Band: GodHateCode
Titel: Weltenschmerz
Label: Noisehead Records
VÖ: 2012
Genre: Death Metal/Grindcore
Bewertung: 5/5
Written by: Nicole Fritz

Nach „Aeons“ aus dem Jahre 2008 können wir nun dem Zweitwerk von GodHateCode: „Weltenschmerz“ lauschen. War das Debüt noch eher international, ist der Zweitling aus einer rein österreichisch/schwedischen Zusammenarbeit entstanden. Die truppe besteht nun aus Wolfgang Rothbauer („Zombie Inc.“, „In Slumber“, „Thirdmoon“), Armin Schweiger („U.G.F.“, „Distaste“), Pelle Ekegren (Ex-„Grave“), Lukas Haidinger („U.G.F.“, „Ultrawurscht“) und Philippe Seil („Distaste“). Aber nicht dass ihr jetzt glaubt, nur weil das Album bis auf einen Titel in Deutsch gehalten ist, könnte man diese in das Genre der so genannten Neuen Deutschen Härte einordnen. Sie nennen sich zwar Rammstein des Death Metals, haben aber mit selbigen nur die Sprache gemeinsam.

Was mir da die nächsten 45 Minuten um die Ohren bläst, hat mir so einige Überraschungen beschert. Erst dachte ich, es ist Grindcore, dann Death Metal, ein wenig Black/Emo, es ist nichts von allem und doch von allem etwas. Die Gitarren sägen sich durch meine Hirnwindungen wie selten in letzter Zeit, während die Drums meine Lungenflügel zum Beben bringen. Das ist ein Zuckerstück nach dem anderen für jeden Death Metaler, obwohl der Hang zum Grind immer wieder durchscheint, was aber auf keinen Fall als negativ zu bezeichnen ist.

Das Tempo des Albums zeigt sich gleich beim Opener „Ich bin Krieg“ und wird das ganze Album durch konsequent durchgehalten. Zum druckvollen, lauten und schnellen Todessound mischen sich ganz dezent Keyboards, die zwar beim ersten Reinhören irritieren, sich aber nach und nach harmonisch in den Gesamteindruck einfügen. Und spätestens der der letzte Song „Todessog“ zeigt auch die düstere Seite und zieht einen in die düstere Verzweiflung. Düstere, epische, fast apokalyptische Stimmung ist vorprogrammiert und schreit nach der Replay-Taste.

Frontmann Armin Schweiger ist es das ganze Album hindurch perfekt gelungen, Intensität, Wut und Härte rüberzubringen, ohne dabei aber kitschig oder überladen zu wirken. Alle weiteren Beteiligten sind absolute Profis und die ganze Truppe ist perfekt aufeinander eingespielt. Ausgereiftes Songwriting und die trotz Growls und Screams Großteils verständliche Texte runden den Pressling rundherum ab. Was die Band hier auf unsere Gehörgänge los lässt, ist an Wut, Brutalität und Hass nicht mehr zu überbieten und hat meine Erwartungen weit übertroffen.

Fazit: Ein absolutes Muss für jeden Genre-Fan und alle, die es noch werden wollen. Die Scheibe darf auf keinen Fall ein Geheimtipp bleiben! Thumbs up!!

Tracklist:

01. Ich Bin Krieg
02. Feine Gaben
03. Beuteschema Überdruss
04. Für Gott Und Gold
05. Der Wert
06. Schöne Freude
07. Prügelknabe
08. Im Leben Nicht
09. Das Etwas
10. Värdighetens Avgrund
11. Todessog

Besetzung:

Armin Schweiger (voc)
Pelle Ekegren (drums)
Wolfgang Rothbauer (guit)
Philippe Seil (bass)
Lukas Haidinger(guit)

Internet:

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GodHateCode @ MySpace

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