Brutal Peace – Above & Beyond

Written by Robert. Posted in B, CD-Berichte

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Published on Juli 01, 2010 with No Comments

Band: Brutal Peace
Titel: Above & Beyond
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Totgeglaubte leben länger, zumindest auf die Truppe die ich euch heute aufs Gehör drücken möchte trifft dies zu. Brutal Peace stammen aus Los Angeles und wurden 1993 gegründet. Ihr Output „Above & Beyond“ wurde bereits 1995 veröffentlicht, leider kam es aber dann schlussendlich vorerst zum Split. Mittlerweile konnten sich Dan Sindel (guit & voc), Lonny Pasillas (drums & voc) und Travis Johnson (bass) wieder hoch raffen und erneut ihre Demo veröffentlich. Auch wenn das Material schon etliche Jahre auf dem Buckel hat weiß es durch vielerlei Einflüsse zu begeistern, auch klingt es immer noch up to date. Der Viertracker beinhaltet feinsten Death/Thrash von der Westküste. Unter dem Motto Gouverneurs „I’ll be back“ steht das Trio Infernale erneut an um die Welt auf sich aufmerksam zu machen.

Herb, schroff und mit viel speedigem Groove läuft gleich „Above Myself“ los. Guter Moshpit Bolzen der eingängig rüber kommt. Mit diesem geschnitzten Kerbholz prügelt man quer durch die Bank den Zuhörer und animiert ihn zu den Klängen abzugehen. Etwas erinnert das Material an die brasilianischen Thrasher Sepultura zur Arise bzw. Chaos A.D. Phase, was auch die etwas Sambarhythmischen Einflüsse ausmachen. Abgehen nach Leibeskräften heißt hier die Devise und das fällt durch den Peitschenschlag mit dem uns hier die Kalifornier verprügeln nicht schwer.

Zu Beginn von „Brutal Peace“ zeigt sich die Mannschaft vorerst etwas bedeckter. Die langsame Einführung macht es aus und das ist das gewisse Etwas um die Interesse zu wecken. Nach dieser Einleitung tritt man aber gehörig auf das Gaspedal. Allerdings klingt die Rhythmik hier etwas durchwachsener. Das heißt es wird hier nicht komplett runter gebolzt was die Maschinerie hergibt, nein auch zu vielen ruckartigen Groove Wechseln lässt man sich hinreißen. Sehr gekonnt verbindet man beide Grundelemente zu einer guten Abgehgranate. Auch das Tempo wird hier in den etwas mitreißenden Parts temporeicher vom Stapel gelassen wie beim Vorgänger.

„Zshaukabro“ steht an dritter Stelle und klingt verdächtig wie ein verschollener Track von Chaos A.D., was auch die ähnlichen schizophrenen Breaks ausmachen. Als Hauptelement prescht die Truppe aber ein Programm runter das von einer sehr klaren Thrash Metal Schlagseite gekrönt ist. Unter dem Motto da Pfeifen die Komantschen fegt man über unser Köpfe immer wieder hinweg und das weiß zu begeistern. Auch ist der Track deutlich schwärzer eingefärbt was vor allem bei den Shouts raus zuhören ist. Wer sich noch an Sarcofago erinnert und eine groovige Version mag wird mit diesem Stück seine helle Freude haben.

Das Outro „Red Tube Bar“ ist zwar als Ausklang gut geeignet, was man aber damit bezwecken will ist mir etwas schleierhaft. Wie auch immer schnell wieder die ersten drei Tracks gestartet.

Fazit: Wer dem Metal zu Beginn der Neunziger die Stange gehalten hat wird hier in Erinnerungen schwelgen. Obwohl das Material schon etwas älter ist weiß man aber auch heute noch sicherlich viele Fans aus dem Bereich Death/Thrash zu begeistern. Auch für Fans jüngeren Datums durchaus geeignet, was an vielen groovigen Elementen liegt die man uns hier mit einer Wucht vorträgt. Kann man nur hoffen dass, das Durchhaltevermögen der Band diesmal länger bestand hat und man bald mit einem Nachleger vorstellig wird. Boys: „Hurry Up, Horns Up“

Tracklist:

01 Above Myself
02 Brutal Peace
03 Zshaukabro
04 Red Tube Bar

Besetzung:

Dan Sindel (guit & voc)
Lonny Pasillas (drums & voc)
Travis Johnson (bass)

Internet:

Brutal Peace @ Facebook

Brutal Peace @ MySpace

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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