Band: Avven
Titel: Kastalija
Label: Eigenproduktion
VÖ: 2011
Genre: Folk Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Folk Metal ist ja eigentlich nichts Neues. Wenn es aber von unserem südlichen Nachbarstaat und zwar aus Slowenien kommt ist es doch irgendwie neu. Was weiß man schon großartig über die hiesige Metal Szene dort. Sicher ist schon klar das dort das Metal Camp jedes Jahr ist, aber kennen wir wirklich mehr Metal Bands als die Finger auf unserer Hand? Wohl kaum. Somit war ich recht überrascht als das zweite Langeisen bei mir im Postkasten landete. Beim Blick aufs Cover verrät man nicht gleich was man zu hören bekommt schaut eher sehr düster und schlicht gehalten aus. Laut Auskunft im Netz handeln ihre Lyriks von Fantasie, Romantik, tragische Liebe, Natur bis hinüber zur Mythologie also hierbei bedient sich die Formation einer breiten Palette und das klingt durchaus interessant, jetzt steht nur mehr die Frage offen wie kann man all diese Gefühlseinflüsse musikalisch vermarkten. Kurz gesagt sehr gut und vor allem der Opener weiß mich sofort zu überzeugen. Warum gerade der? Tja weil er wie meine absoluten Favoriten aus diesem Genre, nämlich Mägo de Oz klingt. Ein weiterer Anreiz sind die Lyriks die werden in der Landessprache gesungen und verleihen dem Ganzen umso mehr Anreiz. Sicherlich wären englische Lyriks ein 08/15 Prinzip, doch eben durch die Landessprache schallt das Material deutlich besser. Auch glaube ich raus zu hören das man etwas Balkan Folk im Blut hat und dies in die Songs miteinfließen hat lassen. Solche Vermischungen sind sehr adrett und das gibt es einfach nicht so oft. Somit täuscht das Cover vorerst und von Dunkelheit ist wenig zu spüren. Dennoch ist auch dieser Einfluss drauf, wenngleich dieser erst viel Später zum Tragen kommt. Die Band hat zwar einige melancholische Anläufe, als auch Unterbrechungen dabei, allerdings baut man vielmehr auf einen druckvolleren Sound, welcher auch deutlich besser rüber kommt. Solche Wechselbäder der Gefühle sind sehr schön anzuhören und vor allem wurden sie von dieser Formation sehr gut gepachtet und eben eingesetzt. Mit „Nuala“ hat man sogar eine sehr ruhige idyllische Nummer parat, welche zum ausschweifenden Träumen einlädt. Sehr idyllisch und trotzdem nicht schmalzig, abgedroschen. Das steht für das Fachwissen der Formation und eben das rüber bringen dieser Stimmung. Alles steht und liegt am richtigen Platz. Durch die Bank wird die Folkmaschinerie auf Hochtouren gejagt und dieser Kraftakt ist sehr gut geworden und weiß durch seinen eigenen Charme zu begeistern.

Fazit: Viele Bands und Alben haben wir in der letzten Vergangenheit aus diesem Genre kredenzt bekommen. Wenige haben sich durchgesetzt, diesen schließen sich Avven locker an und servieren uns einen Output der durch seinen facettenreichen Klang sehr begeistert. Mit der slowenischen Sprache muss man erst warm werden, doch dann gibt es kein Halten mehr und des zuckt rhythmisch sowieso in den Beinen, denn das Material ist fast durchgehend Stimmungsmaterial für die Folk Metal Party.

Tracklist
01. Zmaji 03:34
02. Ros 03:13
03. Nuala 03:25
04. Vvile 04:47
05. Ibo 02:52
06. Tarak 02:57
07. Hej ti! 03:38
08. sPain 03:23
09. L.78 03:42
10. Tornach 05:23

Besetzung
Primož Lajovic – Anam (voc & guit)
Uroš Rozina – ierlath (bass & voc)
Peter Dimnik – Dr. Chimney (keys)
Anej Ivanuša – Anej I. (tinlow whistles, wooden flute, bagpipes)
Miha Bes – Aillan (drums)
Gašper Šinkovec – Galvin (guit, voc & accordion)
Barbara Upelj – Morrigan (violin)

Internet
Avven Official Website
Avven @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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