Band: Dawn of Tears
Titel: Dark Chamber Litanies
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Es verwundert mich schon immer wieder welche Nudeltruppen einen Labelvertrag haben und dann gibt es Bands die keine Chance haben, obwohl sie ein Potential haben das sie locker die Masse mit Leichtigkeit weg stecken könnten. Eine Truppe von dieser Art sind die Spanier Dawn of Tears die uns schon mit „Descent“ ordentlich überzeugen konnten. Viel doch glatt in unserer Runde der Name, die Dimmu Borgir des Südens. Doch diese Formation hat deutlich mehr drauf um als billige Kopie der Nordlichter abgehandelt zu werden. In den letzten beiden Jahren waren die Herrschaften nicht untätig und haben uns nun fünf brandheiße Tracks zukommen lassen. Diese Ep nennt sich „Dark Chamber Litanies“ und ist für alle Düsterseelen die es auch deutlich bombastischer lieben.

„Cadent Beating“ startet sehr bombastisch, mit sehr orchestralen Arrangements. Zwar beginnt hier alles sanft und lieblich, doch wer die Madrider kennt weis das es sich hier nur um eine länger Einleitung handelt. Genau nach einer Minute feuern die Herrschaften aus dem Land des Sangria aus allen Rohren und ackern sehr eisig und dreckig. Zwar hält man die Zügel noch zurück und die Dampflock gewinnt erst nach und nach an Fahrt. Doch spätestens beim flotten Mittelteil darf man getrost die Devilhörner recken und seine Birne zu den Beats abschütteln als gäbe es kein Morgen. Auch „Sinces They’re Gone“ startet sehr sanft mit amtlichen, klassischen Klavierklängen, doch hier lässt man es deutlich schneller ausklingen und serviert uns eine ordentliche Bangernummer auf dem Silbertablett. Die fetten Gitarrenriffs werden von einem sehr speedigen Drumming begleitet. Doch auch einige Ausflüge in ruhigere, düstere Gefilde sind vorhanden, hier verweilt man aber nur kurzzeitig, bevor man wieder ordentlich zur Sache kommt. Von Beginn an voll auf die Zwölf acktert das Quintett bei „Winds Of Despair“, deutlich melodischere Soundfragmente wehen einem hier um die Ohren, auch wenn man das Ganze mit vielen typischen Black Metal Beats komplettiert hat. Doch eine astreine Variante wird hier nicht geboten viele Death und Dark Metal Trademarks wurden wie kleine Mosaiksteine eingebaut. Das macht eben Dawn of Tears aus, sie haben viel Potential und dabei zeigen sich die Burschen mit einer Spielfreude die man selten erlebt hat. Ein weiterer Nackenbrecher ist nun „As My Autumn Withers“ geworden, zwar dominiert hier der bombastische Anteil immer mehr, doch dafür werkeln die Jungs sehr flott dahin. Viele Eckpfeiler in Richtung Norden wurden hier gesetzt die sich äußerst lecker anhören und einen kaum ruhig sitzen lassen. Den leider viel zu frühen Abschluss findet man mit „Mr. Jarrod“, welches mit melodischen Gitarrensolis und einer Bombastwand eröffnet wird. Doch anschließend ballern die Herrschaften noch mal alle Granaten aus ihren Mörsern und brettern ordentlich dreckig und rau dahin. Bestes Bangerkraftfutter wurde so ans Ende gestellt die einen wie auf Nadeln sitzen lassen und die Ep nach Beendigung nochmals durchspielen lassen. Da kann man nur hoffen das Dawn of Tears bald mit einem neuen Full Length Album zurück sind und spätestens dann mit einem Plattenvertrag. Zu wünschen wäre es den Herren, denn wo Dawn of Tears drauf steht ist qualitativ hochwertiges Material drinnen.

Fazit: Düstermetaller der Marke Dimmu Borgir sollten sich das Material der Truppe unbedingt zulegen. Für meinen Teil rotiert der Silberling der Spanier ordentlich heiß und ich kann dabei kaum genug bekommen.

Tracklist:

01. Cadent Beating 07:38
02. Since They’re Gone 05:44
03. Winds Of Despair 06:17
04. As My Autumn Withers 05:25
05. Mr. Jarrod 05:55

Besetzung:

J. Alonso (voc)
Andres Perez (guit)
J.L. Trebol (guit)
Konrad (bass)
Israel Perez (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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