Dawn of Winter – The Peacefull Dead

Band: Dawn of Winter
Titel: The Peacefull Dead
Label: Massacre Records
VÖ: 2008
Genre: Doom Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Ich bin ja ein großer Verehrer der Sacred Steel Alben. Darum war ich recht verwundert als der neueste Streich von Dawn of Winter bei mir im Postkasten lag. Von dieser Truppe hatte ich bis dato nichts gehört. Was das nun mit Sacred Steel zu tun hat. Ganz einfach Jörg Michael Knittel (voc & guit) und Gerrit Philipp Mutz (voc) arbeiten hier wieder zusammen. Bei genauerem Studium des Beipackzettels musste ich zu meiner Schande feststellen, das es diese Truppe schon seit 1990 gibt. Wie auch immer der neueste Streich nennt sich „The Peacefull Dead“ und ist via Massacre Records veröffentlicht worden.

Der Glockenschlag erfolgt durch den Track „The Music of Despair“. Von Beginn an werde ich immer wieder an die Hauptband des Sängers erinnert, auch kein Wunder gibt es auch auf diesen Machwerken einige sehr doomige Tracks. Dennoch von so einer schleppenden Seite zeigte man sich noch nie. Donnernde Riffs an allen Ecken und Enden, die bis tief in die Magengegend vordringen. Durch den Gesang von Gerrit bekommt das Ganze ein wenig True Metal Charakter mit einer doomigen Schlagseite. Rau und erdig ertönt nun auch schon der Nachfolger, welcher sich „A Lovelorn Traveller“ nennt. Man knüpft dort an wo das Vorgängerstück aufgehört hat. Auch wenn man es hier um Ecken doomiger anpackt und dadurch der True Metal Faktor über Bord geworfen wurde. Leidende, blusige Gesänge die sich wie ein Ohrwurm in meine Lauscherchen bohren stehen hier im Vordergrund. Die Gitarrenläufe sind wie eine tiefe Kettensäge die auf einem Dauerlauf ist um den Wald schön gemächlich nieder zu holzen. „Mourner“ wird durch eine etwas fröhlichere Stimmung, als auch mit mehr Geschwindigkeit nachgeschoben. Das man mich richtig versteht, hier wird nicht das Gaspedal getreten, aber im Gegensatz zu den beiden Vorgängern, hat man hier etwas mehr Tempo eingebaut. Herrliches, infernales Doomgewitter hagelt auch hier weiterhin auf uns hernieder und die schleppenden Songstrukturen sind Ambrosia für alle Doom Metal Fans. Zum Ende des Tracks wird die Geschwindigkeit noch etwas mehr gesteigert und das Stück dröhnt dadurch richtig flott aus den Boxen. „Holy Blood“ überzeugt nun wieder mit typischen Doom Trademarks wie sie im Buche stehen. Tiefgründige Gesänge und erdige Rhythmen die ein langsames Bangen allemal zulassen. Hier wurde die Notbremse deutlich gezogen. Zäh wie Kaugummi nimmt man uns hier mit auf eine tolle Doom Metal Reise. Wer von dieser Richtung begeistert ist, der kommt vollends auf seine Kosten. Mit einem Sprachintro wird nun „The Oath of the Witch“ eröffnet. Eine recht nette, galoppierende Nummer bietet nach dem sehr langsamen Vorgänger eine willkommene Abwechslung. Hämmernde Riffs und Donnerschläge an allen Ecken und Enden. Einige dreckige und härtere Ausbrecher wurden hier eingefädelt und vor allem der dreckig, raue Gesang von Michael ist hier zu Gerrits True Metal Gesang eine gute Ergänzung. „Throne of Isolation“ startet sehr ruhig und beschaulich. Die gelieferten Basslinien, werden durch die gefühlvollen Vocals aufgewertet. So kann man sich hier getrost zurück lehnen und genießen. Lange sollte man dies aber nicht machen, denn nach etwa einer Minute dröhnen wieder schöne Riffs und schleppende Doomklänge aus den Boxen, die aber immer wieder durch das Aufsuchen in ruhigere Gefilde abgelöst werden. Bei „Burn Another Sinner“ ist man richtig flott am Werken und bolzt mit einem recht flotten Soundgewand daher. Tiefe, erdige Gitarrenlinien werden durch ein flottes Tempo zu einer richtigen Schunkelnummer, bei der man allemal sein Haupt kreisen lassen kann. „All the Gods You Worship“ ist nun wieder ein sehr schleppender Track mit vielen Raffinessen für Doom Verehrer von Candlemess und Co. Das man hier zwar auf Doompfaden wandert ist klar, doch die Abwechslung heißt auch hier der Gesang, der das Ganze etwas verdaulicher macht. „Anthem of Doom“ ist vom Tempo her in den gleichen Gefilden angesiedelt, jedoch kommt das Stück etwas heroischer und kompakter daher. Tolle sägende Gitarren und herrliche Chorvocals kommen immer wieder zum Einsatz und lassen einen nur niederknien um nach mehr zu kreischen. Abgerundet wird der Output durch das 09:45 Minuten lange Doom Metal Epos „The Peaceful Dead“. Tiefe, schleppende Rhythmen die mit einem sägenden Gitarrensound aus den Lautsprechern dröhnen, lassen einem nur eines über. Devil Horn strecken und zu dem verhaltenen Stück die Rübe besonnen kreisen. Zum Ende hin kommen einige klare Riffs zum Vorschein und dadurch wirkt man sehr komplex. Toller Abschluss für ein Doom Metal Meisterwerk mit einer kleinen Brise True Metal.

Fazit: Wer auf Doom Metal steht der kommt um dieses Album nicht herum, aber auch Sacred Steel Fans können hier getrost zugreifen und werden viel Freude am Album haben.

Tracklist:

01. The Music of Despair
02. A Lovelorn Traveller
03. Mourner
04. Holy Blood
05. The Oath of the Witch
06. Throne of Isolation
07. Burn Another Sinner
08. All the Gods You Worship
09. Anthem of Doom
10. The Peaceful Dead

Besetzung:

Jörg Michael Knittel (voc & guit)
Gerrit Philipp Mutz (voc)
Joachim Schmalzried (bass)
Dennis Schediwy (drums)

Internet:

Dawn of Winter Website

Dawn of Winter @ Facebook

Dawn of Winter @ MySpace

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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