Band: Dead Ficus
Titel: Rise or Fall
Label: Selfreleased
VÖ: 01.06.16
Genre: Melodic Metal/Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Dead Ficus sind nicht etwa Gärtner die den Tod einer Pflanze betrauern, nein hier haben wir es mit einer sehr ernst zunehmenden Truppe aus Straßburg zu tun. Die Elsässer legen mit „Rise or Fall“ ihr Debüt vor. Im Beipackzettel steht das man eine Mischung aus Melodic, Metalcore und Rock zelebrieren. Nun Hardcore, mit dieser Aussage wäre ich etwas vorsichtig, freilich hat der Fronter eine sehr rauchige Stimme, welche auch in diesem Genre massig vorgetragen wird. Vom musikalischen Standpunkt aus gesehen werden aber eher die modernen Wurzeln des Melodic Metal, als auch Rock angestrebt. Das Mischergebnis ist sehr adrett und weiß auch zu überzeugen.

Bei der Stimme würde man vielleicht meinen, dass die Straßburger Combo hier einen Fehlgriff getan hat. Mitnichten, denn der Shoutgesang passt zum Material sehr gut. Macht das Ganze einfach deutlich frischer und eigenständiger. Die steten Wechsel zwischen hasserfüllt und Melancholie lassen ordentlich aufhorchen. Man versteht es eigene Innovationen vorrangig zu stellen, um ja nicht mit irgendjemanden verglichen zu werden.

Das Potpourri von Dead Ficus hat einfach etwas, es mag vielleicht keine Revolution sein, aber die stimmigen Vibes und die sehr dunkel-düster angestrebten Melodien stehen für die ausgewählte Technik. Weiters wird hier nicht einfach auf Teufel komm raus gedudelt, nein man bringt das Ganze sehr pressgenau zu Protokoll. Daraus resultiert ein tolles Wechselspiel das ungemein toll auf die Trommelfelle hämmert.

Somit hat man was die Eigenständigkeit betrifft schon mal etliches intus. Auch was die Wechselthematik und den rauen Gesang betrifft haben die Elsässer eine breite Palette parat und das geht amtlich ins Gehör.

Fazit: Kunterbunt zwischen härterem Melodic Metal und erdigem Rock wird jongliert, dazu noch eine Hardcore lastige Stimme und schon ist das Erfolgskonzept fertig. Sicherlich nicht einfach, aber was die Elsässer hier vorlegen kann sich hören und sehen lassen. Man schöpft das Eigenpotential gut aus und giert nach mehr, was ihnen auch sicherlich bald gelingen wird.

Tracklist:

01. Black Hole
02. Between the Lies
03. Rise or Fall
04. Seven Billion Graves
05. Memento Mori
06. Secrets and Illusions
07. No Shining Way
08. Burden of Life
09. Undying Dream
10. Into your Black Chapter

Besetzung:

Rimka (drums)
Laurence (keys)
Nono (guit)
Sax (voc)
Oliv (guit)
Lulu (bass)

Internet:

Dead Ficus Website

Dead Ficus @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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