Band: In Extremo
Titel: Quid Pro Quo
Label: Vertigo / Universal Music
VÖ: 24. Juni 2016
Genre: Mittelalter Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Lazer

Was wurde über die letzen beiden Alben der deutschen Mittelalter Metal-Haudegen nicht alles geredet und geschrieben. Von „laschen Alben“ über „Pop-Rock“ oder „unbrauchbaren Deutsch-Rock“, bis hin zu „der Mittelalteranteil war nur bedingt auszumachen“ überschlugen sich die kritischeren Geister nahezu. Dennoch gab es auch – berechtigter Weise – gute Kritiken. Nun ist es aber wieder einmal so weit – ein neues Eisen kommt aus der Schmiede, und sollte seine Kritiker verstummen lassen.

„Quid Pro Quo“ wurde das bereits zwölfte Studioalbum In Extremo’s genannt. Das Donnergrollen und die Jubelschreie des „20 Wahre Jahre“ Jubiläums auf der Loreley voriges Jahr sind noch nicht ganz verstummt und schon stehen die Liedermacher mit neuem Output auf der Matte. Es scheint fast, als wollen die Mannen aus unserem Nachbarland weiterfeiern, denn kommt „Quid Pro Quo“ auch mit drei Bonustracks auf den Markt.

Den Anfang macht aber ein richtig fulminantes „Störtebeker“, das sich gleich mal die Kritiker der letzten Alben zur Brust nimmt. Hier kann man getrost von einem absoluten Kracher-Opener sprechen. Sowohl Power als auch der „Mittelalteranteil“ stimmen hier wie die berüchtigte Faust aufs nicht weniger berühmte Auge. Achtung – hier tritt erstmals der Verdacht eines neuen Hits auf.

Gleich danach legen In Extremo mit „Roter Stern“ aber noch eines nach. Der Song zieht ungemein an, und kann mit einem Highlight aufwarten. Singt hier doch glatt ein gewisser Hansi Kürsch von Blind Guardian mit – und das erstmals auf Deutsch. Der Titeltrack „Quid Pro Quo“ oder „Geben und Nehmen“ könnte nicht besser passen. Textlich passt der Song besser in die heutige Zeit denn je. Der Song ist druckvoll und schön heavy.

„Pikse Palve“ erinnert ein wenig an die Anfänge der Band, präsentiert sich – vor allem gegen Ende – aber in modernen Gewandfetzen. Bei diesem Track wird wieder fremdsprachlich gesungen, was die sturen Kritiker wieder eher als „das Markenzeichen“ In Extremo’s hervorkehren werden und den Track in Richtung „back to the roots“ schieben. Sei es wie es will – dieser Song haut einen direkt vom Hocker und ist somit amtlich als „geil“ einzustufen.

Im weiteren Verlauf des Albums schlagen In Extremo neben walisischen auch slawische Klänge an. Ihre Liebe zu Russland frönen die Mannen neben „Roter Stern“ auch in „Schwarzer Rabe“. In Extremo lassen sich nicht gerne in Schubladen stecken und schrecken auch nicht davor zurück, einen echten russischen Kosakenchor auflaufen zu lassen. Auf „Flaschenteufel“ wirken dann noch Marcus „Molle“ Bischoff und Alexander „Ali“ Dietz von Heaven Shall Burn als Gastsänger mit.

Mein Fazit: In Extremo zeigen uns einmal mehr, dass sie nicht nur in der absoluten Oberliga mitspielen, sondern diese mitprägen. Mit „Quid Pro Quo“ ist unseren deutschen Nachbarn wieder einmal ein richtiger Kracher, ein Meisterwerk gelungen. Die glorreichen Sieben zelebrieren ihre Songs auf dem Album nahezu gen Perfektion. Die Scheibe hat alles, was ein Megaalbum mitbringen muss – Durchschlagskraft, Melodie, epische Texte und Spaß. Genau das alles passiert auf „Quid Pro Quo“ ganze 42 Minuten lang. Man könnte meinen, In Extremo ist beinahe so stark wie noch nie.

Tracklist:

01. Störtebeker
02. Roter Stern (feat. Hansi Kürsch)
03. Quid Pro Quo
04. Pikse Palve
05. Lieb Vaterland, Magst Ruhig Sein
06. Flaschenteufel (feat. Heaven Shall Burn)
07. Dacw ‚Nghariad
08. Moonshiner
09. Glück Auf Erden
10. Schwarzer Rabe
11. Sternhagelvoll

Bonus Tracks:

12. Wenn Das Licht Angeht
13. Palästinalied II
14. Quid Pro Quo (Akustikversion)

Besetzung:

Das Letzte Einhorn – Vocals, Harfe, Zyster
Dr. Pymonte – Dudelsack, Harfe, Flöten
Flex Der Biegsame – Dudelsack, Schalmeien
Yellow Pfeiffer – Dudelsack, Nyckelharpa
Van Lange – Gitarre, Hörner
Die Lutter – Bass, Drumscheid
Specki T.D. – Drums, Percussion

Internet:

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Checkt hier das Album via Spotify:

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