Lunatic Soul – Fractured

Band: Lunatic Soul
Titel: Fractured
Label: KSCOPE
VÖ: 08.10.17
Genre: New Artrock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Lunatic-Soul-Fractured-album-artworkEines vorweg, wer das One Man Band Projekt Lunatic Soul nicht kennt, sollte nicht erwarten, dass hier etwa reinrassige Metal oder Rockklänge sogleich aus den Boxen schallen. Das bei Ksocpe in Diensten befindliche Projekt greift auf ein breites Spektrum des ArtPop und New Artrock zurück. Zusätzlich verbindet der Mastermind seine Einflüsse mit glanzvollen Progressive Rock und Gothic Rock Klänge. Das zusammengewürfelte Sammelsurium könnte man nun als zu exzessiv bezeichnen. Mariusz Duda von Lunatic Soul ist im Kontrast dazu wahrlich ein Soundkünstler und interpretiert die Einlagen und Ingredienzien deutlich anders. Das Wort ArtPop darf man desgleichen uneingeschränkt hauchzart in den Mund nehmen, bekanntermaßen wenngleich es beim Namen den Anschein hat, dass die Truppe zu Mainstream lastig agiert, sollte man handumkehrend genauer hinhören. Ausverkauf klingt fürwahr anders.

Klarerweise sind Vibes mit von der Partie, dagegen ist die hauseigene Umsetzung künstlerisch gesehen eine völlig eigene, sowie prachtvolle abseits des Mainstream-Marktes. Die Klänge sind von einer massiven Eindringlichkeit geprägt. Wie beim Leitspruch der Pringles Chips ist es bei Lunatic Soul nicht anders. Mit einer deutlichen Vehemenz fesselt der Musiker mit seiner künstlerischen Interpretation und das für einen langanhaltenden Zeitpunkt. Einmal erst mit dem Anstimmen des Albums begonnen, kommt man so schnell nicht mehr los vom Klang dieses Künstlers. Dass man ein gutes Auslangen mit elektronischen Soundeinlagen haben muss versteht sich von selbst. Der reinrassige Metaller wird des somit wohl eher meiden.

Die über den Tellerrandgucker werden hierbei viele Interessante Soundarrangierungen für sich entdecken. Der Sound-Kosmos ist weitläufig und für diese breite, mitreißende Reise muss man bereit sein, sowie viel Zeit haben. Einmal mehr kann man nur sagen, wenn man sich mit dem Sound des Projektes beschäftigt wird man viele Stunden vor dem Player verharren, denn eines ist Fakt, in Sachen experimenteller Musik, ist Mariusz Duda von Lunatic Soul ein wahrer Künstler.

Viele Emotionen wurden in den Sound eingebaut, wobei die eher wankelmütigen dominanter im Vordergrund stehen. Diese doch weitestgehend traurigen Soundeinlagen sind für ein trübes Wetter, welches ja derzeit draußen vorherrscht wie geschaffen, um die eigenen Wände zu beschallen. Der Brite greift hier auf die dunkler gestaltete Atmosphäre innerhalb seiner Songs zurück und dies vereint er mit dermaßen stimmungsvollen Songs, sodass einem schlussendlich warm ums Herz wird.

Fazit: Wahrlich ist Lunatic Soul kein reinrassige Metal/Rock Projekt, dennoch hat der Mastermind mit „Factured“ was eigenständiges geschaffen, welches mit vielen Mischeinlagen fusioniert prächtig zu begeistern weiß!

Tracklist:

01. Blood on the Eyes 7:18
02. Anymore 4:36
03. Crumbling Teeth and the Owl Eyes 6:40
04. Red Light Escape 5:42
05. Fractured 4:35
06. A Thousand Shards of Heaven 12:16
07. Battlefield 9:04
08. Moving On 5:14

Besetzung:

Mariusz Duda (voc & all instruments)

Internet:

Lunatic Soul Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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