Band: MIASMAL
Titel: TIDES OF OMNISCIENCE
Label: Century Media Records
VÖ: 04.03.2016
Genre: Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Mayhemer

MIASMAL liefern mit „TIDES OF OMNISCIENCE“ bereits ihr 6.  Werk seit 2007 ab. Will heißen, dass es sich um den 3. Studio – Longplayer handelt. Weiters gab es noch ein Demo und eine EP (2008) sowie eine Split mit Vampire (2014). Die eingefahrenen Lorbeeren des Vorgängers „Cursed Redeemer“ will ich hier mal gleich außer Acht lassen und mich voll und ganz auf die neue Scheibe der Schweden konzentrieren. Mich interessiert es auch nicht, ob die Band an den Vorgänger anknüpfen kann oder nicht. Wir sind im Hier und Jetzt und nun lasse ich mich mal auf 40 Minuten rotzigen, lauten und hoffentlich brauchbaren Schweden Tod ein.

Meine Ohren empfangen mal mit dem Opener „Axiom“ einen Todesblei – Brecher vor dem Herrn, mit groovigen Intro, dass mich sofort mitwippen lässt. Schnell, hart, kompromisslos, gut. „Deception“ macht dann ebenfalls alles richtig und der Sound bzw. das Songwrtiting der Band driftet in den Punk ab. Harten Punk wohlgemerkt mit ordentlichen „Do or Die“ – Grunts. Langsam ist anders. Geile Sache. „The Pilgrimage“ punktet mit optimal eingesetzer Melodie, die mich als punktevergebenden Hörer bei Laune hält. Erinnert irgendwie an leichte Seitenauswüchse von Amon Amarth. „Venomous Harvest“ gibt wieder Stoff. Eine technisch saubere und intelligente Nummer, die den Hörer trotz der Verspieltheit und technischen Raffinesse (oder gerade deswegen?) immer vorantreibt und zum durchgehenden Headbangen anregt. Perseverence kann bei mir mit einem sehr einfach gestrickten Vorspiel punkten, dass JEDEM Genrefan gefallen muss. Der Song sowie die Stimmung wird so ordentlich aufgebaut. Der Song an sich lässt einen mal durchschnaufen und bewegt sich im Midtempo und die aggressiven Vocals machen den Song zu einer Perle des Albums.

Da passt alles zusammen. „Key to Eternity“ und „Earthbound“ und „Dark Waters“ sind zwar Kracher vor dem Herrn, allerdings handelt es sich bei den drei  Nummern um den klassischen Schweden – Tod Riffaufbau und zeugt von wenig bis keiner Innovation. Live funktionieren die Songs aber mit Sicherheit. Die treibenden Drums treiben auch den Fan an. Mit Sicherheit. So geht das rotzfreche, punkige Treiben locker – flockig weiter. Der Stil verändert sich kaum noch. Bei „Fear The New Flesh“ schleicht sich ein extrem cooles Gefühl ein, dass sich schwer beschreiben lässt. Der Song nistet sich im Death Metal ohne Kompromisse ein. Enthält als Gewürz immer wieder eine geile Lead und, naja, hält mich einfach gefangen. Der Rausschmeißer „The Shifting Of Stars“ wartet mit einem genial – athmosphärischen Akkustikgitarren Intro auf und wird im Laufe des Songs immer großartiger. Weil: Verspielter, Ideenreicher. Der Song passt als Ende eines Albums.

MIASMAL erinnern mich stark an GRAVE, AMON AMARTH und natürlich DISMEMBER. Leider haben die Göteburger den Durchbruch eben noch nicht geschafft. Trotz amtlichen Songs und hochkarätiger, aalglatter Produktion. Ich war so frei und habe mir viele Kommentare unter der Video –  Single Veröffentlichung „Fear The New Flesh“ durchgelesen. Und dort gehen die Meinungen auseinander. Die eine Seite meint, das Album sei zu glatt produziert und verliere dadurch den Charme frühere Veröffentlichungen, die andere Seite hingegen ist rundum zufrieden. Tja, wir werden sehen, wie sich die Käuferschicht verhält. Ich kann es nur empfehlen. Prägnant, Knackig, rotzfrech, aalglatt und gut! Daumen hoch! Rock on

Tracklist:

01. Axiom
02. Deception
03. The Pilgrimage
04. Venomous Harvest
05. Perseverance
06. Key To Eternity
07. Earthbound
08. Dark Waters
09. Fear The New Flesh
10. The Shifting Of Stars

Besetzung:

Bass: Ruben
Guitar: Magnus
Guitar & Vocals: Pontus
Drums: Björn

Internet:

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About Author

Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und Under The Bloodred Sun mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on

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