Band: Hardbone
Titel: Tailor Made
Label: Remedy Records
VÖ: 28.10.16
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Erst jüngst das neueste Werk von Airbourne verdaut und schon rückt eine weitere Kapelle an, welche AC/DC und allen Down Under Rocktruppen dieser Marke ihren Titel streitig machen wollen. Keine Frage an das Original kommt man nicht ran, ist einfach so, wenn eine Generation verbindende Band über all die Jahre ein Genre demgemäß geprägt haben. Faktum dazu ungeachtet ist, dass es viele Zöglinge gibt, welche ihre Sache gut machen. Airbourne waren für mich bis dato beharrlich das Aushängeschild, nichtsdestoweniger stehen Hardbone ihren Kollegen ebenfalls in der Zunft in nichts nach. Frisch und frei von der Leber rocken die Jungs bereits einige Jahre und waren dennoch ein bisschen unterbewertet. Kann man nur hoffen, dass es mit dem neuen Rundling „Tailor Made“ sich ändert und man genauso einen Status einfahren kann, wie eben die genannten, australischen Jünger. 110% Rock ‘n‘ Roll der alten Schule steht hier definitiv am Tagesprogramm und gleichwohl enttäuscht man zu keinem Zeitpunkt. Dass man allerdings das Rad nicht neu erfindet ist ebenfalls klar, auch wenn diese Herrschaften hier eine weitere, uneingeschränkt erfrischende Bereicherung des Genres ist.

Hormonell inspirierte Frauenbilder, jeder Menge Bierseligkeit und das gewisse Ausmaß an Biker-Romantik ist hier ebenfalls ein dominantes Klischee und dementsprechend wirkt ihr Rock glühend massentauglich. Nicht schlecht und geht ohne Wenn und Aber ins Gehör. Zwischen flotten, teils außerordentlich fetzigen Rockgranaten, wie außerdem hymnisch wirkenden Songs wurde eine gute Auswahl auf den neuesten Silberling gepackt. Dass man dabei anziehend die pure Leidenschaft für dreckigen Rock ‚n‘ Roll authentisch in den Vordergrund rückt, mag vielleicht etwas abgedroschen klingen. Tut es trotzdem im Falle von Hardbone gegebenenfalls nicht. Man kann gewiss nichts Neues hervorzaubern, andererseits es kommt immer auf die Hauseigene Umsetzung an und diese wird hier sehr groß geschrieben. Es donnern die Rock Glocken und das Gebimmel ebbt zu keinem Zeitpunkt ab. Eher im Gegenteil man haut voll auf die Glocken und der Unterhaltungswert steigert sich durchaus ins Unermessliche.

Dass man eine runderneuerte Rhythmusfraktion in den eigenen Reihen zu verzeichnen hat hört man kaum, denn die Jungs harmonisieren von vorne bis hinten. Man versprüht viel Spaß in den Backen und rockt was das Zeug hält. Die Kombination aus gerifften Leder-Denim-Kombinationen, gepaart mit feinstem Gitarrenstoff ist ein guter, langanhaltender Garant für viel Unterhaltung in den heimischen Wänden. Doch bin ich mir sicher, sicherlich werden die Burschen live rocken auf Teufel komm raus und für viele feuchte Abende sorgen.

Fazit: Sex, Dreck, Schnaps und Spaß in vollem Ausmaß. Somit eine Rockgranate vor dem Herrn. Man giert nach dem Nachkömmlingsthron und das Rennen um den Spitzenplatz wird richtig heiß.

Tracklist:

01. No Man’s Land
02. It’s A Man Thing
03. Tailor-Made Woman
04. Blood From Hell
05. What’s Going On
06. Cannonball
07. When It Comes Down To It
08. We’Re All Gonna Die
09. Barfly
10. Tear It Up

Besetzung:

Tim Dammann (voc)
Sebastian Kranke (guit)
Tommy Lindemann (guit)
Tim Schwarz (bass)
Benjamin Ulrich (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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