Band: Crimson Cult
Titel: Tales of Doom
Label: Pure Legend Records
VÖ: 2012
Genre: Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten

GEWINNER, GEWINNER, GEWINNER!!!!!

Österreich haben hiermit (nach STYGMA IV, STIGMATA, BIG HEAT & FLOOD OF AGES) einen wahren Verteidiger des Metals am Start. Europäischer Metal mit amerikanischen Anleihen und progressiven Tendenzen, gutem Songwriting und einer druckvollen Produktion, die mich Vergleiche mit den früheren SAVATAGE ziehen lassen, wohl aber mit Blick auf das „Heute“. Zum Vorgängeralbum ist die Weiterentwicklung vom ersten bis zum letzten Ton zu hören.

„State Of Fear“ ist ein Opener, wie er gar nicht hätte besser gewählt werden können; Tempo, Melodie und einige ruhigere Parts machen Lust auf mehr und man wird auch nicht von der nächsten Nummer „Behind The Curtain“ enttäuscht, die eher im Mid-Tempo Bereich anzusiedeln ist. Weiter rockt´ s mit „Institution Christ“, das wie der vorige Song auch mit einigen gänsehauttreibenden Sprach/Flüster-Gesangparts und dicken Riffs durch die Boxen knallt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Song Nr. 4 „Choshinja“ (der von der Strophe her eher gemäßigt beginnt), auf Gigs die Zuschauer/Zuhörer verleitet, den Titel mitzubrüllen.

„The Long Way Home“ (eine 9 Minuten Nummer) lädt einfach zum Zuhören ein; Der Gesang und die sehr gut harmonierenden Musiker packen einen am Kragen und wollen nicht mehr loslassen! Diese tiefgängige Mischung aus balladesken und fetten Metal Parts hätten tatsächlich auch aus der Feder von J.Oliva, bzw. Hr. DeGarmo stammen können, und das schreibt man mal nicht so eben auf ´nem Bierkasten im Probebraum! Cha Peau!

Nach diesem musikalischen Highlight haben es die folgenden Songs bei mir echt schwer, denn am liebsten mag ich zurück skippen, aber dann hätte ich die ins Ohr stampfende Perle „Warrior Son“ und die sehr schöne und leicht verträumte Ballade “On The Edge“ verpasst, welche in den wilden 80ern auf den METAL BALLADS Samplern verewigt worden wäre.

„Second Life“ reißt einen wieder aus der Schmusephase und bläst einem wieder mit der Double Bass aus dem eben noch gebauten verträumten Luftschlössern um zu zeigen: Wir können METAL, bis zum Ende!!!

Kopfabreisser, Mid-Tempo, episch, balladesk! Und das war längstens nicht alles was CRIMSON CULT zu bieten haben; Eine knapp 5 minütige Progressive-Nummer („Crimson Empire“) zeigt uns, wie abwechslungsreich die Band ihr Handwerk versteht, ohne sich dabei im instrumentalen Universum zu verlieren. Es gelingt Ihnen, instrumentale Passagen abwechslungsreich mit den Gesangspassagen
zu verbinden, ohne auch nur eine Sekunde zu langweilen. Wieder einmal muss ich den Hut ziehen.
Und leider sind wir schon am Ende des Albums, auf dem durch ein einleitendes spanisches Gitarrenspiel die progressive „Inquisition“ eingeleitet wird. 6,5 Minuten dürfen sämtliche Musiker zeigen, dass sie berechtigt den Titel Musiker tragen. DREAM THEATER haben hier sehr leichte Spuren hinterlassen ohne dass irgendetwas wie „schon mal gehört“ klingt.

Ich fühlte mich teilweise um Jahre zurückversetzt, war sehr entzückt und erfreut, dass es doch noch Bands gibt, die sich dermaßen gekonnt mit Ihrer Musik auseinandergesetzt gehaben, dass es mir große Freude war, dasselbe Album gleich nochmal zu hören.

Eine Tour mit JON OLIVA wäre für alle Beteiligten bestimmt nur von Vorteil. Warum ich nur 4,5/5 Punkte vergebe?

Damit noch Luft nach oben bleibt, denn es geht natürlich immer noch ein bisschen besser, aber das hier ist echt ein Stück Musik, das lohnt, sich immer wieder anzuhören.
METALHEADS!!! KAUFEN!!!

Tracklist:

01. State of Fear
02. Behind the Curtain
03. Institution Christ
04. Coshinja
05. The long way home
06. Warrior Son
07. On the Edge
08. Second Life
09. Crimson Empire
10. The Inquisition

Besetzung:

Günter Maier (guit & keys)
Walter Stuefer (voc)
Alex Hilzensauer (bass)
Peter Bachmayer (drums)

Internet:

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