Band: Ecliptica 
Titel: The Awakening
Label: Selfreleased
VÖ: 2007
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Ecliptica? Haben wir es hier mit einer Sonata Arctica Cover Band zu tun? Weit gefehlt diese Wiener Formation ist meiner Meinung nach das Neueste aus unserem Land was in Sachen Melodic Power Metal vorstellig wird. Sicherlich gibt es einige Bands eben aus unserer Republik mit ähnlicher Kerbung, diese sind aber leider sehr spärlich gesiedelt und so ist das Erscheinen auf der Bildfläche von Ecliptica mit den Worten „Most Welcome“ zu betiteln.

Was hier handelt es sich um eine Eigenproduktion? Irgendwie unbegreiflich denn dieser satte Sound den man schon beim ersten Werk geschaffen hat ist einfach unglaublich.

Nach dem Intro „The End of Silence“, geht es gleich los mit „The Awakening“. Bombastischer Epic Metal allererster Güte. Nein hier wird nirgends kopiert oder abgekupfert. Ecliptica besitzen zuviel Eigenpotential, das sie es niemals nötig hätten irgendwo abzukupfern. Die Wechsel zwischen ruhigen Parts und schnellen Arrangements sind gut und ausgewogen. Vor allem der Shouter Thomas Tieber hat eine sehr kräftige und ausdruckstarke Stimme. Die Vocals der damaligen Sängerin Evelin Pieler halten sich noch eher im Hintergrund, aber genau dieser Einsatz macht es aus. Etwas traditioneller und schneller geht man es bei „A Fairytale“ an. Vor allem die Duettparts der beiden Herrschaften am Mikro passen wie die Faust aufs Auge. Die eingesetzten Bombastparts sind einfach gut und ausgewogen gewählt und bereichern das Stück. Den ruhigeren Mittelpart übernimmt Evelin, wo sie beweist, dass sie ein warmes und trotzdem rockendes Organ besitzt. Etwas mehr rockender und rollender geht es weiter mit „Evil Love“. Superbes Stück das einfach nur amtlich aus den Boxen daher galoppiert. Der Fronter bewegt sich hier auf sehr rauen Gefilden und wird immer wieder tatkräftig von der Frontnachtigal unterstützt. Bei diesem Stück kann man einfach nicht ruhig und tatenlos dasitzen. Verspüre schon den Drang mein Genick zu den Rhythmen zu drehen. Mit einem dumpfen Glockenschlag geht es bei „Twilight Hall“ weiter. Das Stück beginnt etwas ruhiger und beschaulicher und vor allem die hier eingesetzten Arrangements sind einmal mehr einfach erste Sahne. Was man sich hier ausgedacht hat ist ein schöner Wechsel zwischen ruhigen Parts, die sich immer wieder mit schnelleren Ausreißern ablösen und das verleiht dem Song einen schönen Farbanstrich. Mit „Ecliptica“ ist aber auch schon das Ende dieser schönen Scheibe gekommen. Ein richtig warmes, gefühlvolles Stück und die Sängerin kann einmal mehr beweisen, dass sie gut bei Stimme ist. Nein keine Angst es ist keinesfalls eine Ballade, gleich im Anschluss kommen wieder schöne bombastische Klänge zum Einsatz. Vor allem der Wechsel zwischen den männlichen und den weiblichen Vocals ist gut gewählt. Auch die Ausrichtung wechselt von schön gefühlvoll bis hin zu schnell mitreißend. Bleibt mir nur eines übrig zu warten bis der neue Output da ist.

Fazit: Leute hier heißt es zugreifen. Ecliptica ist eine weitere Band die zur Creme de la Creme des NWOAHM (New Wave of Austrian Heavy Metal) gehört. Das man bis dato noch keinen Plattenvertrag ergattern konnte ist mir unbegreiflich. Meine lieben Herren von den Plattenfirmen wer sich diese Band entgehen lässt. Ist entweder taub oder ignorant.

Tracklist:

01. The End of Silence
02. The Awakening
03. A Fairytale…
04. Evil Love
05. Twilight Hall
06. Ecliptica

Besetzung:

Thomas Tieber (voc)
Elisabeth Fangmeyer (voc)
Markus Winkler (guit)
Bernie Scholz (guit)
Florian Thür (bass)
Roman Klomfar (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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