Band: Rampart
Titel: Codex Metalum
Label: Iron Shield Records
VÖ: 08.04. 2016
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Daniel

Die Bulgaren um Frontfrau Maria „Dièse“ Doychinova sind mit Album vier am Start und beschwören den CODEX METALUM.
Wer bei Balkan Metal an die extreme Fraktion denkt, verkennt die – sicherlich qualitativ etwas durchwachsene – traditionelle Szene dort.
Tornado, Claymorean und Metal Axe aus Serbien, Rotor aus Ungarn und Metalsteel aus Slovenien sind nur ein paar Beispiele für die Spitze des metallischen Botews.
Legen wir also das Teil mal ein und schauen, ob RAMPART ebenfalls den Berg erklimmt oder jämmerlich abschmiert.

Das Album beginnt mit einem eher abschreckenden, blechernden Voiceeffect. Doch Apocalypse Or Theater entwickelt sich in kurzer Zeit zu einem erdigen Banger, bei dem die superben „Iron Maiden“ – Twin Gitarren eine tragende Rolle spielen.
Diamond Ark bietet erdigen Heavy Metal der gehobenen Hammerfall – Klasse mit deutlich mehr Härte und Kanten als ähnliche Bands. Und sogar der quasi Titeltrack geht trotz seiner Längen wegen der fantastischen Gitarrenarbeit in der Mitte als gelungen durch.
Richtig derb galoppiert Sacred Anger in meine Hirnwindungen, der Refrain und die epischen Melodien setzen sich fest wie ein Tumor. Da stört selbst der bewusst gesetzte Pressgesang nicht.

Auf den verzichtet die Band dann gottlob beim „Judas Priest – Banger“ Into The Rocks sowie beim Melodic Speed Metal Track Crown Land, die beide eine angenehme US – Schlagseite haben.
Meine absoluten Highlights sind neben Crown Land der epische Midtempo Track Colours Of The Twilight und das semi – balladeske Of Nightfall. Klassischer Heavy Metal par excellance. Wie auch das Blind Guardian – Cover am Ende, das sehr gut umgesetzt wurde und dem Original absolut huldigt.

Ziehen wir Bilanz:
Irgendwie erinnert mich das ein wenig an Warlock, mehr noch an eine unsynthetische Version der „Bohlen Metal“ – Kapelle Battle Beast.
CODEX METALUM ist für Schönhörer und Kommerzkackbratzen genau der richte Tritt in die Eier und wird alleine schon durch den (mittlerweile leider ungewöhnlich) streng verzerrten Gitarrensound deren Ohren zum bluten bringen.
Fans unverfälschter Metalklänge dürfen sich dieses Album hingehen auf den Altar der Trveness stellen.
Die rauhe Urgewalt des unsterblichen Heavy Metal trifft auf epische Momente und eine Menge Herzblut, der Einzug in die heiligen Hallen des metallischen Olymps ist sicher, der Botew mit Leichtigkeit erklommen.

Trackliste:

01. Apocalypse Or Theater
02. Diamond Ark
03. The Metal Code
04. Sacred Anger
05. Of Nightfall
06. Into The Rocks
07. Colours Of The Twilight
08. Crown Land
09. Majesty

Besetzung:

Maria Dièse – vocals
Victor Georgiev – guitars
Sebastian Agini – guitars
Alexander „Sashe“ Spiridonov – bass
Jivodar Dimitrov – drums

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Heemoat is doa, wo man mey ok mett un ohne Wäertere vastäej`n duet un de Liede sick trei jewliem, sinn un nich doa, wo man häekoam`n däet.