Band: Amaranthe
Titel: Maximalism
Label: Spinefarm Records
VÖ: 21.10.16
Genre: Modern Metal, Pop
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Amaranthe eine schwedische Institution, die für alle jene nichts ist, welche sich dem astreinen Metal verschworen haben. Wenngleich auch ich mich sicherlich zu denen zähle, die zu arge Pop Einwürfe ein Greul sind, muss ich sagen, dass diese Schweden immer etwas anderes waren. Allein das Debüt hatte mich damals echt vom Hocker gefegt und lief auf und ab in meinem Player. Dass man hierbei über gewisse Grenzen hinweg sehen muss steht außer Frage, denn nur einfach so dem Metal verschworen ist man eben nicht. Das heißt, man muss eben mit vielen Einflüssen des Synthy und dem massentaugliche Pop Sound auskommen, sonst verflucht man diese Schweden.

Etwas Zeit ist vergangen und es scheint, dass die Schweden wieder zu den Wurzeln gefunden haben, mit denen sie gestartet sind. Keine Frage, dass auch im neuen Jahr alles sehr fluffig klingt, aber im Gegensatz zu den beiden Vorgängern klingt das einfach anders. Zumindest hat es für mich den Anschein, dass man wieder kerniger ins Geschehen rückt. Die Synthy Spielereien sind nach wie vor dabei und diese sind einfach der Markensound der Schweden.

Dies stellt eine sehr einfache Frage, die man sich fragen muss, nämlich Synthy Ja oder Nein, zumindest wenn man sich die schwedischen Melodienmetallmeister Amaranthe gerne geben möchte. Ihr Sound ist explizit einfach poppiger als der vieler anderer Melodic bzw. Symphonic Metal Fraktionen in unserem heißgeliebten Musikbereich. Was und das steht für die Schweden durchaus vorhalten muss ist, dass man eben es immer verstanden hat die Fusion gut rüber zu bringen. Mal mehr, mal weniger glanzvoll, denn seit der letzten Langrille scheint man sich wieder darauf zu besinnen, stimmungsvolle Soundvibes zu bringen, die einfach frisch klingen. Freilich poppiger als sonst, vor allem „That Song“ könnte auf und ab bei Dudelradios laufen. Nicht unbedingt meine Visitenkarte für das Album, denn die ersten beiden Stücke gehen gut ins Gehör und schaukeln ungemein auf.

Die Metal Fusionsparty scheint aber da kein Halten zu kennen und Amaranthe geizen auf dem neuen Rundling nicht mit sehr fluffig-stimmigen Sound Elementen. Hatte man bis dato eh schon? Mag durchaus stimmen, nur der Reiz an dem neuen Material ist einfach ein anderer. Kaum zu beschreiben, denn es ist einfach so. Man schließt eben die Lücke vom ersten bis zu diesem Album. Klingt knackig meiner Meinung nach und weiß durchaus bis auf kleinere Schwächen gut zu überzeugen.

Fazit: Dieses mal haben die Schweden einen sehr reizvollen Rundling aus dem Hut gezaubert. Mehr Stimmung, viel gute Abwechslung und etliches aus der ersten Schaffensphase der Schweden. Man muss aber eben ein über den Tellerrandgucker sein, ansonsten wird man hier nicht wirklich fündig.

Tracklist:

01. Maximize
02. Boomerang
03. That Song
04. 21
05. On The Rocks
06. Limitless
07. Fury
08. Faster
09. Break Down And Cry
10. Supersonic
11. Fireball
12. Endlessly

Besetzung:

Elize Ryd (voc)
Jake E Berg (voc)
Henrik Englund (voc)
Olof Mörck (guit & keys)
Johan Andreassen (bass)
Morten Løwe Sørensen (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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