwierig werden. Zumindest aus meiner Sicht.

Tracklist:

01. Walking In Starlight
02. System Overload
03. Broken Promises
04. Alive
05. Blind
06. Stranded
07. Get Me Out
08. The Waiting
09. Through The Wastelands
10. Burning Heart
11. Take A Good Look
12. One Good Reason
13. Guiding Light

Besetzung:

Anders Engberg (voc)
Thomas Drevin (guit)
Mats Karlsson (guit)
Peter Hermansson (drums)

Internet:

220 Volts Website

220 Volts @ Facebook

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.