Band: Narnia
Titel: Course of a generation
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Viel Wasser ist den Bach runter geflossen seit die Schweden Narnia das letzte Mal vorstellig geworden sind, um der Metal Welt ihren christlichen Power – Neoclassical Metal zu offerieren. Seit „Enter the Gate“ sind fast vier Jahre verstrichen und nun sind German Pascual (voc), Carljohan Grimmark (guit), Andreas Olsson (bass) und Andreas Johansson (drums) wieder da und haben mit 24.07.09 „Course of a Generation“ für die Fanschar parat. Wer die Schwedenjungs kennt weis, dass man auch hier die satte Vollbedienung in Sachen vollendeten Melodiegenuss serviert bekommt.

„Sail around the world“ wird gleich ohne Kompromisse durch die Boxen gejagt. Wobei ich hier erstaunt feststelle dass die Burschen aus dem Wasaland wieder einen deutlich, härteren Zacken zugelegt haben. Passt den Jungs sehr gut und man gewinnt spätestens nach etlichen Sekunden an ordentliche Fahrt und galoppiert dann durchwegs dahin, um sich nur durch einige Melodieschübe kürzer von der besänftigenden Seite zu zeigen. Im raueren, groovigen Rockstil wird nun „When the stars are falling“ nachgeschoben. Der raue Rocktrack mit etlichen melancholischen Schüben röhrt ordentlich und diese Mischung wird mit satten Melodielinien verstärkt und somit bekommt der Melodic Fan die volle Breitseite vorgesetzt und trotzdem zeigt man sich hier von der deutlich groovigeren Seite. Die stampfenden Gewässer werden dann kurzerhand mit „Curse of a generation“ verlassen und man schippert hier im schretternden Power Metal Stil dahin. Melodielinien gibt es auch hier am laufenden Band, wobei aber die speedigen Power Metal Trademarks mehr die Oberhand gewinnen und diese auch fest, dominieren. Nach dem flotten Vorgänger begibt man sich mit „Scared“ etwas mehr auf besonnenere Pfade und dort verweilt man auch fast durchgehend. Nur durch einige groovende Gitarrensachen wird verhindert dass man es hier mit einer kompletten Ballade zu tun hat. Durch die moderne Soundausrichtung hat man ein dezenteres Stück mit vielen rauen Ecken und Kanten auf den Silberling gepackt und damit versprüht man viel Charme. Die ruhigen Gewässer bombardiert man mit dem folgenden „Kings will come“. Dieser flotte Kracher den man uns hier vorsetzt macht viel Dampf und wirbelt ordentlich Staub auf. Raue, erdige Linien werden hier mit schönen Melodiestrukturen fusioniert. Gute Schnittmenge zum Headbangen zu denen man auch die Melodielinien vollends genießen kann. Deutlich herber ist die Weiterführung bei „Rain“ ausgefallen. Dieser raue, flotte Rocktrack wurde zwar auch mit satten Melodien angereichert, wobei diese aber dezenter eingesetzt wurden und der rohe Gesamtsound die Zügel fest im Griff hat und man hier eine gehörige Röhre auf das Langeisen gestanzt hat welcher mit viel Groove daher kommt. Von der Machart recht ähnlich ist nun „Armageddon“ ausgefallen wobei man hier auf das Erfolgsrezept oftmaliger Wechsel zurück greift und dadurch einen breiten Grat zwischen donnernder Härte und sanften Pausen verbindet. Die Zugabe wird uns mit etlichen Chorrefrainpassagen geboten die sehr amtlich und druckvoll aus den Lautsprechern dröhnen. Sanft geht die Reise nun mit „One way to freedom“ weiter. Die Einleitung ist wie ein warmer Herbstwind und wird von viel Synthysound begleitet. Die sanften Gewässer werden auch nicht wirklich verlassen, auch wenn man etwas mehr Tempo hinzugefügt hat. Somit servieren uns Narnia hier eine recht homogene Halbballade. Passend wird nun mit „Miles away“ deutlich mehr druck gemacht und man verlässt die sanften Gefilde um fortan wieder flotter zu werken. Wobei man aber auch weiterhin auf lieblichere Melodien nicht verzichten will und dadurch ein flottes Melodic Stück geschaffen hat, welches nur durch erdige Gitarrenausbrüche komplettiert wird. Mit einem Gewitter und lieblich, klassischem Klavierintermezzo läutet man den Rausschmeißer „Behind the curtain“ ein. Selbiger entpuppt sich aber nach spätestens nach etlichen als gute Mischung im flotteren Melodic Rock und dieser Linie bleibt man durchwegs treu und offeriert uns den gewissen Härtegrad nur durch einige bis dato bekannter eingesetzte Gitarrenelemente, welche mit einigen bombastischen Soundarrangements auf einen Nenner gebracht wurden.

Faizt: Narnia haben es wieder einmal geschafft die Melodic Metal bzw. Power Metal Fans gleichermaßen zu bezaubern. Wer auf satte Melodien, mit vielen raueren Bereicherungen steht sollte sich den Releasetermin gleich vormerken. Durch etliche Einfälle klingt man herrlich erfrischend und sticht dadurch aus der breiten Masse der Bands locker raus.

Tracklist:

01. Sail around the world 3:40
02. When the stars are falling 4:22
03. Curse of a generation 3:55
04. Scared 3:35
05. Kings will come 4:02
06. Rain 4:17
07. Armageddon 4:11
08. One way to freedom 4:19
09. Miles away 4:48
10. Behind the curtain 5:03

Besetzung:

German Pascual (voc)
Carljohan Grimmark (guit)
Andreas Olsson (bass)
Andreas Johansson (drums)

Internet:

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Narnia @ Youtube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.