Band: EXISTENCE FAILED
Titel: Putrefaction Of This Modern Time
Label: Selflreased
VÖ: 09.12.16
Genre: Melodic Death Metal/Metalcore
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

EXISTENCE FAILED - Putrefaction Of This Modern Time album artworkDa kommt ein rauer, steifer Sturm jenseits des Hessenlandes auf uns zu. Die Jungs von Existence Failed sind zwar in unserer Redaktion noch ein absolut unbeschriebenes Blatt, aber mit dem Zweitwerk der 2006 gegründeten Combo wird sich dies definitiv ändern. Zumindest bei der Riege der Redaktionsmitglieder, welche auf eine moderne Melo-Death Mischung stehen. Meine Wenigkeit ist für solche Sachen durchaus immer offen. Wenn es gut gemacht wurde und nicht in zu poppigen Eskapaden mündet, dann soll es mir recht sein. Im Falle der Hessener geht dies schwer in Ordnung, auch wenn man ausgezeichnet dominant Synthies einsetzt. Diese nerven nicht, oder haben etwa einen poppigen Touch, nein sie bereichern den leidenschaftlich adrett, fetzigen Sound ungemein.

Die Marburger setzen wirklich den Christbaum unter Feuer und das zu einer Zeit, wo ja behauptet wird es solle doch die ruhigste Zeit im Jahr sein. Davon wollen ebenso wir nichts wissen und mit solchen Granaten, wie auf diesem Album kann man richtiggehend die Bude zum Kochen bringen. Die sehr gekonnt avancierten Wechsel zwischen Melodic Death Metal und etlichen Metalcore Kanten wurde gut unter Dach und Fach gebracht. Es klingt niemals überheblich oder gar kopierend, dadurch steigt ebenfalls die eigene Innovation merklich nach oben. Einzig vielleicht bei den Gesängen, hätte man bei der Produktion etwas mehr Acht geben sollen, denn die Rhythmusfraktion unterbuttert die Gesänge oftmals. Sicherlich ein kleines Manko, weil der Sound an sich druckt ordentlich auf die Gehörgänge und die gesetzten Angriffe verfehlen keineswegs ihr Ziel.

Gnadenlos hageln die Metal Anteile auf unser hernieder, anhaltend wieder von gekonnten Synthie-Ansätzen. Das macht das Ganze eben seitens der Marburger aus. Guter Metal aus dem Hessenland ist natürlich nicht unbekannt, im Falle seitens Existence Failed allerdings schon. Kleinere Details lockern die Songstrukturen auf, bevor man abermals brachial wie ein aufkeimender Sturm auf uns hernieder hagelt. Ein push Forward Effekt der besonderen Art und das bohrt sich tief in die Gehörgänge. Es begründet die immerhin längere Zeit seit dem letzten Release, da die Zeit hat man wahrlich gut genutzt. Gerade die packende Art der vorgetragenen Songs hemmt das Aufkommen von Langeweile ausnehmend gekonnt. Stets wird gerade wie erwähnt darauf geachtet, den angesetzten Würgegriff zu keinem Zeitpunkt zu lockern. Die Entfaltung aller eingesetzten Fragmente braucht nicht zu lange und so wird extrem auf Facettenreichtum geachtet. Es mag sicherlich etliches in diesem Misch-Genre geboten worden sein. Da haben gewiss diese Hessener Herrschaften noch viel mitzureden. Man biedert sich nicht an, sondern schwingt eine eigene, abgöttisch starke Keule.

Fazit: Ein wahrliches Meldo-Death/Metalcore Gewitter aus Marburg, welches uns hier ereilt. Alle Gesichtspunkte wurden gut ausgewählt.

Tracklist:

01. I.A.N.D. 00:58
02. Come Back Stronger 03:52
03. Existence Failed 03:23
04. Echoes 04:06
05. Schattenlicht 05:09
06. Empathy 03:39
07. Lass es gehen 04:36
08. Asche 03:06
09. Break New Ground 05:03
10. Exploited by Confidence 02:51
11. My Infection 06:41

Besetzung:

Ken Ströher (voc)
Achim Zissel (guit)
Fredi Weber (guit & clean voc)
Sascha Schekanski (bass)
Andre Skopko (drums, programming & samples)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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