Amaranthe – Helix

Amaranthe-Helix-album-cover

Band: Amaranthe
Titel: Helix
Label: Spinefarm Records
VÖ: 19/10/2018
Genre: Pop-Metal
Bewertung: 1,5/5

AMARANTHE aus Schweden haben es durchwegs schwer bei reinrassigen Metal Fans zu punkten. Liegt definitiv an der Arbeitsweise, mit der sie ihre Songs unters Volk bringen wollen.

Wer also bis dato noch nie etwas mit der Band anfangen konnte, der wird abermals genügend Spielraum finden, um den Act mit dem neuesten Werk zu verteufeln. „Helix“, so der neueste Arbeitstitel ist dennoch selbst mir deutlich schwer im Gehör hängen geblieben.

Die Lockerheit mit der die Schweden bis dato immer zu Werke gingen und dem Bewusstsein alles in einen Topf zu mischen war nicht schlecht. Lag desgleichen an vielen Ohrwürmern, welche sie in der Vergangenheit auf diverse Silberlinge gebannt haben.

Ein neuer Rundling, eine kleine Veränderung im Line Up und vieles soll besser werden! Da haben AMARANTHE definitiv nicht die Rechnung mit dem Wirten gemacht. Alles nach der Reihe. Mit Nils Molin wurde ein neuer Sänger, nach dem Abgang von Jake E (alias Joacim Lundberg) verpflichtet. Dieser soll die Reihen des Gesangstriumvirats schließen. Eine harte Arbeit, welcher er mühsam versucht zu meistern. Gelegentlich sticht er hervor, wird demonstrativ mehrheitlich im Hintergrund gehalten.

Somit nicht unbedingt der beste Griff. Kann an der Leistung liegen, außerdem attestiere ich dem Vorgänger eine wesentlich bessere Homogenität im Gesang und dem Material. Kann durchaus ein kleines Detail sein, ist allerdings bei dieser Band ein großes Detail.

Des Weiteren hängen AMARANTHE irgendwie in ihrer Endlosschleife fest. Es klingt tausendmal durchgekaut was aus den Boxen wummert. Obendrein klingt der neueste Rundling zu überladen. Dem einen gefällt das, dem anderen nicht. Bei mir ist leider letzteres der Fall. Das erste Drittel der Songs geht noch leichter ins Gehör, doch der Rest wird zusehends zur Tortur.

Das schmerzt fürwahr im Gehör des besten Tellerrandguckers. Mag eventuell eine harte Meinung sein, freilich glaube ich mich ebenfalls zu jenen Hörern zu zählen, welche vieles aus anderen Blickwinkel lange betrachten, bevor sie vorzeitig urteilen.

Die Produktion hat kein Schmackes und klingt total klinisch. Die Synthies haben wahrhaftig komplett die Oberhand bekommen und dieses Oberwasser wird ihnen nicht entrissen. Vielmehr baut die Band auf diesem Silberling komplett auf überladene Lines und Vibes.

Verstärkung seitens der härteren Spieltechnik ist vorhanden, dagegen unterbuttert der klinische Pop-Synthie Sound diese.

Ohrwürmer eher fehl am Platz wenngleich „365“ einen leichten Touch hätte. Folglich driften und drängen sich AMARANTHE schier in die Bravo-Teenie-Kitsch-Metal Ecke. Die Endlosschleife mit immergleichen Einspielungen und Synthie-Einlagen wird bereits beim ersten Durchlauf schon zu einer Folter und man dreht eher ab, als dass sich der Hörer durchs Album weiter müht.

Nach etlichen Versuchen bleibt unterm Strich eines zu sagen. Dieses Album ist das wohl kitschigste in diesem Bereich. Null Veränderung, geschweige denn Erweiterungen. Ohrwürmer, fast bis gar nicht und dass soll toll sein? Sorry bis dato konnte ich stets dem Sound der Band was abgewinnen, nichtsdestoweniger das neueste Album ist einfältig und lockt und reizt zu keinem Zeitpunkt.

Fazit: Pop-Synthie Kitsch, welcher mit leichten Farbtönen aus der Metal Ecke versehen wurde. Eine Folter fürs Gehör!

Tracklist

01. The Score
02. 365
03. Inferno
04. Countdown
05. Helix
06. Dream

07.GG6
08. Breakthrough Starshot
09. My Haven
10. Iconic
11. Unified
12. Momentum

Besetzung

Elize Ryd (voc)
Henrik Englund Wilhelmsson (voc)
Nils Molin (voc)
Olof Mörck (guit & keys)
Johan Andreassen (bass)
Morten Löwe Sörensen (drums)

Internet
Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.