Daedric Tales – The Divine Menace

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Published on März 12, 2017 with No Comments

Band: Daedric Tales
Titel: The Divine Menace
Label: Selfreleased
VÖ: 25.02.17
Genre: Symphonic Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Daedric Tales - The Divine Menace album artwork, Daedric Tales - The Divine Menace album cover, Daedric Tales - The Divine Menace cover artwork, Daedric Tales - The Divine Menace cd coverBis dato glaubte meine Wenigkeit, dass der Symphonic Metal der Schnittmenge Edenbridge keine Konkurrenz in Österreich hat. Da habe ich mich wohl wahrhaftig geirrt, denn seit dem Eintreffen der Scheibe „The Divine Menace“ von Daedric Tales aus Wien, zählen diese Herrschaften als starke Konkurrenten für die oberösterreichische Combo. Gegründet 2009 von Aryan Havrest, legten die Wiener bereits mit Hircine’s Call (EP – 2013) und Cult of Ashes (EP – 2016) sehr bemerkenswerte Soundmaterialien vor. Erst nachhaltig gehört, kann man allerdings vorangehend sagen, die Steigerung innerhalb des Bandgefüges und der eingefädelten Soundarrangements sind nicht nur Genre-typisch. Nein ebenfalls die Klasse mit der man ans Machwerk herangegangen ist spricht für den Einfallsreichtum der Band.

Natürlich ist es immer schwer für eine aufstrebende Band hier im vorderen Drittel mitzuwirken. Im Falle von Deaderic Tales muss man aber zugeben, dass man es hier mit einer starken Truppe zu tun hat. Egal ob orchestrale Einfädlung oder beispielsweise der Gesang der Sängerin, es ist unglaublich mit welcher Vehemenz man uns den Symphonic Power Metal schmackhaft machen will. Hier wird nicht auf billig klassischer Märchen-Stoff musikalisch wiedergegeben. Die Wiener haben es fürwahr drauf, wie man einen druckvollen und nicht überladenen Silberling Genre gerecht aufbereitet. Somit niemals irgendwo ein Kitschfaktor. Eher im Gegenteil, die Formation zeigt hier eine Einspielung, vor der nicht unbedeutend viele Nachwuchskapellen träumen können, nein auch Bands des Genres mit Labelvertrag lehrt sie das Fürchten.

Der Gesang, natürlich wie bei solchen Genrealben typisch im mehrheitlichen Sporanobereich ist ausgezeichnet stark ausgefallen und die Sängerin versucht gar nicht irgendwie die Größen zu imitieren. Das textlich-spezifische Konzept trägt unter dem Motto Gut gegen Böse erneut eine besondere, entscheidende Rolle. Dazu feuern die Rhythmen Artillerien aus vollen Rohren und donnern mit einer Granate nach der anderen nach. Die Vermischung herber Power Metal Elemente mit Symhponic Metal ist gut gelungen und das Mischverhältnis wurde ausnehmend harmonisierend unter einen Deckmantel gebracht.

Derbe Konterparts duellieren sich beharrlich mit lieblichen Gesängen von Alexandra Kastrinakis und dabei wird das durchaus bekannt glaubende Erscheinungsbild stets frisch aufgelegt. Ein dauerhaftes Kartenmischen, welches flächenhaft den Sound der Wiener Truppe ungemein frisch und durchwegs neuwertig erscheinen lässt.

Die Einfädlungen und Arrangements halten ferner internationalen Maßstäben stand und damit dürfte ein weiter Angriff auf das buchstäblich überlaufene Genre mit einem gut geebneten Pfad eine leichte Sache sein.

Das Album präsentiert sich als hingebungsvoll verspielt und massiv eingängig, was insbesondere an den Refrains liegt, die sich in aller Regel schnell in den Gehörgängen festsetzen. Man lässt eben nichts unversucht stetig das Interesse des Hörers am Material zu steigern was für mich kein Problem darstellt. Natürlich muss man dem geneigt sein, was Edenbridge zum Start ihrer Karriere hingelegt haben. Da ich das erste Werk ebenso verschlungen habe, wird jenes von Daederic Tales ebenfalls nicht so schnell aus meiner täglichen Set List verschwinden.

Aufgrund der doch schweren Eckpfeiler die das Genre hat steckt unter Umständen deshalb folgendermaßen viel Herzblut in der Scheibe, und man kann fast in allen Bereichen zu überzeugen. Qualitativ brauchen sich Daederic Tales vor großen Vergleichen nicht zu verstecken und man unterstreicht, dass man zutiefst frisch und ungestüm die Symphonic Power Metal Sache sieht. Alle Einsätze und Mosaikbilder des Sounds bieten dem geneigten Genrefreak ein Album, welches er langanhaltend verschlingen wird.

Fazit: Bleibt einem bloß zu sagen, wirklich toll gemacht. Super Full Length Album, bei welchem ebenfalls größere Bands etwas neidisch hinblicken werden.

Tracklist:

01. Son of Storms 05:05
02. Planes of Oblivion 05:13
03. Chapter III: The Elven Era 01:52
04. Chapter IV: The Red Mountain 04:11
05. Chapter V: Shattered Alliances 03:31
06. Demonic Twilight 04:08
07. Seven Companions 05:08
08. Catalyst 05:12
09. Chapter VI: Sleepers Awake 04:08
10. Chapter VII: Child of Moon and Star 04:01
11. Chapter VIII: The Divine Menace 04:04
12. Lament for the High King 04:17

Besetzung:

Alexandra Kastrinakis (voc)
Aryan Havrest (guit & voc)
Jakob Steiner (guit)
Daniel Stockinger (guit)
Mathias Gasser (bass)
Gonzalo Bevilacqua (keys)
Jakob Griller (drums)

Internet:

Daedric Tales Website

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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