Band: High Voltage
Titel: A Morning Dying
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Altbewährter Metal aus dem Süden unseres Landes, nun ja bis dato war mir da eher Madog ein Begriff, da diese Recken eine durchaus ähnliche Linie fahren, wie die Vertreter, welche ich euch heute unter die Nase reiben möchte. High Voltage (keine Angst keine AC/DC Cover Band) servieren uns einen durchaus ähnlichen Stahl, wenngleich man hier wesentlich mehr den Retrobrereich des urtypischen Heavy Metal aufsucht. Rau, deftig und mit viel Schmackes wird hier die Pauke geschlagen und dies dürfte nicht nur die Österreicher interessieren, denn das Material hat einfach einen sehr guten, internationalen Vergleichswert den man sich durchaus als Kuttenträger einverleiben muss. Ob nun amtliche Bretterriffs, oder herbe Grooves, die Villacher haben eine Spieltechnik drauf die sich sehen lassen kann. Dass die Truppe seit 1993 agiert und mir erst jetzt vor die Nase gerieben wurde lässt mich etwas fassungslos den Kopf schütteln. Weiß zwar nicht wieso, hat man sich selbst das nicht zugetraut oder was? Wie auch immer die True Heavy Brüder aus Kärnten haben hier amtliche Stücke geschaffen, welche in keiner Sammlung des Retro Heavy Metal Liebhabers fehlen dürfen. Satte Melodien, kantige Solis und die durchwegs große Portion an leichten NWOBHM Einflüsse machen das Album zu einem Hörschmaus. Man hätte am Mastering zwar etwas mehr schrauben wollen, doch laut eigenen Angaben eines Bandmitglieds gibt es schon so viele Kollegen die das eben überproduzieren und es dann so übertreiben, das einfach der Spirit verloren geht. Im Falle des Genres und das Material betreffend muss ich dem Burschen da absolut recht geben. So wie man es zusammengezimmert hat passt dies einfach wie die Faust aufs Auge und hat einfach einen Spirit drauf, wie es die alten Hasen aus dem Heavy Bereich auf ihren Vinylscheiben hinbekamen. Als durchwegs altbekannter Freund des urtypischen Metal schlägt mein Herz wahrlich höher und ich hätte mir wohl nie erträumen lassen, das es eine Truppe aus unserer Alpenrepublik gibt, welche es so gut hinbekommt, das es dem Kuttenträger seine Allerheiligstes vom Körper fegt. Das Songwriting ist hier eben noch die besondere Draufgabe, denn obwohl man doch in einem sehr soliden Bereich werkt, klingen die Stücke sehr facettenreich und haben zu keinem Zeitpunkt mit einer zu simplen Thematik zu kämpfen. Da braucht es einen recht derben, rauen Sänger und den hat man auch in der Hinterhand, denn Jimmy Stewart (einziges Gründungsmitglied das hier noch im Line Up ist) versieht seinen Posten sehr gut. Bin wirklich begeistert was die Villacher hier gezaubert haben. Einfach toll und unsagbar mit Spirit behaftet, welcher ja heutzutage immer weniger zu finden ist und wenn, dann so abgelutscht das es weht tut.

Kleine Anmerkung, die Jungs suchen derzeit nach Gigs im In- und Ausland, dass sollte man wirklich buchen, zumal man soviel Retroflair und eine Rampensaus als Fronter nicht so schnell wieder zu Gesicht bekommt.

Fazit: High Voltage sind ab sofort für mich das Aushängeschild des Heavy/Power Metal aus Kärnten, wenn nicht aus unserer kompletten Alpenrepublik, da heran zu kommen wird wohl sehr schwierig. Da sollten sich einige Labels, welche sich auf solche Retrobands spezialisiert haben mal diese Jungs anhören, wäre absolut das richtige (was eben den Heavy/Power Metal betrifft) und auch merklich ausgereifteste aus unserer Alpenrepublik, was man in den Rooster aufnehmen kann.

Tracklist:

01. In Search Of Truth
02. Toxic Mind
03. Breaking Through
04. Demon Slayer
05. A Morning Dying
06. Dark Passenger
07. Vengeance
08. Never Fall
09. War Inside My Head

Besetzung:

Jimmy Stewart (voc)
Marco „Baby Voltage“ Konrad (guit)
„Dirty Harry“ Müller (guit)
Bene Schreilechner (bass)
Lukas Steiner (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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