Band: Brainstorm
Titel: Downburst
Label: Metal Blade Records
VÖ: 2008
Genre: Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Keine Power Metal Band hat in der Metal Szene für soviel Furore gesorgt wie die Deutschen Brainstorm. Eines muss man den Jungs hoch anrechnen sie werden von allen Metal Fans aller Sparten gleich verehrt, obwohl sicher viele Metal Fans mit reinem Power Metal nicht viel am Hut haben, wird ihnen trotzdem Tribut gezollt. Wo der Name der Band draufsteht ist immer qualitativ hochwertige Power Metal Kost drinnen. Seit etlichen Jahren sind die Scheiben, die sie veröffentlicht haben immer ganz weit vorne in den Metal Charts. Was macht die Herrschaften so anders. Tippe mal auf die ausgewogenen Arrangements, ein nicht zu hoher Gesang und tolle Songs sind wohl ihr Erfolgsrezept. Der neueste Output heißt nun „Downburst“ und steht seinen Vorgängern in nichts nach. Gewohnt gute Qualität erwartet den Zuhörer soviel schon mal im Voraus. Seit 1995 hat man ja einiges geschaffen und das lässt viele Power Metal Herzen hochschlagen. Der neue Mann am Bass ist seit kurzer Zeit Antonio Ieva (Farmer Boys, Stereo Pilot) und wir sind schon gespannt wie dieser Mann live und in Zukunft überzeugen wird.

Mit „Falling Spiral Down“ beginnt der Rundling schon mal etwas geheimnisvoll und entwickelt sich von Anfang zu einem Power Metal Kracher. Hier werde ich ein wenig an alte Glanztaten erinnert wie z.B. an „Metus Mortis“. Schöne Riffs und Andy B Franck singt sich schon einmal warm. Auch die modernen Arrangements lockern das Ganze ein wenig auf und passen recht gut. Düster wird gleich weiter gemacht mit „Fire walk with me“. Zwar werden immer wieder die Orchester Parts ausgepackt, aber der Einsatz ist gut gewählt und macht diesen Track zu einer Hymne vor dem Herrn. Etwas ruhiger folgt dann
„Staind with Sin“. Der ruhige Moment ist aber nur von kurzer Dauer und im Midtempo wird gleich weitergerockt. Wunderbare Produktion an allen Ecken und Enden mit einem super Sound. Deutlich moderner galoppiert nun „Redeption in your Eyes“ daher und lässt fast schon kurzzeitig auf In Flames tippen. Mit einer deutlich schnelleren Geschwindigkeit und vielen Breaks und Riffs erschallt das schöne Stück aus den Boxen. Andy gehört ja mittlerweile Weltweit zu einem der besten Shouter in der Metalszene und auch auf diesem Machwerk ist klar wieso. Der Junge beherrscht raue, tiefe als auch hohe, melodische Tonlagen und genau das macht ihn multifunktionell. Mit schönen Streichsymphonien erschallt nun „End in Sorrow“. Deutlich das wohl langsamste und beschaulichste Stück auf dieser Scheibe. Nette Halbballade mit guten Synthy Parts die nicht überladen klingen. Vor allem die Streichsymphonien die immer wieder zum Einsatz kommen machen diesen Song richtig bombastisch. Bei „How do you Feel“ wird von den Jungs wieder etwas mehr Geschwindigkeit gebracht. Mit dem Refrain hat man einen schönen Mitsingpart eingebaut. Das Stück macht richtig Laune, bin mir sicher das diese Nummer live sich bald zum Liebling der Brainstorm Fans entwickeln wird. Gaspedal bis zum Anschlag heißt es nun bei
„Protect me from Myself“. Schnelleres Stück mit Hymenparts im Refrain. Wieder mit weniger Geschwindigkeit kommt nun „Sourrounding Walls“ aus, wobei aber hier auch eine Halbballade von der Band geschrieben wurde. Ebenfalls wie beim Vorgänger werden hier die Synthy- und Streicherparts eingesetzt und machen das Stück zu einem wahren Hörgenuss. Deutlich rauer, schneller und erdiger bohrt sich nun „Frozen“ in meine Lauscherchen. Brainstorm wären aber nicht Brainstorm, wenn nicht immer wieder die orchestralen Parts hinzugefügt würden. Wobei man aber den Power Metallern eines hoch anrechnen muss, sie wissen wo und wann sie diese Parts einsetzten. Das macht eben jede Scheibe der Burschen aus, nichts klingt überladen oder kitschig, was bei vielen Nachäffern der Fall ist. Rockender geht es munter weiter mit „All alone“ wobei das Lied aber nahtlos in etwas ruhigere Gefilde driftet. So macht dieser Track den Abschluss der regulären Tracks. Rauer weniger bombastisch geht man beim Bonus Track „Crawling in Chains“ zu Werke. Verstellte Vocals machen das Stück etwas moderner. Mit einem Klavierintermezzo steht nun „Hold Tight“ ebenfalls als Bonus Track an letzter Stelle. Ruhige Klänge und Balladeske Strukturen beschließen eine weiteres Hammeralbum aus dem Hause Brainstorm.

Bin mir sicher mit diesem Album wird man weiterhin ganz weit vorne mitmischen. Die kommende Tour mit Powerwolf wird sicher ein großer Erfolg, da bin ich mir sicher. Auch dem Headlinerstatus werden Andy B Frank, Torsten Ihlenfeld, Milan Loncaric, Antonio Ieva und Dieter Bernert mehr als gerecht.

Tracklist:

01. Falling Spiral Down 04:40
02. Fire Walk with Me 04:24
03. Stained with Sin 03:38
04. Redemption in Your Eyes 04:24
05. End in Sorrow 04:47
06. How Do You Feel 03:47
07. Protect Me from Myself 04:42
08. Surrounding Walls 04:10
09. Frozen 04:37
10. All Alone 04:14

Besetzung:

Dieter Bernert (drums)
Milan Loncaric (guit)
Torsten Ihlenfeld (guit)
Andy B. Franck (voc)
Antonio Ieva (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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