Band: Scarlet Anger
Titel: Freak Show
Label: Hänsel & Gretel
VÖ: 18.03.16
Genre: Melodic Power/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Luxemburger Sacrlet Anger sind seit ihrem Zusammentreffen mit ihrem Album „Dark Reign“ aus dem Jahr 2012 keine Unbekannten mehr bei uns. Metal Made in Luxemburg mag zwar nach wie vor etwas exotisch klingen, dennoch gibt es eine feine Riege an Speerspitzen aus dem kleinen Land. Bereits beim Vorgänger hatte ich die Freude den Jungs zu attestieren, dass sie wohl für mich persönlich als Nachfolge von Squealer gelten. Melodisch, auch das Thrash Metal Antlitz sprechen hier einfach für sich. Auch der Sänger spielt hier eine Rolle und dieser klingt einfach verdammt 1:1 wie der viel zu früh verstorbene Andy Allendörfer.

Hommage? Nö überhaupt nicht und im Gegensatz zum Vorreiter haben sich die Jungs amtlich gewandelt. Die haben doch etliche Zähen zugelegt und mischen irgendwo zischen Grave Digger, Squealer und sogar Kreator meets Exodus mit. Grenzgeniale Mischung die uns hier zu Teil wird. Keine Frage, man könnte jetzt sagen, ja die machen auch jetzt nichts Neues! Mag an sich ja stimmt, wenn man aber diese frische Melange unter die Nase gerieben bekommt, denkt man fortan etwas anders.

Die Vermischung aus Härte und Melodie, gekonnt, dann auch noch kleinere Messerspitzen von modernen Akzenten und fertig haben wir somit ein sehr mächtiges Gebräu, dass einen komplett aus den Latschen hievt. Man muss schon eine Mischung aus Power und Thrash Metal mögen, wird aber dann nicht so schnell mehr das Album dann aus dem Player geben. Warum? Nun weil es eben an der Mischung aus Melodie und knackiger Thrash Härte, wie auch etlichen Power Metal Ansätzen liegt, welche einfach fachmännisch für eine langanhaltende Stimmung sorgen. Viel Ansteckungsgefahr ist dabei, wie auch gekonnte, sehr gut aufgemachte Wechsel.

Das Ganze klingt einfach nicht primitiv und lieblos zusammengeschustert. Nein es sprüht einfach vor guten Ideen, welche sicherlich manchmal bekannt vorkommen, aber einfach aufgrund vieler Einfädelungen und Ergänzungen sehr eigenständig aus den Boxen donnern. Somit eine mächtige Freakshow, welche sich dermaßen gewaschen hat, sodass man vor Liebreiz den Bandnamen wie eine Teenie kreischt.

Fazit: Die mächtige Wandlung im Hause Scarlet Anger ist genial. Man hat mit diesem Eisen ein tolles Werk geschaffen, welches denkbar viele alte Hasen mehr als nur alt aussehen lassen könnte. Die Vermischung macht es aus und diese ist einfach umwerfend.

Tracklist:

01. Awakening of the Elder God 05:50
02. Attack of the Insidious Invader 03:52
03. The Haunted Place – House of Lost Souls 06:12
04. Welcome to the Freak show 04:50
05. The Abominable Master Gruesome 04:31
06. Through the Eyes of the Sufferer 04:40
07. The Thing Without a Name 04:41
08. On the Road to Salvation 04:24
09. An Unbelievable Story of a Stupid Boy 04:22
10. Deadly Red Riding Hood 06:14

Besetzung:

Joe Block (voc)
Fred Molitor (guit)
Alain Flammang (drums)
Vince Niclou (bass)
Jeff Buchette (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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