Band: Blizzen
Titel: Genesis Reversed
Label: High Roller Records
VÖ: 27.05. 2016
Genre: Heavy/Speed Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Daniel

Der letzjährigen EP Time Machine habe ich bisher den Weg in mein Plattenregal verweigert. So töfte wie man allerortens meinte, finde ich die nicht wirklich. Sehr gut ist sie, keine Frage. Teutonenstahl mit Accept und Running Wild sowie einer eigenen Note zu vermischen hat was.

Aber im Vergleich zu Mounting The World (Stallion) oder seiner Zeit Initium (Rising Storm) oder Hard Pounding Hart (Prowler) fehlen dort die sogenannten „Aha – Momente“.
Dazu kommt, dass der Push der sympathischen Hessen mich zwar ungemein gefreut hatte, dieser aber zum Hype avancierte.
Und gegen Musik, die auf biegen und brechen sensationell ist weil mir das jeder weiß machen will und nicht weil ich das aufgrund meines Geschmacks so empfinde, habe ich einen gut funktionierenden Abwehrmechanismus.

Nachdem die Fronten soweit geklärt sind, kommen wir zum Business:

Wie man unschwer erahnen kann, liegt mir als Rezensent die Promo des Debüts der Band BLIZZEN, namentlich GENESIS REVERSED, vor.
Und es wird wohl das gleiche Schicksal erleiden wie die EP, also den Weg in meinem Plattenschrank wohl nicht finden. Nur ist der Grund diesmal ein anderer, das Teil wird am Plattenteller kleben bis die Rille kratzt oder die Nadel runter ist.
Die Jungs haben in Sachen Songwriting mächtig aufgeholt, das deutet schon das Intro Anthem To A Distant Star an, welches eines der wenigen Intros heutzutage ist, die Sinn machen. Denn mit dem melodischen Trumpets Of The Gods knallt man einem erst einmal fett und warm ein erstklassiges Riff um die Ohren. Der Vibe, die Bridge und der Refrain sind die Sahnestücke, aus dem der Metalkuchen gebacken wird!
Und auch in Hessen weiß man, wie man auf dem ganzen Album oft heraushört, dass die beste Metalband aller Zeiten aus London kommt.
Im Eiltempo besitzt Masters Of Lightning mit den Twin Gitarren einen gewaltigen „Aha – Moment“, bei The Beast Is On Your Back gibt es ein klassisches Accept – Riff, bei Hounded For Good blitzen wie bei The World Keeps Still Running Wild  im Blizzen – Gewand durch.

Die durchweg eingängigen Refrains sorgen dafür, das jeder Track hängenbleibt. Zudem sitzt hier jedes Break wie eine Eins.
Da kann man wirklich jeden Track nehmen, also auch den Titeltrack, Gone Wild oder Skid Into Death. Oder die Gitarren vom über sechsminütigen Bestride The Thunder. Es ist egal, versucht diese Momente mal aus dem Kopf zu bekommen.
Das werdet ihr selbst bei den nach mehreren Durchgängen etwas abgenutzten The World Keeps Still und Devil in Disguise nicht schaffen!

Trackliste:

01. Intro – Anthem To A Distant Star
02. Trumpets Of The Gods
03. Masters Of Lightning
04. The Beast Is On Your Back
05. Hounded For Good
06. Genesis Reversed
07. Gone Wild
08. The World Keeps Still
09. Devil In Disguise
10. Bestride The Thunder
11. Skid Into Death

Besetzung:

Daniel Stecki – vocals, bass
Marvin Kiefer – guitars
Andi Heindl – guitars
Gereon Nicolay – drums

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