Band: Lacerator
Titel: Nightmare Machinery
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Keine heimische Metal Band aus hiesigen Gefilden hat sich binnen einem Jahr so weiterentwickelt, wie die Pongauer Death Metal Formation Lacerator. Die Burschen konnten im letzten Jahr einige fulminante Gigs und auch einen Auftritt am Metal Camp hinlegen, das man sie nur mehr wirklich wenigen vorstellen muss. Dennoch mit dem nächsten Langeisen nach „The Killing Complex“ haben sie sich viel Zeit gelassen. Zu recht muss man gleich anmerken, denn war schon das erste Lebenszeichen eine außerordentliche Death Metal Scheibe so hat man sich mit dem neuesten Output „Nightmare Machinery“ selbst übertroffen. Diesmal hat man zwar ein weiteres Mal alles in Eigenregie aufgenommen, sich dabei aber wirklich einen Sound gezaubert auf den man stolz sein kann. Line Up mäßig hat sich auch was getan und so zupft mittlerweile nach dem Ausstieg von Gerald Gruber, Mark Aigner die Seiten. Na dann mal rein mit dem Ding und genauer aufgepasst.

Sehr düster wird durch „Harnon Ex Obscuritas“ eröffnet. Ein Hammerintro hat man hier zu Beginn gepackt, wie es nicht besser eine Scheiblette einläuten könnte. Danach werden keine Gefangen gemacht und die Formation ballert uns sehr eisern um die Ohren. Dennoch nur sturen Death Metal bekommt man bei dieser Truppe nicht geboten und so spiegeln auch einige groovige Momente, wenn auch etwas in den Hintergrund eingebaut durch. Vor allem das infernale Gegrunze von Herrn Wazlawek ist unglaublich, wenn man sich sonst mit ihm unterhält würde man nie drauf kommen das dieser Bursche so ein Gurgelorgan hat. „The Nihilist“ wurde schon öfters live gespielt, darum sind sie mir persönlich sehr vertraut, diese bzw. die drei weiteren Tracks wurden aber einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Sehr groovig wirkt die Cd Version dieses Songs und lädt zum Abshaken ein. Vor allem die sehr speedigen Ausbrecher sind der Startschuss für grenzenloses abhoten. „Nail & Thorns“ ist ebenfalls ein Song, der schon öfters bei Konzerten der Band vorgetragen wurde, muss aber sagen hätte ihn fast nicht wieder erkannt. Was wohl auch an dem Intro und den sehr rotzenden Gitarrenlinen liegt. Das fiese Gegrunze von Hannes ist unglaublich und er gurgelt hier ein ordentliches Programm. Dennoch das Tempo wurde etwas mehr gedrosselt und man schippert eindeutig auf groovigeren Gefilden dahin. Für die melodische Untermalung gibt es auch hier einige saubere und klare Riffs, die das Ganze etwas aufwerten. Nahtlos mit Sirenengeheul geht es auch schon zu „Behind the Enemy Lines“ über. Kannte die Nummer nur per MySpace bzw. Live, aber diese fette und amtliche Fassung ist ein wahrer Death Metal Happen der gehört werden muss. Mit viel Geschwindigkeit ausgestattet und einigen groovigeren Breaks donnert die Formation hier ein ordentliches Programm. Die Nummer wirkt vor allem durch die Kreischgesänge etwas düsterer, aber man bleibt nach wie vor den Death Metal Roots treu. Besser könnte es das Ende dieses Songs nicht ausdrücken „Mission accomplissed“. „Buried in Oblivion“ ist eine wirkliche Death n Roll Nummer wie sie im Buche steht. Die Äxte klingen ein weiteres Mal sehr rotzig und die Pongauer Institution nimmt einmal mehr ordentlich Fahrt auf, um an und ab in groovigeren Ecken kurz ein Päuschen einzulegen. Genau in diesen Breaks wird der Fan zum Abtanzen und abgehen animiert, was man auch schon des Öfteren Live erleben konnte. Eine sehr zackige und speedige Nummer gibt es nun noch zum Abschluss mit „Havoc Since the Dawn War“. Hier wird einerseits gerotzt was das Zeug hält und andererseits bekommt man vom Sound her einen ordentlich in die Fresse. Der Track ist eindeutig fürs moshen gedacht und so macht diese Death Metal Moshnummer viel Fun. Vor allem die treibenden Rhythmen lassen einen kaum ruhig sitzen.

Fazit: Lacerator ist mit diesem neuen Lebenszeichen ein Hammerstreich gelungen und so einen Sound für eine Eigenproduktion findet man doch eher selten. Finest Death Metal from Salzburg. Buy it or die!!!

Tracklist:

01. Harnon Ex Obscuritas
02. The Nihilist
03. Nail & Thorns
04. Behind the Enemy Lines
05. Buried in Oblivion
06. Havoc Since the Dawn War

Besetzung:

Hannes Waclawek (bass & voc)
Markus Huttersberger (drums)
Johannes Zitz (guit)
Marc Aigner (guit)

Internet:

Lacerator @ Facebook

Lacerator @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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