Band: Sleazy Roxxx
Titel: Dangerous Obsession
Label: City of Lights Records
VÖ: 2014
Genre: Glam Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Songtitel wie Porn To Be Wild, Sex Drugs & Ice Cream oder Girl from 80ies sprechen eine klare Sprache. Auf Dangerous Obsession wird jene Ära der 80er beschworen, als Rock- und Metalbands mehr Schminke und Haarspray benötigten als die nuttigsten ihrer eigenen Groupies und dafür auch noch mit massenweise Airplay, Geld und Drogen belohnt sowie (ironischerweise) von den schon erwähnten Backstage-willigen Flötensolistinnen auf ihren Konzerten zuhauf besucht wurden.

Die SLEAZY ROXxX nennen als ihre Einflüsse drogengebeutelte Neonlichttitanen wie die altehrwürdigen MÖTLEY CRÜE und POISON, deren glorreiches Erbe sie ebenso wie ihre gleichgesinnten Kollegen STEEL PANTHER anzutreten oder auch ironisch-humorig zu huldigen gedenken. Das selbstgewählte Etikett dafür lautet Porn Glam. Dabei scheinen mir die Tschechen lyrisch weniger explizit ins Rosa zu greifen als ihre Kollegen aus LA bzw. haben sogar mal Platz für andere Themen (bspw. bei der überaus gelungenen Ballade „Live Fast & Die Young). Das stellt für mich eine willkommene Abwechslung dar und lässt die SLEAZY ROXxX zudem mehr den echten Zeitgeist des Hair Metal atmen, der nun mal auch eine gehörige Portion höschenbefeuchtenden Kitsch zum Inhalt hatte. Die SLEAZY ROXxX nähern sich den Helden ebenfalls mit Augenzwinkern, wollen aber im Gegensatz zu den (nichts desto trotz fantastischen) stählernen Wildkatzen nicht vollends auf Parodie schalten.

Nichtsdestotrotz wirken Tracks der Marke Porn To Be Wild für schmallippige Binnen-I-Emanzen wie angezündete Furze mitten ins Gesicht und bekämpfen somit in bester Rock-Musik- Tradition die gerade präsenteste Form des Spießertums.

Musikalisch ist das Fulllength-Debut (- 2010 und 2012 gabe es bereits zwei EPs namens Porn To Be Wild und Spread The Pink, von denen einige Tracks auf dem aktuellen Output gelandet sind -) vollauf gelungen. In bester Genre-Manier wimmelt es von mitsingbaren Gute-Laune-Rockern, überwiegend im mittlerern Tempobereich. Natürlich darf auch die Schmalzballade auf keinem Haarrock-Album fehlen, was mit bereits erwähntem Live fast-Die Young mit echt geilem 80ies-Flair gelingt und mit dem Drogenmissbrauchschmachter White Gold immerhin gut.

Für alle, die gern in die Zeit zurückgehen als Männer noch -…hm was genau? …- waren und massenweise Chicks ihnen trotzdem oder gerade deswegen huldigten: Nur zu Marty McFly, sei keine feige Sau und steig in den DeLorean und gönn dir etwas Sex Drugs & Ice Cream.

Tracklist:

01. Innocent Memories (Intro)
02. Porn to be Wild
03. Draw the Lion
04. Lima Sierra Delta
05. Long Way to Mexico
06. Sex Drugs & Ice Cream
07. Live Fast – Die Young
08. Bastard
09. Girl From 80s
10. Kentucky Highway
11. White Gold
12. Under Magenta Sky (Bonus Track)

Besetzung:

Lee Glambert (Vocals)
Steven St.James (Guitar)
Jan Vandervell (Bass)
George O´Lingerie (Drums)

Internet:

Sleazy RoXxX @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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