Band: Bilocate
Titel: Sudden Death Syndrome
Label: Selfreleased
VÖ: 2008
Genre: Death Metal, Doom Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Bilocate waren im vergangenen Jahr in aller Munde. Nicht nur weil sie eigentlich bei etlichen Festivals hätten spielen sollen und es schlussendlich an behördlicher Engstirnigkeit gescheitert ist das die Burschen halb Europa im Handstreich genommen hätten, nein auch musikalisch konnte man überzeugen und somit bei Kolony Records einen Vertrag ergattern. Das Album „Sudden Death Syndrome” ist zwar schon bereits veröffentlich worden, auch in Eigenregie, wird aber von unserer Seite leider erst jetzt rezensiert. Wie auch immer somit können sich viele Metal Fans einen Einblick machen wie rebellischer Metal wirklich klingt. Wie auch bei vielen anderen Vertretern aus den islamischen Staaten gelten auch diese Herrschaften mit ihrer Musik eher verpönt und stoßen eher auf Unverständnis als auf Support. Schwärzester Doom Death Metal wird uns von Ramzi Essayed (voc), Waseem Essayed (keys), Baha Farah (guit), Rami Haikal (guit), Hani Al-Abadi (bass) und Ahmad Kloub (drums) kredenzt und dieser ließ in der Vergangenheit so manchen Szenekenner zu Lob Tiraden verleiten. Auch verständlich denn die Jungs gehen mit einer brachialen Macht zu Werke die einem nichts anderes zulässt als sich vor ihnen zu tiefst verneigen.

Das düstere Intro „Humans And The Dark Affiliation” ist ein teils orientalischer Stimmungsmacher der einfach für den Freund dieser musikalischen Mischung das um und auf ist. Durch die dunkle Zersetzung schafft man ein Feeling das einem eine Gänsehaut verleiht.

Im leichten Black n Death wird nun das opulente „Blooded Forest“ nachgeschoben. Basierend auf einer satten Spielzeit von 17:03 Minuten könnte man von einem schwarzen Klangepos sprechen. Auch durch das gebotene verstärkt man dieses nur umso mehr. Doom Death der schwärzesten Art serviert man uns hier mit einem Potential das seinesgleichen sucht. Die streckenweise sehr runterziehenden Parts hinterlassen eine grollende Magengegend. Komplettiert wird dies durch teils melodische, teils orientalische Soundeinflüsse die man gekonnt mit den übrigen Passagen Phasenweise abfeuert.

Mit einer Mischung aus fröhlichem, klassischem Klavierspiel und streckenweise Bombast Black Metal Rhythmus wird nun „The Dead Sea“ ins Renne geschickt. Sehr epochaler Track mit einer kürzeren Spielzeit. Doch diese nützt man durch viele Querverweise und leicht – komplexe Death/Doom Anleihen vollends.

„Ebtehal“ wird mit einem traurigen Anfang ins Rennen geschickt, welcher sofort viel Melancholie verbreitet. An diesem Konzept hält man bis zu zwei Minuten fest, bevor erneut eine dunklere Richtung eingeschlagen wird, wo auch vermehrt härtere Klänge zum Vorschein kommen. Dennoch wirkt das Stück deutlich komplexer wie sein Vorgänger. Schlussendlich kann man diesen aber durchaus locker folgen und muss nicht erst lange und hundertmal ins Stück rein hören um auf den Geschmack zu kommen.

Mit eine simplen Attacke feuern die Wüstensöhne uns nun „Inoculate“ hinterher. Sicher mag man auch hier versichert sein das etwas verspieltere Strukturen eingearbeitet wurden. Dennoch wirkt der Track deutlich eingängiger als alles was man bis dato ins Rennen geschickt hat.

Erneut eine klassische, ruhige Runde wird uns zu Beginn von „Pure Wicked Sins“ geboten. Schroff, eisig und dunkel wird hierbei die Fortführung bestritten. Mit satten, doomigen Fragmenten arbeitet man sich auf ein Neues in unsere tiefste Magen/Seelengegend vor und hinterlässt dort nur Staub und Asche. Ein wahrer Genuss vor dem Herrn wird uns durch diesen Song beschert.

Ein bedrohender Eingang erschließt sich einem zu Beginn von „The Stone Of Hate“ der einem das Gefühl des Morgengrauens in der Wüste wieder gibt. Auf dieses begonnene Programm baut man weiterhin auf und lässt das zweite Full Length Album mit einem klanglichen Outro ausklingen das einfach süchtig macht.

Fazit: Wer von alltäglicher Klangkunst aus dem Death oder Doom Bereich genug hat muss das Teil haben. Ein lohnender Silberling der in keiner Sammlung von Liebhabern fehlen sollte.

Tracklist:

01. Humans And The Dark Affiliation 02:05
02. Blooded Forest 17:02
03. The Dead Sea 05:45
04. Ebtehal 09:33
05. Inoculate 05:12
06. Pure Wicked Sins 06:28
07. The Stone Of Hate 05:13

Besetzung:

Ramzi Essayed (voc)
Waseem Essayed (keys)
Baha Farah (guit)
Rami Haikal (guit)
Hani Al-Abadi (bass)
Ahmad Kloub (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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