Band: Crazy Lixx 
Titel: New Religion
Label: Frontiers Records
VÖ: 2010
Genre: Hardrock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Malmöer Hard Rocker Crazy Lixx präsentieren uns für den 19.03.2010 genau das Kraftfutter das für alle gedacht ist die auf Rockmusik mit amerikanischer Prägung bestimmt ist. Der ehemalige Vanity Dies Hard, Crucible Saitenhexer Danny Rexon von vielen auf DC Danny genannt hat sich einige Leute um sich geschart und mit Andy Dawson (guit), Joey Cirera (drums) und Luke Rivano (bass) bereits ein Album eingespielt. Nach gut drei Jahren sind die Schweden wieder zurück und werden mit „New Religion“ die Bude rocken. Poser Rock der sich in der Riege vieler Bands wie z.B. Fatal Smile einreiht, die ja bekanntlich ebenfalls aus dem Ikea Land kommen. Gelb/blauer Hard Rock mit amerikanischen Wurzeln a la Mötley Crue, Poison und so weiter. Wer auf dieses Genre steht, sollte sich schon mal bereit halten.

„Rock and a Hard Place“ eröffnet den Reigen und die Malmöer machen genau was der Titel aussagt. Hard Rock der kernigen Spielart und dabei wird viel Rotz und Glam versprüht und das mit einer dermaßen Spielfreude die an alte Glanztaten oben genannter Helden erinnert. Gut sortierte herbe Rockriffs treffen hier auf breite Mitsingpassagen die von vielen Chorrefrains verstärkt werden. Abhoten bis zur Erschöpfung ist hier gefragt und da kann sich der geneigte Fan schon mal gewisse Tanztechniken überlegen die er zu diesen treibenden Rhythmen einsetzt.

Sehr erdige Rocktechnik im stampfenden Tempo präsentiert man uns mit einer leichten funkigen Weise beim darauf folgenden „My Medicine“. Sehr stark kommen hier viele amerikanische Ingredienzien zum Vorschein und diese werden passend mit europäischer Spielweise ergänzt. Weiterhin rockt die Truppe dermaßen amtlich die Bude das man einfach nur komplett ausrasten kann und bis zur völligen Erschöpfung abhoten sollte.

Sehr Chorlastig wird nun „21 ‚Til I Die“ eröffnet. Die Geschwindigkeit wurde merklich gesteigert und so entpuppt sich dieser immer wieder gefühlvolle wechselnde Song schlussendlich als superbe Rockgranate die mit viel Spirit abgeht. Flotte Rhythmik steigert hier ein Bangervergnügen dem man sich nicht entziehen sollte. Diese Party steigert man noch mit satten, fröhlichen Chören und so gibt es hier weiterhin Musik zum kompletten Ausflippen die zum Abgehen richtig aufwiegelt.

Nach dem sehr speedigen Vorgänger zieht man vehement mit „Blame it on Love“ die Bremse. Viel gefühlvoller wird hier musiziert und auch streckenweise lässt man verträumtere Klänge Oberwasser gewinnen. Gut zusammengewürfelt präsentiert man uns hier ein Wechselbad der Gefühle. Dennoch haben wir es hier nicht mit einer Ballade zu tun, dafür läuft die Maschinerie weiterhin mit einer guten Geschwindigkeit weiter. Doch oftmals zieht man immer wieder sehr stark die Notbremse, doch bevor es zu gemütlich wird drückt man wieder stark die Tube.

„Road to Babylon“ steht nun an der Reihe uns die Gehörgänge durchzublasen und das vollzieht man mit einer sehr rotzigen Art und Weise. Erdige Rhythmik die hier mit einer gut sortierten Geschwindigkeit hantiert setzt ihren Angriff auf unsere Trommelfelle an. Zwar wird auch hier an und ab etwas dezenter abgebremst, doch dominant rotzt sich die Truppe hier den Weg frei.

