Band: Fates Warning
Titel: Theories Of Flight
Label: InsideOut Music
VÖ: 01.07. 2016
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Daniel

Über einen neuen Output der Urgesteine des Progressive Metal viele Worte zu verlieren, ist normalerweise nicht nötig.
Wer sich mit Metal auch nur oberflächlich beschäftigt, kommt an FATES WARNING nicht vorbei und wer sich näher mit diesem Genre beschäftigt, stellt fest, dass die Band um den Gitarrenmeister Jim Matheos zumindest immer Pflichterfüllung auf hohem Niveau betreibt. Einigen reicht das, anderen halt nicht.

Nicht das ich jetzt falsch verstanden werde! Alben wie Inside Out, X und Disconnected sind per se starke Alben, die sich qualitativ von der Masse abheben. Angesichts des Stellenwertes der Band allerdings eigentlich zu wenig.
Dagegen sind beispielsweise Parallels, A Pleasant Shade Of Grey oder das letzte Werk Darkness In A Different Light eher repräsentativ für den Status, den sich die Amerikaner mit Alben wie The Spectre Within, (dem  besten Metalalbum aller Zeiten)  Awaken The Guardian und No Exit erspielten.
Der Grund, warum die Band danach – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – dieses atemberaubende Niveau nur noch einmal (nämlich vor 27 Lenzen mit Perfect Symmetry) durchweg erreichte, liegt daran, dass sich die Welt ständig weiterdreht und man sich fleißig mitdrehte, wie es sich für eine progressive Band eben gehört. Und so mancher Hörer ist halt eher regressiv veranlagt.

Nun stand das Release des zwölften Albums, THEORIES OF FLIGHT an, welches – soviel vorweg – den Trend des Vorgängers mehr als nur fortführt.
Während beinahe alle Lyrics wie eine Auswertung der Vergangenheit wirken, verbindet man auch musikalisch sämtliche Trademarks bis hin zu den modernen Breaks, die seit Mitte der Neunziger die Alben dominierten.
So entwicketlt sich der besinnlich beginnende Opener ab Minute zwei vom melancholischen Schmachtwerk explosionsartig zum vertrackten Groover, welcher einen mit den grandiosen Melodien im Refrain endgültig umhaut.
Das darauf folgende Seven Stars avanciert mit seinen Gitarrenläufen, einem zur Höchstform auflaufenden Alder, dem treibenden Rythmus und einer Weltklasse Hookline sowie dem überirdischen Refrain sogar zu einem der besten Tracks der Bandgeschichte.
Zu denen darf man auch die über zehn Minuten langen The Light And Shade Of Things und The Ghosts Of Home zählen, die an Vielfalt, Spannung und Dramatik einfach alles übertreffen, was FATES WARNING bisher an Longtracks zu bieten hatten.
Ebenfalls überragend sind die Banger White Flag und Like Stars Our Eyes Have Seen, die neben harten Riffs und absoluten Ohrwurmrefrains ebenfalls mit „verzaubernden“ Gitarrenmelodien im Hintergrund aufwarten. Lediglich der – neben dem abschließenden, titelgebenden Instrumental – kürzeste Song, SOS, kann dieses Niveau nicht ganz halten, offenbart allerdings auch nach etlichen Durchläufen sehr viele, neue Details.

Ehrlich gesagt, bin ich sehr überrascht:
Songs die sofort ins Ohr gehen und durch ihre vielschichtigen Arrangements unsterblich scheinen, ein Ray Alder in Höchstform, ein Bobby Jarzombek der durchweg antreibt und ein Jim Matheos, der hier einige seiner besten Ideen auspackt machen THEORIES OF FLIGHT zu einem der besten Alben, welches die Band je veröffentlicht hat!


Trackliste:

01. From The Rooftops
02. Seven Stars
03. SOS
04. The Light And Shade Of Things
05. White Flag
06. Like Stars Our Eyes Have Seen
07. The Ghosts Of Home
08. Theories Of Flight

Besetzung:

Ray Alder – vocals
Jim Matheos – guitars
Joey Vera – bass
Bobby Jarzombek – drums

Fates Warning im Internet:

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