Band: Scala Mercalli
Titel: New Rebirth
Label: Art Gates Records
VÖ: 30.11. 2015
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Daniel

Bei Heavy Metal aus Italien denkt man zwangsweise immer zuerst an die vielen unsäglichen Schmalzkapellen, die ohne Ecken und Kanten sowie mehr Keyboard als Gitarre die Gehörgänge quälen.
Die einzige Hoffnung ist der „NWOIHM“ – Aufdruck auf dem Cover. Eine Hoffnung, die sich erfüllt:

Auf ihrem mittlerweile dritten Album, in dem es überwiegend um die erste Vereinigung ihres Landes um 1800 geht, bieten die vier Herren sowie die (übrigens sehr ansehnliche) seit 2008 mit an Board befindliche Dame einen echten Leckerbissen für Metalfans.
Dabei setzt man vorwiegend auf straighte Riff, dessen Fundament die sehr anspruchsvolle Rythmusarbeit von Giusy Bettei und Sergio Ciccoli. Was die beiden hier bieten erinnert teilweise an die Melodic Metal Götter Artizan, mehr brauche ich wohl dazu nicht zu schreiben. Hört euch September-18-1860 und Hero of Two Worlds (Giuseppe Garibaldi) an, ihr werdet knien!
Alleine der Gesang ist für Fans traditioneller Kost anbetungswürdig. Die Stimme von Christian Bartolacci ist einmalig, liegt in etwa zwischen Mike Howe, James LaBrie, Kai Hansen und Vittorio Ballerio. Daher ist sie sicher auch nicht jedermanns Sache!
NEW REBIRTH ist musikalisch abwechslungsreich gehalten, während die oben genannten Songs eher melodisch veranlagt sind, erinnern die treibenden Hymnen Face My Enemy, Eternity und The Undead eher an Metal Church und Judas Priest. Starke Songs mit hitverdächtigen Refrains.
Im Midtempo befindliche Tracks wie Time For Revolution oder das abschließende Still United wirken dagegen anfangs eher belanglos, erweisen aber nach ein paar Durchgängen als wahre Grower.
Das melancholische Last Leaf erinnert dagagegen vor allem wegen der Stimme an eine ruhige Dream Theater Nummer, ohne zu kopieren. Einfach großartig!

Und das ist dieses Album insgesamt geworden, SCALA MERCALLI wissen über 55 Minuten Laufzeit mit einem unverkennbarem Sound zu unterhalten, NEW REBIRTH ist also sehr zu empfehlen.


Trackliste:

01. The Long March
02. September-18-1860
03. Nightmare Falls
04. All The Children Are Disappeared
05. Time for Revolution
06. Eternity
07. Hero of Two Worlds (Giuseppe Garibaldi)
08. Face My Enemy
09. The Undead
10. Spit on My Face
11. Last Leaf
13. The Flag

Besetzung:

Christian Bartolacci – vocals
Luca Vignoni – guitar
Clemente Cattalani – guitar
Giusy Bettei – bass
Sergio Ciccoli – drums

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