Band: Moritician
Titel: Shout For Heavy Metal
Label: Pure Underground Records
Genre:  Heavy-Metal
VÖ: 14.11.2014
Bewertung: 4/5
Written by: JoKer

Mortician sind schon seit den 80er Jahren im Orbit des Heavy Metal-untergrundes die Überflieger. Gegründet wurde die Band im Jahr 1987 und brachte in den 1980er Jahren die drei Veröffentlichungen (zwei davon Demos eine EP) heraus. Dannach wurde es lange Zeit still um diese Formation. 2009 war nach langer Zeit das erste Lebenszeichen dieser Band. Durch die Veröffentlichung von No War & More und dem 2011 erschienen, bandbetitelten Album, machten Mortician wieder von sich reden und legen nun mit dem zweiten, offiziellen Album Shout For Heavy Metal weiter Holz auf das Metal Feuer.

Zugegeben, klingt der Titel Shout For Heavy Metal doch so ein wenig nach Klischee, aber das Cover alleine ist schon ein ordentlicher Blickfang, bei dem man zweimal Hinschauen muss. Musikalisch sei euch schon mal so viel verraten, erinnern Mortician an Bands wie Accept oder Saxon. Solltet ihr diese Bands lieben, dann hört jetzt auf keinen Fall auf zu lesen Denn:

Schon die ersten Töne vom Eröffnungstitel Shout For Heavy Metal, schreien geradezu nach Schwermetall. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um schweres Altmetall sondern mit 1000 Volt aus den Boxen schnellender Heavy-Track. Gitarristen, Bassist und Drummer spielen Metal mit Leib und Seele und der Sänger, sorgt mit seiner rauen Stimme für die ganz persönliche, eigene Note bei dem ganzen. Somit hat die Band schonmal ihren Unverwechselbaren Sound Inne, der von der Musik ihren großen Genrekönigen nicht nachsteht. Moderner Metal mit Bezug zur Tradition ist das, was man im Pressetext versprochen bekommt und daran hält die Band sich durchgehend und Konstant. Der Refrain ist Catchy und verewigt sich in eurem Gedächtnis. Ein wenig an Judas Priest erinnern die Gitarren zudem auch. Wenn man den ersten Tönen von Eagle Spy Gehör schenkt. Es klingt als handele es sich hier um eine Mid-80er Priest Produktion, wenn es um die Gitarren geht. Nach dieser Einleitung fliegt der Gitarrist geradezu über seine Saiten und bringt sie vermutlich zum Glühen. Der Bassist betont das ganze Spiel wie man das hören möchte und der Drummer macht der Formation mächtig Dampf. Der Sänger gefällt mit seiner rauen Stimme hier sogar noch besser, als er es mit dem Opener Tat. Für wirklich guten Metal, der irgendwo den Spagat zwischen Tradition und Moderne schafft, stehen Mortician auf jeden fall. Und zuviel Verspreche ich euch mit dieser Aussage auf keinenfall, denn mit Promissed machen Mortician genau da weiter, wo sie vorher angefangen haben. Killer-Riffs auf geile Lyrics und ein interessantes Arrangement. DIe Band tretet das Gaspedal auf der Schnellstraße des Metals mächtig durch und Berücksichtigt auch mal Tempobegrenzungen, die sich durch gallopierendes Riffing der Saiteninstrumente bemerkbar machen. Im Refrain sind sie in der 50er Zone und legen einen wirklich starken Song ab. Sänger Daniel überrascht bei diesem Song mit einer Hervorragenden, klaren Stimme, die ihm auch so gut steht, wie der Raue Anteil seiner Vocals. Auf dem Schlachtfeld des gut gespielten Metals für Hörer mit Anspruch, sind Mortician auf jedenfall absolute Gewinner. Bei Rock Power ist der Name Programm! Abermals hauen Mortician einen geilen Track heraus. Was überrascht ist, der Raue Gesang wurde durch Hellen (Fast an Udo Dirkschneider angelehnten) Gesang ausgetauscht, was sogar noch besser gefällt als der Gesangstil auf den ersten beiden Tracks. Musikalisch gibt es einfach nichts zu Mosern im Gegenteil. Es ist Mortician nicht madig zu machen, dass sie Metal mit Power spielen, egal wie man es dreht und wendet. Die Gitarrensolo’s von Thomas Metzler, geben den sowieso schon starken Tracks noch ein betonendes Extra. Mit zügigem Fahrtwind wird euch The Devil You Know um die Ohren geschleudert. Das ganze hat ordentlich Speed. Der Helle Gesang steht der Band wirklich viel Besser, als ausschließlich Raue Vocalpasagen. Iam The Devil You Know Cant you See it in My Eyes? heißt es so schön im Refrain und das glaube ich euch aufs Wort, okay ich sehe es nichht an euren Augen, aber ich höre es an Eurer Musik. Denn nur Satan kann euch die Macht gegeben haben einen solch geilen Metal zu machen. Zugegeben, manchmal (aber sehr selten) gibt es ein paar schwächelnde Momente, die aber durch das Gesamtkonzept wieder komplett kompensiert werden.  Black Eyes ist wie immer ein Garant für guten Heavy Metal, der treibend aus den Membranen eurer Speaker schnellt. Hier sind die Vocals im wechseln zwischen Rauheit und weicher, hoher, hymnischer Klarheit. Der Text ist auch wieder mal eine Geschichte für sich. Reiner Speedmetal, wird auf geile Art und Weiße euch mit dem Überflieger Inner Self geboten. Hämmernde Double-Bass Drums und grandiose Riffs inklusive! Akustische Liebe (zum Metal) wird euch mit dem Gegensätzlich betitelten Hate geschenkt. Eine Akustikgitarre zusammen mit einer Spoken-Word Passage, die sich anhört als stamme sie von Vincent Price persönlich (Zumindest erinnert sie daran, denn die Stimme ist anders). Wer das ist? Michael Jackson Thriller, oder auch Iron Maiden The Number Of The Beast (Opening) sind die Antworten, die ich euch darauf geben kann. Zurück aber zu Mortician und dem Song. Nach diesem guten Spannungsbogen, kehrt die Band wieder zu ihrer Kunst zurück, die aus geilem Metal besteht. Helle Vocals treffen auf energisch gespieltes Blechgeschrotter. Ab zum Moshen mit euch! Mit dem Mid-Tempo Stomper Wrong Way, ist die Band nicht gemeint, denn den Falschen weg schlagen Mortician sicher nicht ein. Sie haben ein Album abgelegt, dass einfach Laune und Spaß macht. Ihr solltet euch wirklich dieses Werk in Erwartung an technisch Anspruchsvollen, aber nicht allzu komplexen Metals machen. Der letzte Song ist defintiv ein Hit! Und die ganze Produktion ist wirklich wie aus einem Guss.

Fazit 4 von 5 – Wer auf Metal steht der mal schnell ist, mal Langsam kann und dabei Funktioniert. Wer auf eine Mischung aus Udo Dirkschneider und Lemmy steht, wer wert auf gute Solos legt und dabei Fan von Accept oder Saxon ist, der darf sich Mortician auf keinen Fall entgehen lassen.

Tracklist:

01. Shout For Heavy Metal
02. Eagle Spy
03. Promised Land
04. Rock Power
05. The Devil You Know
06. Black Eyes
07. Inner Self
08. Hate
09. Wrong Way

Besetzung:

Daniel Khan – vocals
Thomas Metzler – guitars
Patrik Lercher – bass
Alex – drums

Internet:

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Mortician @ MySpace

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