Band: Crystallion
Titel: Hattin
Label: Dockyard 1
VÖ: 2008
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Jungs von Crystallion sind zurück. Neues Plattenlabel (Dockyard1) und mit der Scheibe „Hattin“ machen sich Thomas Strübler (voc), Patrick Juhász (guit), Florian Ramsauer (guit), Stefan Gimpl (bass), Manuel Schallinger (keys) und Martin Herzinger (drums) auf den heiligen Kreuzzug die Metalszene zu erschüttern. Nun liegt endlich der langersehnte „A Dark Enchanted Crystal Night“ Nachfolger vor mir. Ein wenig nervös bin ich auch kann man noch einen draufsetzen? Bin mir sicher die Herrschaften können, aber mal rein mit den Rundling und die Regler voll aufgedreht.

„The Ambush“ heißt das Intro und macht den Anfang. Da hat sich jemand gehörig ins Zeug gelegt. Der Anfang ist wirklich atemberaubend. Mir als alten Fantasy Roman Fan fallen Zick Sachen dazu ein. Ein guter Anfang zum Reinhören und Guster holen. Viel Flair versprühen hier vor allem die orchestralen Arrangements und der Sprecher macht sein übriges. Voll auf die Zwölf steuert man gleich mit „Wings Of Thunder“ an. Eine Nackenbrechernummer Par Excellence. Die vielen Keyboardarrangements wurden weitgehend in den Hintergrund geschoben, was aber im gesamten dem Stück recht gut steht. Im Vordergrund stehen bretternde und dennoch fröhliche Gitarrenläufe. Die beiden Seitenhexer hetzten sich gegenseitig das es eine Freude ist. Über Thomas Gesangskünste brauche ich wohl nicht viel sagen. Für mich persönlich gehört er zu den Hopefull Sängern in der Power Metal Szene. Ob es nun hohe oder niedrigere Noten sind, der Fronter beherrscht beide aus dem FF. „Vanishing Glory“ heißt das nächste Stück, beginnt etwas schneller und rutscht dann kurzzeitig in die heroische langsamere Ecke. Die orchestrale Untermahlung passt hervorragend zu den warmen ruhigen Vocals. Danach ballern die Jungs aber wieder amtlich und flott aus den Boxen. Die Thematik ist für mich alten Geschichtsfreak genau aus dem richtigen Holz geschnitzt. Kreuzritter, Schlachten und Templerthematik stehen auch bei diesem Album im Vordergrund und lassen mich laut aufhorchen. Hauptthematik ist aber die Schlacht von HATTIN wo es um den Krieg zwischen den Kreuzfahrern und Ayyubiden geht. Wer Königreich der Himmel kennt, dem ist die Schlacht bekannt. „Under Siege“ beginnt sehr bedrohlich und verleiht mir eine richtige Gänsehaut. Richtig rau bolzt diese Nummer aus den Boxen. Die Klampfer zaubern sich ein Riff nach dem anderen aus dem Ärmel das es unglaublich ist. Danach gibt es einen kurzen Ruhepart, bevor man endgültig auf der Midtemposchiene weitermacht. Sehr gute Nummer zum etwas gemäßigten Kopfschütteln. Der erste Part von „The Battle“ beginnt mit „Onwar“. Mit sehr viel Speed und vielen technischen Feinheiten galoppiert die Nummer daher. Herrliche Vocals mit treibenden, melodischen Rhythmen. Man hält zwar immer wieder kurz inne, danach wird aber das Gaspedal einmal mehr schön durchgedrückt. Ruhig und beschaulich startet der zweite Part, der sich „Higher Than The Sky“ nennt. Im Anschluss ist es aber auch schon wieder vorbei mit der Ruhe und die Herrschaften driften wieder in die schnelle Ecke. Superbe Headbangernummer wie sie im Buche steht. Die Arrangements dürfen auch hier nicht fehlen und wurden penibel genau wie Mosaikstückchen eingeflochten. Viel Fröhlichkeit versprüht diese Nummer auch wenn, so meine ich sie etwas tiefgründiger ist als die anderen schnellen Stücke. Herrliche Gitarrenfrikeleien kommen vom laufenden Band und sind ein wahrer Hörgenuss. Die Düsterpausen die an und ab eingelegt werden machen dieses Stück richtig farbenreich. Dritter und letzter Part ist nun „Saracen Ascension“. Mit herrlichen Riffs und viel Bombast verwöhnt man jeden Power Metal Fan. Auch hier kommt die Nackenmuskulatur nicht zur Ruhe. Viel Geschwindigkeit und melodische Rhythmen heißen auch hier das Erfolgsrezept. „Preach With An Iron Tongue“ ist leider auch schon der letzte Song auf diesem Album. Schöne ruhige und beschauliche Klänge mit balladesken Vocals stehen am Beginn im Vordergrund. Mit 11:08 Minuten ist dies das längste Stück und wie auch schon beim Vorgängeralbum lebt die Bayrische/Salzburger Fusion sich wieder vollends aus und wie es auch schon bei „The Final Revelation“ der Fall war und haben dadurch ein Monumentalstück geschaffen das wirklich alles beinhaltet. Melodie, doomige Ausreißer, viel Symphonie, typische Power Metal Trademarks bis hin zu balladesken Strukturen. Was unterm Strich dabei rauskommt ist ein Ohrenschmaus und beschließt ein wirklich perfektes Album.

Fazit: Ein muss für alle Power/Melodic Metal Liebhaber die es auch mal symphonisch lieben. Nach dem einmaligen spielen wird man das Album „Hattin“ nicht so schnell wieder aus dem Player geben. So ist es zumindest bei mir der Fall.

Tracklist:

01. The Ambush 01:56
02. Wings Of Thunder 05:28
03. Vanishing Glory 07:45
04. Under Siege 06:00
05. The Battle – Onward 06:55
06. The Battle – Higher Than The Sky 08:26
07. The Battle – Saracen Ascension 07:13
08. Preach With An Iron Tongue 11:08

Besetzung:

Thomas Strübler (voc)
Patrick Juhasz (guit)
Manuel Schallinger (keys)
Stefan Gimpl (bass
Martin Herzinger (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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