Regenschauer und Glockenschläge als Klangbild führen uns in den Song „Children of the Cross“ ein. Zuerst wird sehr verträumt und auch mit vielen leidvollen Gefühlen jongliert. Doch bevor es zu süßlich wird legt man einige Scheit nach und rockt etwas bodenständiger die Hütte und das mit einem gut gesteigerten Maß des Tempos. Auch kleinere hymnischere Einlagen werden hier genussvoll ins Gefecht geworfen und diese passen sich nahtlos in den Song ein. Der besondere Hörgenuss sind die melodischen Riffattacken, die immer wieder länger schallen.

Herber, kantiger und rotziger wird nun mit „The Witching Hour“ weiter gemacht. Erdiger Rocker der mit einer sehr guten, fröhlichen Technik präsentiert wird und dadurch das Party Feeling sehr gut und ausgewogen steigert. Crazy Lixx wissen wie man eine Granate nach der anderen schreiben muss und vor allem auch Fans aus dem Glam Rock Bereich animiert. Hier fusioniert sehr gut herbe, erdige Rhythmik, mit vielen melodischen Beilagen und das Gebräu das dadurch entstanden ist weis aufzurütteln.

Weiter dreht sich recht schnell das Rockkarussell mit „Lock up Your Daughter“. Weiterhin baut man auf temporeiche Rockkunst und diese wird uns aber etwas klarer und weniger rotziger präsentiert. Das Pedal mit einem dominanten Tritt wird weiterhin fest gedrückt und so gibt es hier weiterhin viel Kost zum Abhoten und das klingt dermaßen stark das man kaum ruhig sitzen bleiben kann.

Sehr melodisch wird nun „She’s Mine“ eröffnet. Doch das Programm wird etwas salopper in die Partyrockecke gedrängt. Mit Pfiff und Witz bittet man hier weiterhin zu einer Rockparty der Extraklasse und das mit einem Charme den man sich kaum entziehen lassen kann und auch sollte. Zwar werden kurze Rock n‘ Roll Breaks eingeschlagen die etwas gemächlicher klingen, doch schon erschallt der Ruf wieder auf die Barrikaden zu springen und gemeinsam mit den Schweden abzurocken.

Die komplette Bremse zieht man mit „What of Our Love“. Der Track beginnt sehr symphonisch und ist weites gehend von einer verträumten Spieltechnik geprägt. Zwar gibt es einige kraftvolle Breaks, doch diese gewinne nur ganz kurz Oberwasser und schon wird wieder in die etwas ruhiger Ecke gedrängt. Viel Gefühl wird uns hier sehr passabel klanglich präsentiert. Guter Love Song, der aber nicht unbedingt balladesk ist.

Mit Southern Feeling wird uns das Zwischenintro „Desert Bloom“ als Vorbereitung zum folgenden Stück auf die Hörmuscheln gedrückt.

Da passt auch der Titel „Voodoo Woman“ sehr gut. Zwar verabschiedet man sich komplett vom Southern Feeling das man vorher erzeugt hatte. Dennoch ist man von der Rhythmik sehr stark Südstaaten angehaucht. Die Vollendung des Albums wird nun mit einer kompletten reichhaltigen Kost aus dem Rucksack der Schweden vollzogen. Streckenweise kommt dies sehr modern rüber. Doch die Jungs wissen wie man das ausgewogene Maß zu klingen hat und somit wird der Bogen nicht überspannt und kann schlussendlich mehrere Generationen zum finalen Abrocken animieren.

Fazit: Tolles Rockalbum mit viel Partycharakter der amerikanischen Prägung. Wer auf Poser/Glam Rock der Marke Mötley Crue, Poison und so weiter steht bekommt hier etwas für seine Sammlung.

Tracklist:

01. Rock and a Hard Place 3:54
02. My Medicine 4:39
03. 21 ‚Til I Die 3:24
04. Blame it on Love 4:06
05. Road to Babylon 3:17
06. Children of the Cross 4:30
07. The Witching Hour 4:13
08. Lock up Your Daughter 4:05
09. She’s Mine 3:39
10. What of Our Love 4:16
11. Desert Bloom 0:46
12. Voodoo Woman 3:54

Besetzung:

Danny Rexon (voc)
Andy Dawson (guit)
Joey Cirera (drums)
Luke Rivano (bass)

Internet:

Crazy Lixx Website

Crazy Lixx @ Facebook

Crazy Lixx @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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