Krane – Pleonexia

Band: Krane
Titel: Pleonexia
Label: Czar Of Crickets
VÖ: 27.10.17
Genre: Post Rock/Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

krane-pleonexia-album-artworkKrane sind eine Basler Post Metal/Rock Combo, welche mit „Pleonexia“ ihr Zweitwerk vorlegen. Im Beipackzettel hat meine Wenigkeit irgendwas von der Vertonung abseits des Kriegsgeschehens und die von den Jungs zelebrierte nüchtern und neutrale betrachtete Sichtweise. Als Berufssoldat kann ich sagen, ist mir Quatsch wie Sauce. Genauso wie politische Umsetzungen innerhalb des Rock und Metal. Wenn ich ehrlich bin, kann ich dem Konzept nicht wirklich einen Funken Wahrheit abgewinnen und wenn ich es so weit betrachte, muss ich sagen, die nüchterne Betrachtungsweise abseits des Kriegsgeschehens ist dieser Sound nicht. Der Wirkungsgrad und dies kann ich uneingeschränkt bestätigen, ist mehr fördernd als ein Resümee ziehen bzw. die Schattenseiten aufzuzeigen.

Die dunkle Bedrohung innerhalb der Instrumentalstücke hat einen Beigeschmack und einen push-forward Effekt, welcher nicht beruhigend wirkt. Eher im Gegenteil, durch viele Beiklänge und aufbauschende Wellen stachelt und wühlt man auf. Zwar sind kurze Breaks und ruhende Pole dabei, dennoch ist dieser vertonte War Sound der Schweizer eher drückend und treibend.

Betrachte ich das Klangbild nüchtern, ist es dementsprechend ein gutes instrumental Album, welches man gekonnt genießen kann. Will man genauer dahinter blicken, folgendermaßen darf man sich auf mein Urteil als Soldat durchaus verlassen und wurde meinerseits eingangs bereits erklärt. Die aufkeimende Bedrohung und streckenweise musikalische Rohheit wurde fachmännisch mit sphärischen Zwischenhalten gepaart. Dieses Wechselspiel wird mal mehr, mal weniger dominant in den Vordergrund gelegt. Man muss und dies ist ein weiteres nicht von der Hand zu weisendes Detail, ein absoluter instrumental Freund sein. Wer mit solchen Unterfangen rein gar nichts anfangen kann, der ist am Holzweg. Persönlich finde ich den geheimnisvollen Sound der Schweizer Truppe massiv und gut aufbereitet. Die Elemente aus dem allseits bekannten Death/Doom, sowie Dark Metal Bereich wurde gut mit elektronischen und sphärischen Soundfragmenten drapiert. Teilweise könnte sich meine Wenigkeit etliche Tracks sogar als pushende Trainingstracks im Gehirn ausmalen, da sie anspornen und pushen.

Einen außerordentlich interessanten Release haben wir Krane mit „Pleonexia“ allemal zu verdanken. Perfekte Abstimmungen innerhalb der Parts und Überleitungen und einer von vielen Einflüssen gut aufbereitetes Post Metal/Rock Mackwerk wurden aus dem Boden gestampft. Über das Statement im Beipackzettel ließe sich streiten und wird meinerseits ganz einfach ignoriert. Diese Band klingt wie eine perfekt abgestimmte Hommage aus Neurosis und From Nebula Anleihen. Trotz der nicht vorhanden Vocals hat man eine gekonnte Soundgeschichte zu erzählen, welche bei jedem eine andere Wirkung erzielt, zumindest erkläre ich mir demgemäß den Pressetext.

Fazit: „Pleonexia“ ist eine faszinierende, atmosphärische Soundkulisse, welche für meinen Geschmack sehr antreibend, aufwühlend wirkt!

Tracklist:

01. Deception
02. I: Stratetic Level
03. Destabilitation
04. II: Operational Level
05. III: Tactical Level
06. Combat
07. Aftermath

Besetzung:

Tobias Rickli (bass)
Dominique Anceschi (guit)
Thomas Krebser (drums)
Matthias Edel (guit)

Internet:

Krane Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.