Band: Airbourne
Titel: Breakin‘ Outta Hell
Label: Spinefarm/Universal
VÖ: 23.09.16
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Man könnte jetzt von Frevel sprechen oder auch nicht!!!! AC/DC zeigen ja schon seit einiger Zeit etliche Verbrauchsspuren, auch wenn ihre letzten Live Auftritte ja abgefeiert wurden, was wohl auch ein Verdienst von Axl Rose ist (Achtung kein Sarkasmus!!!). Scheiben-technisch haben ja die Aussis schon eine geraumere Zeit nichts mehr so prickelndes gebracht.

Zahn der Zeit nagt? Kann schon sein und genau deshalb haben sich ja viele auf ihre Spuren geheftet. Mit mehr oder minder großem Erfolg. Eine der wohl ähnlichsten Acts ist und bleibt Airbourne, was auch deren Erfolg bestätigt. Nicht nur weil auch aus Australien, nein weil ihre Mucke ganze Generationen, genauso wie ihre Landsmänner zu unterhalten weiß. Keine Frage wer die Band bzw. die Bands kennt, weiß unmittelbar was ihn da erwartet. Nicht wirkliche Überraschungen, wohl aber Rockmucke die ordentlich ins Gehör geht. Vor allem Airbourne einen sehr legendären Klang, welcher hauptsächlich auch die Tradition aufgreift hier und da aber mit anderen / modernen Elementen weiter entwickelt wurde. Sicher nicht der Geniestreich, auch nicht der Verrat an der Rocktradition, wohl aber der Garant, um alle Aussi-Rock-Fans bei Laune zu halten.

Bereits das Debütalbum „Runnin ‚Wild“ aus dem Jahr 2007 brachte die Band eine Menge Aufmerksamkeit und auch die folgenden Alben waren von einer energetischen Ingredienz gespickt. Eine unbändige Wildheit sozusagen, wie es AC/DC in ihren jungen Tagen hatten.

Der neue und somit nächste Longplayer hat wieder alle Riffs und Hooks in brillanter Perfektion und den Parallelen zu AC/DC dabei. Wohl aber kommt es mir so vor, als wollen Airbourne sich etwas von ihren Vorvätern entfernen. Zwar nur Sachte, aber man kann es nun glauben oder auch nicht, man versucht wesentlich selbständiger zu klingen. Gelingt ihnen auch, auch wenn man sicherlich das Damokles Schwert AC/DC jetzt gleich abwehren kann.

Einen hämmernde Rhythmik trifft etliches an großen Riff trifft Spot-on-Gesang Gelagen. Hard Rock mit fast keinen Kompromissen, sondern Musik die ordentlich zum Abrocken einlädt. Sicherlich eben keine Neuerfindung, wohl aber ein Garant für eine langanhaltende Unterhaltung.

Partymucke stand seit jeher ganz dick auf dem Banner dieser Australier und das merzen und weiden sich auch auf dem neuesten Rundling sehr stark aus. Besonders Reizvoll sind aber auch flotte, sehr stark mit Hymnenchrakteren versehene Nummern, wie beispielsweise „Rivalry“. Eine starke Hommage und ein Tribut zollen von alten Rockern und deren Fans.

Der letzte Track auf dem Album ist etwas Besonderes. Nicht, weil es klingt anders, da es sich um eine Art Tribut an alle ist, die Rockmusik liebt. Airbourne hat für ziemlich viele Shows in Tour mit Motörhead und es war Lemmy (RIP), der als LKW-Fahrer auf der Band-Promo-Video gehandelt für „Running Wild“. Bringen all diese Erinnerungen inspiriert zurück, um die Band zu schreiben, „es ist alles für Rock’n’roll“.

Der Sound von „Breakin ‚Outta Hell“ ist ein rundum fett produziertes Scheibchen, welches dem Rocker zu gefallen weiß. Auch ein guter Grund ist die sachte Entfernung ihrer Urväter und dem Einsatz vieler durchaus treffsicherer eigener Akzente. Rundum ein super gemachtes Rock’n’roll Paket das nicht nur alten AC/DC Fans gefallen wird, nein auch die herkömmlichen Hard Rocker bekommen hier eine sehr frisch-animierliche Palette vorgelegt. Mit diesem großartigen Album hat das Quartett viele Möglichkeiten um die Soundpalette dem feierwütigen Partyvolk näher zu bringen. Doch auch für die heimische Unterhaltung ist dieser Silberling eine lockere Unterhaltung, welcher viel Stimmung ins Eigenheim zaubert.

Fazit: Sauber was hier von Airbourne geobten wird. Mit kleinen Seitenhieben bringt man wesentlich mehr Innovation ins Geschehen und somit keine schlappe AC/DC Kopie, auch wenn man von ihren Landsmännern nach wie vor sehr stark nährt.

Tracklist:

01. Breakin‘ Outta Hell
02. Rivalry
03. Get Back Up
04. It’s Never Too Loud For Me
05. Thin the Blood
06. I’m Going Through Hell For This
07. Down on You
08. Rocked Like This
09. When I Drink I Go Crazy
10. Do M Like You Do Yourself
11. It’s All For Rock’n’Roll

Besetzung:

Joel O’Keeffe (voc & guit)
Ryan O’Keeffe (drums)
David Roads (guit)
Justin Street (bass)

Internet:

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Airbourne werden im Herbst im Vorprogramm von Volbeat nach Europa zurückkehren:

28.10.2016 Hamburg (DE) Barclaycard Arena
29.10.2016 Berlin (DE) Mercedes-Benz Arena
31.10.2016 Munich (DE) Olympiahalle
01.11.2016 Linz (AT) Tipps Arena
02.11.2016 Vienna (AT) Stadthalle
04.11.2016 Innsbruck (AT) Olympiahalle

05.11.2016 Geneva (CH) Arena
07.11.2016 Stuttgart (DE) Schlayerhalle
08.11.2016 Zurich (CH) Hallenstadion
09.11.2016 Cologne (DE) Lanxess Arena
10.11.2016 Frankfurt (DE) Festhalle
12.11.2016 Leipzig (DE) Arena
13.11.2016 Oberhausen (DE) Koenig-Pilsener Arena
14.11.2016 Brussels (BE) Forest National
15.11.2016 Amsterdam (NL) Ziggo Dome

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.