A Ghost Named Alice – It Feels Like Suicide

Band: A Ghost Named Alice
Titel: It Feels Like Suicide
Label: Selfreleased
VÖ: 14.02.18
Genre: Power/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

a-ghost-named-alice-it-feels-like-suicide-album-artworkEine Idee reifte 2016 im Hirn des Scargod Masterminds Martin Moser. Abseits seines bisherigen Tätigkeitsfeldes der Musik wollte der Musiker neue Wege gehen. Vermehrt die Power und traditionelle Metal Schiene sollte es sein. A GHOST NAMED ALICE war geboren und mit einer tatkräftigen Unterstützung von Dominik Sebastian (Serious Black, Edenbridge, Thirdmoon, ex-Shadows Grey) und Jürgen Dachl (ex-Stormhammer, ex-Diabolus Dust, ex-Flood Of Ages) wurden die ersten Gehversuche getestet, ehe es ins Studio ging, wo niemand geringeres als Mario Lochert im Dreamsound Studio für die Abrundung der Songs sorgte.

Zurück zu den Wurzeln des Metals geht es nun mit der ersten Vertonung dieses neuen Projekts. Irgendwo in der Metal-Landschaft zwischen Vicious Rumors und Iced Earth hangelt sich das Trio hindurch und lässt die Urwurzeln kräftig aufleben. Wer alle Mitwirkenden kennt weiß, dass sich der geneigte Metal Fan der traditionellen Musik ordentlich beim Reigen austoben kann. Besonders der markige Gesang des Hünen Jürgen Dachl passt zu den Songs wie die Faust aufs Auge. Seit jeher war seine Stimme bei allen Projekten in denen er mitwirkte, genau das Richtige für das Klangmaterial. Desgleichen kann der werte Rezensent bei den neuesten Songs uneingeschränkt Gutes über den Gesang des Gesangsriesen berichten.

Die Harmonie zwischen Melodie und Härte lässt dominant eine Einstufung im Power/Thrash Metal Bereich zu. Gewiss hat die Band die Wurzeln und Einflüsse, dennoch klingt nichts tausendmal gehört. Alle Konzentrationen wurden seitens des Bandtrupps gut unter einen Deckmantel gebracht. Besonders gefinkelt finde ich einige progressive Ausflüge der Band, welche die Songs um Ecken durchdachter klingen lassen.

Die musikalischen Wurzeln und Einflüsse sind breit gesät und so sind keine eindeutigen Landstriche zu vermelden. Zwar gibt es eine Vielzahl von Trademarks, wo der Fan sagen könnte, unverkennbar diese oder jene Band. Dennoch ist ein gutes, dass es dem geneigten Musikliebhaber nicht möglich ist, komplette Parallelen zu ziehen. Die Harmonie aus Dunkelheit und klaren Elementen ist gut aufeinander abgestimmt. Besonders die teils merklich melancholischen Anstriche erinnern mich hauchzart an Jürgens Mitwirken bei Flood Of Ages.

Dies bedeutet, dass durch seinen Röhrengesang die Songs eine besondere Note in Sachen nötiger emotionaler Anstriche innehat. Gekonnt wird ein Querschnitt zwischen etlichen Variationen des Power und Thrash Metal geboten. Hauptsächlich verdingt sich der Bandtrupp hierbei im Ecke der Tradition und lässt moderne Anstriche deutlich unterbuttert im Hintergrund stehen. Vielmehr wurde auf die Etikette des Power/Thrash Metal der 80er geachtet. Dass es nicht immer altbacken klingen muss, lässt die Band dominant durch die Boxen knallen.

Das Resultat aller Anstrengungen klingt nicht allein individuell, sondern ausgezeichnet gut und hiermit kann der Schreiberling der Band nur eines attestieren. Diese Band ist am Vormarsch und wir werden hoffentlich alsbald on als auf off Stage noch viel von dieser Gemeinschaft zu hören bekommen!

Fazit: Prächtige Vermischung aus Melodie und Härte im Bereich des traditionellen Power/Thrash Metal Sektors. Durch leichte progressive Züge und etlichen technischen Verfeinerungen wird die Band recht bald viele Abnehmer für die Songs finden.

Tracklist:

01. Wolfchant
02. War Dogs
03. Darkened Halo
04. When Luck Is With The Stupid
05. Followers
06. Greatest Gift
07. Sagittarius A*.
08. A Diary Of Life And Death (Demoversion) [Bonustrack]

Besetzung:

Jürgen Dachl (voc)
Martin Moser (bass & songwriting)
Dominik Sebastian (guit)

Internet:

A Ghost Named Alice @ Facebook

A Ghost Named Alice @ Bandcamp

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.