Running Wild – Shadowland

Written by Totti. Posted in CD-Berichte, R

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Published on April 20, 2012 with No Comments

Band: Running Wild
Titel: Shadowmaker
Label: SPV / Steamhammer
VÖ: 2012
Genre: Heavy/Power/Speed Metal
Bewertung: 1,5/5
Written by: Thorsten Jünemann

Rock´n´ Rolf ist back! RUNNING WILD auch?
Die Antwort ist ganz klar: NEIN

Ich könnte jetzt ausschweifend und Track by Track das Album durchgehen, aber letztendlich lande ich immer wieder an demselben Punkt: Das ist nix!

ICH höre viel mehr den Rock raus, den Rolf mit TOXIC TASTE verzapft, welcher ja auch kein schlechter Teil Rockmusik ist, aber mit RUNNING WILD so viel zu tun hat, wie AC/DC mit MANOWAR.
Und dabei hätte er jetzt auch bleiben sollen, und uns Aushilfspiraten mit einem schönen Best-Of Album mit allem drum und dran zum Abschied beglücken sollen.

Dazu kommt ein echt mieser Sound (Drum-Diskussionen lasse ich jetzt mal Außen vor!) der im Info-Sheet als „geiler Sound“ bezeichnet wird.

An RUNNING WILD erinnern maximal einige Songpassagen ansonsten ist das eins der schwächsten Comebacks, die ich in den letzten Jahren hören musste.
Durch Kasparek und seine Mannen wollte ich mit knapp 18 Jahren noch Pirat werden. Ich sah viele Shows und leider auch den Abschiedsgig in Wacken. Dort hätte er wirklich letztendlich seine „Black Pearl“ versenken sollen.

Und nun schlingert er unprofessionell produziert (wurde das Album wirklich gemastert?) kenternd durch Gewässer, durch die andere und vor allem inzwischen bessere Piraten fahren.

Es heißt u.a., er hätte wieder Spaß am „Songwriting“ aber ich frage mich: Hat er als Pirat nur Spaß daran, diversen Metalheads die letzten Dublonen aus dem Lederbeutel zu ziehen um sich gemütlich in Tortuga zur Ruhe zu setzen? Das hätte er doch auch mit dem Verramschen seines Backkatalogs geschafft, warum tut er uns Stromgitarrenfreunde das an? Uns, die gehofft haben, er besinnt sich wirklich auf RUNNING WILD Zeiten zurück… Der Gesang näselt meiner Meinung nach immer mehr, größtenteils beeindruckt er auch mehr durch inspirationsloses Songwriting und- Ach ja: erwähnte ich den schauderhaften Sound schon? Es gab in diesem Jahr bereits mehr VÖ´s die daheim aufgenommen und mit einem Klang versehen wurden, der einem wirklich Kanonenkugeln in den Bauch rammte, stand ich vor meinen Boxen.

Lasch, lascher, am laschesten-die neue RUNNING WILD, die eigentlich keine RUNNING WILD ist.

Es ist so schade und ärgert mich auch teilweise sehr, bin ich doch ein wirklich großer Fan der Band gewesen, aber das hier ist nicht mehr als ein Tretboot in Seenot….
Sympathiepunkte: 1,5/5 Punkte

Ich würde mich in dem Fall für das „Nach-Mastering“ anbieten denn man kann 80er orientierten analogen Sound bedeutend besser klingen lassen…

Tracklist:

01. Piece Of The Action 4:25
02. Riding On The Tide 4:18
03. I am Who I am 4:51
04. Black Shadow 5:13
05. Locomotive 4:35
06. Me & The Boys 5:00
07. Shadowmaker 4:25
08. Sailing Fire 4:14
09. Into The Black 4:57
10. Dracula 7:29

Besetzung:

Rock ‘n’ Rolf (voc & guit)
Peter Jordan (guit)

Internet:

Running Wild Website

Running Wild @ Facebook

Running Wild @ MySpace

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