Band: Clenched Fist
Titel: The Gift of Death
Label: Infernö Records
VÖ: 2012
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

São Paulo und Brasilien an sich sind ja bekannt für seine starken Metal Bands. Obwohl ich schon geraume Zeit den südamerikanischen Markt verfolge sind die Traditional Heavy Metaller von Clenched Fist für mich völliges Neuland. Bereits 2000 gegründet steht nun mit „The Gifts of Death“ das zweite Full Length Album an. Mit geballter Faust setzt man an um auf den Such des Metal Grals zu gehen. Sehr mittelalterlich startet man auch das Album und auch beim Folgetrack zeigt die Truppe, das hinter dem Namen eine sehr typische 80er Band sich verbirgt. Ist mir schon klar dass die Jungs hier nicht aus diesen Tagen stammen, sie können aber durchaus an die Glanztaten alter Szene Ikonen anknüpfen. NWOBHM als auch auf klassische Doom Metal Elemente wird zurück gegriffen und so erinnert man mich oftmals etwas an die Jungs von Manilla Road. Das Konzept wurde gut ausgestanzt, wenngleich es auch für viele zu altbacken klingen wird. Traditionell verliebt hat man auch die Produktion genau dort angepasst. Stimmlich erinnert mich der Frontmann dennoch nicht an Bands aus diesem Zeitraum. Vielmehr klingt er wieder Bruder von Silver Solorzano von Muro. An sich eine gute Kombination, welches man auch gleich zu hören bekommt. Sicherlich mögen ja viele Bands hier genau in diesem Ecke stehen und werkeln, doch auch die Brasilianer wissen sich zu behaupten. Auf eine astreines Ausrasten kann man sich aber nicht freuen und auch gewisse zu langatmig, gelutschte Parts schmälern oftmals sehr stark das Hörvergnügen. Die Kombination eben aus den alten Metal Elementen sind sehr gut und werden auch gut rüber gebracht, aber bei gewissen Passagen klingt man wie der Klötenbeißereunuchenchor. Kann man über dies hinweg sehen oder hören? Sicher kann man und so darf man auch das Material an sich nicht als unteres Mittelmaß bezeichnen, auch wenn diese genannten Passagen sehr oft zum Vorschein kommen. Mit weniger würde das Ganze perfekt klingen. Auf den alten Sound muss man stehen sonst wird das Album zur Tortur. Denke auch, dass eine deutlich druckvollere Produktion dem Album wesentlich besser getan hätte. Es hat dadurch und eben durch kleinere Mankos mehrere schale Momente.

Fazit: An sich bringen die Burschen aus São Paulo den 80er Heavy Metal zwischen Manilla Road, Holocaust und Witchfinder General sehr gut rüber. Die Medaille hat aber auch eine starke, rostige Kehrseite. Würde man die genannten Makel aus dem Weg räumen, würde die Truppe deutlich besser rüber kommen, so ist sie ein gutes Mittelmaß für den Kuttenträgeralltag und nicht mehr

Tracklist:

01. The Gift of Death
02. Codex Gigas
03. Spirit of the Death
04. Medieval Land
05. Burning the Holy Gates
06. Hate of Dogmas
07. Asgard
08. The Signal
09. Speed Metal Attack
10. Old School Avenger

Besetzung:

Vagner “Fist” Fildelis (voc)
Evando Grando (guit)
Sadistic Noise (bass)
Jorge Fioranti (drums)
Chris Clenched (back voc)

Internet:

Clenched Fist @ Facebook

Clenched Fist @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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