SIGH – Heir To Despair

 

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Band: SIGH
Titel: Heir to Despair
Label: Candlelight Records
VÖ: 16/11/2018
Genre: Black/Avant-garde Metal
Bewertung: 5/5

Die 1990 gegründete Black/Avant-garde Metal Formation SIGH ist meiner Meinung nach nur wenigen ein Begriff. Zumindest die eingeschworene Hörerschaft des japanischen Trupps schätzt die Verspieltheit und oftmals komplexere Ausrichtung im Sound der bisherigen Diskografie. Persönlich bin ich bis zum heutigen Tag noch nie mit den Herrschaften in Berührung gekommen. Dies ist möglich, wenngleich die Japaner auf eine reichhaltige Discographie zurückblicken.

Nichts für schwache Gemüter, wie desgleichen lockerer Hörer ist das Material zurecht geschnitzt. Die Japaner stehen auf eine kunterbunte Verspieltheit. Diese ist für meinen Geschmack gut zurechtgemacht worden und spiegelt auf ein breites Hörerfeld seitens der Band zurück. Zwischen Black Metal, Folk, klassische Rocksachen und obendrein leichte Industrial Elemente wird so ziemlich alles zu einem satten Soundbrei vermischt.

Was bei anderen Kollegen in eine Mission ohne Rückkehr mündet, wird von SIGH gekonnt zu einem leckeren Soundbrei vermischt. Besonders beim Opener erinnert die Truppe an Okzident trifft auf Orient! Wunderbare Einleitung für ein Album, bei welchem die Japaner durchaus zeigen, dass noch aus dem Land der untergehenden Sonne, starke Metalbands kommen.

Während BABYMETAL unserer Redaktion eine Brechreizorgie beschert haben, vermag dieser japanische Trupp weitaus mehr zu beschwichtigen. Es mag schon sein, dass deren Material nichts für lockere Hörer ist und es etwas länger braucht sich im breiten Spielfeld zurechtzufinden. Erst einmal an der Lunte geschnuppert, ist der Zuhörer drauf und dran intensiver, tiefer in den Soundstrudel von SIGH einzutauchen.

Das illustre Klang-Repertoire kann sich sehen lassen, wenn klangliche Dunkelexperimente, dann fürwahr liebend gerne mit SIGH. Diese bieten ausgewogene Experimente und eine Vorführung von wahren Klangkünstlern. Selten habe ich solch eine Breitseite an Mischungen miteinander perfekt verwoben erlebt.

Bahnbrechende Ideen wurden für „Heir to Despair“ zurechtgemacht. Durchaus behilflich ist die tolle Produktion, welche diesen Klangepos auf eine höhere Ebene hievt. Progressive und psychedelische Musik als Fable ist kein Muss für diesen Silberling. Mit vielen phänomenalen Effekten gespielt und ausgezeichnet auf den Punkt gebracht, geht der Rundling lockerer ins Gehör.

Was für meinen Geschmack die besondere Note ist, ist die Tatsache, dass die Band etliche Klanglinien vieler klassischer Rock/Metal Bands aus Japan mit eingebaut hat. Der leichte folkloristische Touch als Draufgabe ist das Sahnehäubchen beim Hören.

Fazit: Ein bedeutsames Meisterwerk aus dem Land der untergehenden Sonne!

Tracklist

01. Aletheia
02. Homo Homini Lupus
03. Hunters Not Horned
04. In Memories Delusional
05. Heresy (Part 1: Oblivium)

06. Heresy (Part 2: Acosmism)
07. Heresy (Part 3: Sub Species Aeternitatis)
08. Hands of the String Puller
09. Heir to Despair

Besetzung

Mirai Kawashima – Vocals, Flute, Keyboards
Dr. Mikannibal – Alto Saxophone, Vocals
Satoshi Fujinami – Bass
You Oshima – Guitar
Junichi Harashima – Drums

Internet
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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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