Band: Abusiveness
Titel: Bramy Nawii
Label: Arachnophobia Records
VÖ: 2014
Genre: Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Eine der wohl älteren Vertreter in Sachen Black Metal made in Poland sind die Herrschaften von Abusiveness. Diese agieren schon seit 1991, dürften aber in hiesigen Gefilden wirklich nur extremen Insidern bekannt sein. Persönlich kenne ich die musikalische Vorgeschichte zu „Bramy Nawii“ auch nicht und somit ein persönliches, erstes Aufeinandertreffen. Das sehr düster gehaltene Coverartwork erinnert an alte Holzschnitte von Heldensagen aus der östlichen Mythologie. Dahinter verbirgt sich aber harscher Black Metal. Hier einen noch draufzusetzen ist wirklich schwierig, aber die Arbeitsweise der Polen ist genau die Richtige. Amtliche Blast Beats der Marke Behemoth und Konsorten sind zwar tonangebend und auch einige andere Parallelen sind durchaus in Richtung ihrer Landsmänner gesetzt. Dennoch eiert man ihnen nicht nach, sondern verstärkt nur das Grund-Skelett mit einem speedigen Tempo. Darüber hat man einen sehr guten, wenn auch sehr rüden Mischsound gelegt, welchen man mal mehr, mal weniger dominant in den Vordergrund schießen lässt. Kleinere Sturmeinspielungen und etliches an diabolischen Melodieunterwanderungen bestärken das Konzept sehr gut. Dadurch wirken die Jungs durchaus progressive. Man überstrapaziert das Ganze nicht mit zu glatten Verankerungen, dies kommt einem sehr erfrischenden Erscheinungsbild sehr zu gute. Man poliert an der einen Ecke dem Hörer komplett die Fresse und an der andere Ecke zeigt man sich sehr verschönert und lädt kurz ein das Gebilde zu genießen, bevor man es mit aufstachelnden Blast Beats wieder einreißt. Die durchwegs aggressive Spielweise passt einfach wie die Faust aufs Auge, dennoch und das muss gesagt werden, sind die Jungs aus Lublin nicht irgendwelche Black Metal Rabauken die schnödes Black Material abliefern. Ihre sehr progressive Vorstellung ist nicht zu komplex und man unterwandert den schneidenden Härtegrad sehr gut. Eine facettenreiche Black Metal Klangkunst welche sehr begeisterungswürdig aus den Boxen knallt. Durch die Bank kann man das Ganze nicht halten und so ähneln sich nach mehreren Durchläufen die Tracks immer mehr. Dennoch ist das Machwerk definitiv weiter vorne angesiedelt und sollte in keiner Sammlung von polnischen Black Metal Musikfans fehlen.

Fazit: Sehr gut kombiniertes Schwarzwurzelmaterial das es in sich hat. Im Dauerrotationslauf gesehen etwas noch hinkend, aber das Mischkonzept ist wirklich sehr toll geworden und dabei zeigen die Jungs ihr musikalisches Können sehr gut.

Tracklist:

01. Prawia – świątynia światła 05:26
02. W górę chorągwie 05:06
03. Żywe kamienie 06:13
04. Lędziańska krew 04:31
05. Niezłomni 05:25
06. Welesowy cień 10:51
07. Proces 08:15

Besetzung:

Lucass (bass)
Wizun (drums)
Gonthy (guit)
Mścisław (guit & voc)
Xaos Oblivion (voc)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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