Band: Odroerir
Titel: Götterlieder II
Label: Einheit Produktionen
VÖ: 2010
Genre: Folk Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Herrlich ein guter Tag, denn das neueste Lebenszeichen der Krieger von Odroerir liegt vor mir. Lange habe ich persönlich von den Burschen bzw. dem Mädel nichts mehr gehört. Schade eigentlich, denn meine Person betreffend erinnert sich gerne an einen gewissen Live Auftritt in Salzburg zurück, wo uns die Burschen einen netten Abend beschert hatten. „Götterlieder“ heißt das neueste Lebenszeichen von Fix (voc & guit), Stickel (voc & guit), Ralph (bass), Ivonne (voc) und Philipp (drums) und das wird via Einheit Produktionen am 28.05.2010 in die Ladenregale gebuchst. Freunde des Folk Metal haben wieder einen Grund zum Jubeln, denn die deutschen Landsknechte kredenzen uns wieder eine schöne Runde in Sachen Medieval meets härteren Metal.

„Heimdall“ fungiert als Track Nummero Uno und wird mit einem Ohrenbetäubenden Hornklang begonnen. Weiter geht es mit tanzbarer, fröhlicher Mittelaltermusik. Sehr lustig ruft man hier auf Met zu saufen, das Weib an sich zu reißen und Abzutanzen. Nach gut zwei Minuten wird dann mehr Tempo hinzu gewonnen und als Verstärkung springen hier die Metal typischen Instrumenten hervor, um gemeinsam mit den folkigen Klängen gemeinsame Sache zu machen. Sehr heroisch und hymnisch wird ab diesem Zeitpunkt weiter musiziert. Durch diesen Einfluss könnte man vor allem Freunde des letzten Outputs von Tyr begeistern. Denn auch hier kommt ein ähnliches Feeling zum Vorschein, wobei dies etwas fröhlicher und folkiger abgeht.

Lagerfeuerromantik versprüht man beim anschließenden „Bifröst“. Ruhige, romantische Stimmung kommt hier auf und wird durch Gewitterklänge untermalt, bevor die Gewitterwolken sich verziehen und nach dem Vogelgezwitscher wieder folkigere Stimmung aufkommt. Sehr Minnesänger like schallt dieser Track im fröhlichen Stil und die Herrschaften erzählen uns hier eine sehr überzeugende heroische Waise aus längst vergangenen Tagen.

Dem Vorgänger ähnelnd knüpft man zu Beginn von „Des Thors Hammer Heimholung“ an. Weiterhin baut man auf superbe mittelalterliche Musik der extravaganten Art. Die Stimmung in Sachen Met Hörner schwenken und leichtem Tanzgefühl wird auch hier an allen Ecken und Enden versprüht. Als gute Erweiterung geht es nach etlichen Minuten auch hier metallischer zur Sache und gelungen verknüpft man die Roots des Folk mit den heroischen Metal Klängen. Sehr monumental und pathetisch geht es auch hier zur Sache und man hat eine weitere Hymne aus dem Rucksack gezaubert die mit viel Charme für glückliche Kriegergesichter sorgt.

Düstere Stimmung zieht als Einleitung von „Idunas Äpfel“ auf. Nach diesem eher bedrohlichen Opening lenkt man in die Bahnen der typischen Folk Klänge, bei denen man aber weiterhin etwas mehr auf dunkle – bedrohliche Stimmung baut. Guter Stimmungsmacher, welcher etwas symphonischer und mit mehreren Sprechgesängen in einzelnen Parts ertönt. Hier heißt es zurück lehnen, Augen schließen und sich die musikalisch vertonte Waise erzählen lassen.

Nahtlos und übergreifend geht es mit „Skadis Rache“ weiter. Man greift die vorhin erzeugte Stimmung auf, dennoch entschließt man sich früher härtere Klänge anzustimmen. Auch kleinere Humpa Einlagen mit der eingesetzten Maultrommel erweitern das Stück sehr gut. Den Rest erledigt die Violine, aber hier sei gleich angemerkt, die nervt nicht durch sinnloses Gedudel sondern bietet eine gute Komplettierung des Stücks.

Wellenrauschen und sanftes Gitarrenspiel dienen bei „Der Riesenbaumeister“ als Eröffnung. Um Ecken hymnischer und heroischer kommt dieser Track rüber. Erneut erzählt man uns mit viel Ästhetik eine Heldensage der besonderen Art. Vor allem der liebliche Frauengesang versüßt hier das Zuhören und die Dame streichelt uns gesanglich zart über die Wange. Doch auch die heroischen Chor Gesänge sind einfach gewaltig in Szene gesetzt und wissen mit viel Erlesenheit zu glänzen.
Ein wahres Mini Epos bietet man uns zum Schluss mit „Allvater“. 19:02 Minuten Spielzeit verwendet die Truppe hier, um zu guter Letzt noch einmal alle Register zu ziehen. Hier werden alle Elemente aus dem Repertoire in die Schlacht geworfen und zusätzlich vielerlei Klangelemente und Soundeinlagen eingewoben. Einfach unglaublich und atemberaubend was uns hier in den fast 20 Minuten geboten wird. Megageiler Ausklang eines wirklich tollen Albums.

Fazit: Gesetz dem Fall man mag mittelalterliche Musik muss man das Machwerk haben. Die komplette Abgehrhythmik wird hier zwar nicht aufgefahren, dies brauchen aber Odroerir nicht machen. Vielmehr überzeugen sie die Hörerschaft mit einem Soundklang der einen einfach auf eine weite Reiße mitnimmt, aber auch einem Heldensagen erzählt. Dazu kann man entweder Abtanzen oder genüsslich sein Met Horn schlürfen.

Tracklist:

01. Heimdall 8:03
02. Bifröst 2:57
03. Des Thors Hammer Heimholung 8:23
04. Idunas Äpfel 8:26
05. Skadis Rache 8:41
06. Der Riesenbaumeister 7:22
07. Allvater 19:02

Besetzung:

Fix (voc & guit)
Stickel (voc & guit)
Ralph (bass)
Ivonne (voc)
Philipp (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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